Werder-Coach Thioune lobt Erevbenagie, sieht aber noch Entwicklungspotenzial: „Ein kleiner Shooting-Star“

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Werder-Coach Thioune lobt Erevbenagie, sieht aber noch Entwicklungspotenzial: „Ein kleiner Shooting-Star“

Stand: 12.08.2026, 18:49 Uhr

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Er ist zweifellos die Überraschung der Vorbereitung: Paul Erevbenagie. So denkt Werder Bremens Coach Daniel Thioune über den Youngster.

Bremen – Eine Viertelstunde lang wollte bei Paul Erevbenagie am Dienstag im Abschluss plötzlich überhaupt nichts mehr gelingen. Der 18-Jährige setzte Bälle neben das Tor, scheiterte am Keeper oder bekam die Kugel nicht richtig kontrolliert. Es war ein seltener Aussetzer in einer Vorbereitung, in der sich das Talent des SV Werder Bremen bislang äußerst treffsicher präsentiert. Vier Tore in fünf Testspielen stehen für Erevbenagie inzwischen zu Buche.

Auch in den ersten Tagen des Trainingslagers des SV Werder Bremen in Harsewinkel hinterließ der Angreifer insgesamt einen positiven Eindruck – und bestätigt damit seine Entwicklung der vergangenen Wochen. Die Frage ist deshalb längst nicht mehr, ob der 18-Jährige grundsätzlich das Zeug für höhere Aufgaben hat. Sondern, wie schnell er diese auch bei den Profis übernehmen kann.

Hat derzeit allen Grund zur Freude: Werder Bremens Shootingstar Paul Erevbenagie, der eine tolle Vorbereitung spielt.

Hat derzeit allen Grund zur Freude: Werder Bremens Shootingstar Paul Erevbenagie, der eine tolle Vorbereitung spielt. © gumzmedia

Werder Bremens Coach Daniel Thioune lobt Paul Erevbenagie: „Vielleicht so ein kleiner Shooting-Star“

Trainer Daniel Thioune lässt jedenfalls durchblicken, dass Paul Erevbenagie seine Chance bekommen wird. „Wenn mich jemand mit Leistung bedroht, werde ich Leistung honorieren“, sagte der Coach des SV Werder Bremen. Es sei daher gut möglich, dass der Angreifer im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK (22. August) im Kader steht. Auch für den Bundesliga-Auftakt Ende des Monats beim SC Freiburg deutete Thioune einen Platz im Aufgebot an. „Das geht dann Schritt für Schritt“, betonte der Trainer. Erevbenagies Tore und Abschlüsse seien gut, am Defensivverhalten müsse dagegen noch gearbeitet werden. Auch Erevbenagie selbst sehe dort noch Defizite. „Aber wir reden von einem 18-Jährigen“, so Thioune.

Dass der Youngster nun sogar vor seinem Bundesliga-Debüt steht, sei angesichts seiner Entwicklung dennoch bemerkenswert. „Die Wahrscheinlichkeit ist aktuell schon sehr, sehr hoch, dass er in dem Flieger sitzt nach Freiburg.“ Es ist Daniel Thioune dennoch anzumerken, dass er dem jungen Flügelspieler nicht zu früh zu viel öffentlichen Druck mitgeben möchte. Zwar betonte der 52-Jährige: „Paul ist jetzt jemand, der vielleicht momentan so ein kleiner Shooting-Star ist“, nur um anschließend direkt zu bremsen: „Am Ende ist die Währung aber Leistung, und nur wenn die angeboten wird, honoriere ich sie.“

Darf Paul Erevbenagie bald auch für Werder Bremen in der Bundesliga ran? „Werde Leistung honorieren“

Denn so gut Tempo und Abschluss des 18-Jährigen schon sind: Je körperlicher die Einheiten werden, desto deutlicher zeigen sich auch noch seine aktuellen Grenzen. Im Defensivverhalten, bei der Entscheidungsfindung und im körperlichen Bereich liegen noch Entwicklungsschritte vor ihm. Gerade mit entsprechendem Raum können seine Schnelligkeit und sein Abschluss aber schon jetzt zu einem echten Trumpf werden. Ob Paul Erevbenagie diese auch schon sehr zeitnah in der Bundesliga unter Beweis stellen darf, entscheidet sich Schritt für Schritt – seine bisherigen Leistungen in der Vorbereitung des SV Werder Bremen haben die Tür jedenfalls weit geöffnet. (bvo/mbü)