Der MSV Duisburg dreht in einem irren Spiel ein 0:2 beim SC Verl durch vier Tore in elf Minuten

Letzterer verhalf den Gästen kurz darauf zur besten Gelegenheit zum Ausgleich. Ein Abspiel aus dem Torraum kam nicht bei Dennis Waidner an, denn Bulic war dazwischengesprungen. Der brachte den Ball aus 16 Meter...

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Der MSV Duisburg dreht in einem irren Spiel ein 0:2 beim SC Verl durch vier Tore in elf Minuten

Letzterer verhalf den Gästen kurz darauf zur besten Gelegenheit zum Ausgleich. Ein Abspiel aus dem Torraum kam nicht bei Dennis Waidner an, denn Bulic war dazwischengesprungen. Der brachte den Ball aus 16 Metern direkt auf das SCV-Tor, doch Schlieck machte seinen Fehler mit einer schnellen Reaktion wieder wett (39.).

Schlicke-Kopfball knapp vorbei

Duisburg war nun am Drücker. Nach einer Symalla-Flanke lag der Torschrei schon auf den Lippen der Duisburger Fans, doch Ben Schlicke zielte per Kopf einen halben Meter zu weit links.

Da er nicht traf und die Verler zu Beginn ihren einzigen Torschuss auf das MSV-Tor in Halbzeit eins zum 1:0 veredelt hatten, ging es mit einer knappen und etwas glücklichen Führung für die Hausherren in die Kabinen.

Leipolds Geniestreich gleich nach Wiederanpfiff

Auch in Aachen hatten die Verler mit 1:0 geführt, dann aber noch vier Treffer kassiert. Der Sportclub war also gewarnt.

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Das dachte sich dann wohl auch André Leipold, als er in der zweiten Minute nach Wiederanpfiff aus 24 Metern halblinker Position einfach mal abzog und den Ball wunderschön in den rechten oberen Winkel zum 2:0 hineinzirkelte. Maximilian Braune war bei diesem herrlichen Tor chancenlos.

Lehmanns Zupfer wird bestraft

Der Jubel war noch nicht verklungen, da gab es schon den nächsten Aufreger. Paul Lehmann stoppte den zur Pause eingewechselten Conor Noß in der Mitte der Verler Hälfte mit einem Trikotzupfer.

Schiedsrichter Felix Wagner bestrafte das mit einer gelben Karte, und da es bereits Lehmanns zweite in dieser Partie war, musste sein Team die letzten 40 Minuten in Unterzahl zurechtkommen.

Duisburg braucht elf Minuten für vier Tore

Doch der MSV, der nun energischer auf das SCV-Tor zulief, wusste mit der Überzahl zunächst nichts anzufangen. Die Hausherren zogen sich geschickt zurück und ließen zunächst keine gefährlichen Aktionen vor dem eigenen Tor zu.

Aber dann ging es Schlag auf Schlag. Nach einer flachen Hereingabe von Can Coskun von links verlor Verls Niko Kijewski den kurz zuvor eingewechselten Florian Krüger aus den Augen, so dass dieser aus fünf Metern keine Probleme hatte, die Kugel über die Linie zu bugsieren (61.).

Nur eine Minute später stach der Joker erneut. Einen von links geschlagenen Sussek-Eckball nahm der erneut sträflich freistehende Krüger direkt aus acht Metern halbrechter Position und traf zum 2:2 (62.).

Sussek setzt den Schlusspunkt

Damit nicht genug: Nach einem Halten von Vogler an den in den Strafraum dribbelnden Lobinger zeigte Wagner auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat selber an und verwandelte souverän (68.).

Vier Minuten später war das Spiel nicht nur gedreht, sondern fast schon entschieden, als Coskun kurz vor dem Strafraum in den Lauf von Sussek spielte und dieser aus fünf Metern zum 2:4 aus Verler Sicht einnetzte. Die geschockten Verler waren nun geschlagen.

Verl verspielt zum zweiten Mal eine Pausenführung

Die Ostwestfalen vergaben damit im zweiten Saisonspiel erneut eine Halbzeitführung und stehen noch punktlos im Tabellenkeller. Der MSV indes feiert nach sieben Treffern in den ersten beiden Spielen den zweiten Sieg und steht zumindest für eine Nacht an der Tabellenspitze der 3. Liga