Krim-Kongo-Fieber in Wien: Erster bestätigter Fall in Österreich
Publiziert28. August 2026, 19:45Krim-Kongo-FieberVirus-Alarm in Wien: Erster Krim-Kongo-Fall bestätigtNach einer Reise in den Nahen Osten erkrankt eine Frau am Krim-Kongo-Fieber. Es ist der erste bestätigte Fal...
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Publiziert28. August 2026, 19:45
Krim-Kongo-FieberVirus-Alarm in Wien: Erster Krim-Kongo-Fall bestätigt
Nach einer Reise in den Nahen Osten erkrankt eine Frau am Krim-Kongo-Fieber. Es ist der erste bestätigte Fall in Österreich.

Darum gehts
- In Wien ist erstmals ein Fall von Krim-Kongo-Fieber in Österreich bestätigt worden.
- Eine Frau, die aus dem Nahen Osten zurückgekehrt war, wird auf einer Sonderisolierstation der Klinik Favoriten behandelt.
- Die Wiener Gesundheitsbehörde hat die Erhebung möglicher Kontaktpersonen aufgenommen.
In Wien ist erstmals ein Fall von Krim-Kongo-Fieber in Österreich bestätigt worden. Eine Frau, die kürzlich aus dem Nahen Osten zurückgekehrt war, wurde positiv auf das Krim-Kongo-Virus getestet.
Eine Patientenprobe fiel bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) positiv aus. Zur zusätzlichen Bestätigung sei sie an das deutsche Bernhard-Nocht-Institut übermittelt, berichtet «Heute.at».
Seltene, aber ernst zu nehmende Infektion
Nach ihrer Rückkehr aus dem Nahen Osten entwickelte die Patientin Symptome und suchte rasch medizinische Hilfe. Wegen des Krankheitsbildes wurde frühzeitig die Infektiologie und Tropenmedizin der Wiener Klinik Favoriten beigezogen. Die Patientin wird auf einer Sonderisolierstation von einem Expertenteam betreut. Ihr Zustand sei stabil, teilte Abteilungsleiter Christoph Wenisch dem Wiener Gesundheitsverbund mit.
Was ist Krim-Kongo-Fieber?
Das Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene virale Infektionskrankheit. Sie wird vor allem durch den Stich infizierter Zecken übertragen, kann aber auch durch direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere weitergegeben werden. Die Krankheit tritt insbesondere in Teilen Afrikas, Südosteuropas, des Nahen Ostens und Asiens auf.
Zu den ersten Symptomen zählen plötzliches Fieber sowie starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden. In schweren Fällen kann die Krankheit Blutungen, Organschäden und Multiorganversagen verursachen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich, betrifft aber überwiegend engen und ungeschützten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Durch alltägliche soziale Kontakte wird das Virus äusserst selten übertragen.
«Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernst zu nehmende Infektion. Gut ist, dass die Erkrankung rasch diagnostiziert wurde und die infizierte Person nun auf einer Sonderisolierstation ist. Die Patientin ist in besten Händen und wird von einem Experten- und Expertinnen-Team umfassend betreut», sagt Christoph Wenisch, Leiter der Infektiologie und Tropenmedizin der Klinik Favoriten.
Kontakte der Patientin werden kontrolliert
Die Wiener Gesundheitsbehörde begann umgehend mit der Erhebung möglicher Kontaktpersonen. Weitere Ansteckungen bei engem, ungeschütztem Kontakt können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine anhaltende Zirkulation des Erregers in Österreich halten die Behörden jedoch für unwahrscheinlich. Für die Erkrankung gilt eine strikte gesetzliche Meldepflicht.
Die Klinik Favoriten ist auf die Behandlung hochinfektiöser Erkrankungen vorbereitet. Ihre Abläufe werden regelmässig trainiert und gemeinsam mit Blaulichtorganisationen geübt. Damit sollen die bestmögliche Versorgung der Betroffenen sowie der Schutz von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden gewährleistet werden.

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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