Volle Kleiderkammer bei der Feuerwehr – 900 Ausrüstungsgegenstände unter dem Spitzdach im Uslarer Gerätehaus

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Volle Kleiderkammer bei der Feuerwehr – 900 Ausrüstungsgegenstände unter dem Spitzdach im Uslarer Gerätehaus

Stand: 17.10.2026, 23:11 Uhr

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Uslar, Feuerwehr, Kleiderkammer für Kinder und Jugendliche mit Chiara Jordan, Christian Filmer und Leonie Kiefer.

Kleiderkammer für Kinder und Jugendliche: Die betreuen Chiara Jordan (von links), Christian Filmer und Leonie Kiefer. © Jürgen Dumnitz

Uslar – Die Feuerwehren der Stadt Uslar betreiben seit 20 Jahren eine zentrale Kleiderkammer für die Dienst- und Schutzbekleidungen der Ortsfeuerwehren, sowie der Kinder- und Jugendfeuerwehren. Diese wurde damals von allen Ortsbrandmeistern in Eigenleistung im Dachgeschoss des Anbaus im Uslarer Feuerwehrhaus ausgebaut.

Jetzt ist die Kleiderkammer erneuert worden. Alte Kleiderschränke und Regale, die schon länger nicht mehr ausgereicht haben, um alle Bekleidungsstücke ordentlich lagern zu können, wurden durch ein Regalsystem und Kleiderstangen ersetzt. Dafür war die Kleiderkammer für einen Monat geschlossen.

Uslar, Feuerwehr, Kleiderkammer für Erwachsene mit Jörg und Jutta Jacob, Stephanie Dirksen und Torsten Bauer.

Abteilung für Erwachsene: Jörg und Jutta Jacob (v.l.) mit Stephanie Dirksen und Torsten Bauer. © Jürgen Dumnitz

Im neuen Regalsystem mit mehr Platz fürs sachgerechte Aufbewahren ist die Bekleidung nach Größen gelagert. Zusätzlich wurden Kleiderstangen für die Jacken installiert. „Rund 80 Arbeitsstunden in Eigenleistung stecken in dem Umbau, der durch eine gemeinsame Aktion von Helfern aus der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr erledigt wurde“, freut sich der ehemalige Stadtbrandmeister Jörg Jacob. Er hatte als Helfer seine Frau Jutta Jacob sowie Stephanie Dirksen, Christian Filmer, Chiara Jordan, Torben Filmer, Jens Dannenberg, Lars Schröder und Niklas Karsten dabei. Parallel wurde das Eingelagerte in einer Inventur erfasst: Im Lager sind demnach fast 900 Gegenstände, heißt es von Jörg Jacob.

Mit Barcode

Alle Artikel sind mit einem Barcode versehen und in einer Verwaltungssoftware erfasst, sodass jederzeit die persönliche Zuordnung zu den Feuerwehrleuten erfolgen kann. Außerdem wurden beim Sortieren auch Überbekleidungen für die Atemschutzträger sowie Ersatzbekleidungssätze zusammengestellt. Die nutzen laut Jacob die Atemschutzgeräteträger, um einsatzbereit zu sein, wenn die aktuelle Überbekleidung in der Reinigung ist. Alle Bekleidungsstücke werden vor der Einlagerung oder Ausgabe auf die Zulässigkeit und auf mögliche Mängel hin überprüft.

Die Kleiderkammer der Uslarer Feuerwehren wird von zwei Teams betrieben. Eine Mannschaft kümmert sich um die Einsatz- und Altersabteilung und das andere Team der Jugendwarte für die Kinder- und Jugendfeuerwehr kümmert sich um Neueinkleidungen, Rückgaben und den Tausch bei Größenänderungen oder defekter Bekleidung.

Das Team „Einsatz- und Altersabteilung“ sind Jutta Jacob, Stephanie Dirksen und Jörg Jacob, das Team „Kinder- und Jugendfeuerwehr“ sind Chiara Jordan und Leonie Kiefer. Geöffnet ist die Kleiderkammer für die Feuerwehrleute einmal im Monat: für Erwachsene am 2. Montag ab 18 Uhr und für Kinder und Jugendliche am 2. Mittwoch eines Monats ab 17.30 Uhr. Es sind aber auch separate Einzeltermine nach Absprache möglich. Die sind auch für Neueinkleidungen sinnvoll, so Jacob, damit genügend Zeit für die Anprobe und Ausgabe der Erstausstattung zur Verfügung steht, denn passen soll die Dienstkleidung ja schließlich. Und wenn etwas mal nicht vorrätig sei, werde es über die Stadtverwaltung bestellt.

Dienstgradabzeichen

In der Kleiderkammer werden neben der Standard-Schutzbekleidung (Jacke, Hose, Stiefel, Handschuhe und Helme) auch die Überbekleidung für die Atemschutzgeräteträger sowie Wetterschutzjacken vorgehalten. Und auch Uniform-Ausstattung und Dienstgradabzeichen. Für die Kinder- und Jugendfeuerwehren sind ebenfalls die kompletten Ausstattungen mit Jacken, Hosen, Caps, Handschuhen, Helmen und Wetterschutzparkas vorrätig.

„Durch die zentrale Vorhaltung konnte über die Jahre eine effektivere Nutzung der Ausstattungen erreicht werden“, heißt es von Jörg Jacob. Das System habe sich bestens bewährt und biete bei Normänderungen und Änderungen gesetzlicher Vorgaben eine schnelle Möglichkeit, nicht mehr zugelassene Bekleidungen aus dem Umlauf zu nehmen und die Sicherheit der Feuerwehrleute auf einem aktuellen Stand zu halten. (jde)