Vom München zum Gardasee: Zwei Triathleten planen irren Rad-Rekord – „völlig verrückt“
tzMünchenStadtStand: 11.08.2026, 13:42 UhrKommentareUns auf Google folgenZwei Profi-Triathleten wollen nachts am Münchner Marienplatz starten und in unter zehn Stunden mit dem Rad den Gardasee erreichen.Freisin...
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Stand: 11.08.2026, 13:42 Uhr
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Zwei Profi-Triathleten wollen nachts am Münchner Marienplatz starten und in unter zehn Stunden mit dem Rad den Gardasee erreichen.
Freising – 370 Kilometer, 2500 Höhenmeter, drei Länder – und das alles auf dem Rennrad in unter zehn Stunden: Zwei bayerische Profi-Triathleten planen einen spektakulären Rekordversuch von München zum Gardasee. Wie Merkur-Reporter Pauline Zapp berichtet, soll der Start in der Nacht zum 16. August am Marienplatz erfolgen. Ziel ist der Seezugang in Nago-Torbole.
- Der Freisinger Niklas Ludwig und der Rother Max Hoffmann wollen am 16. August nachts am Münchner Marienplatz aufbrechen.
- Die Route führt über Bad Tölz, den Achensee und den Brenner zum Gardasee – 370 Kilometer mit 2500 Höhenmetern.
- Für den Rekord müssen die beiden einen Schnitt von mindestens 37 km/h halten.

Freisinger Triathlet Niklas Ludwig träumt seit zehn Jahren vom Gardasee-Rekord
Die Idee reift schon lange im Kopf des 24-jährigen Freisingers. „Die Idee habe ich schon lange im Kopf", sagt Ludwig. Bereits vor einem Jahrzehnt habe er seinem Großvater davon erzählt. „Der hielt mich damals für völlig verrückt", erinnert sich Ludwig schmunzelnd. Im Triathlon-Alltag fehlte bisher die Zeit für das Projekt. Aktuell bremst ihn ein Schienbeinkantensyndrom bei Wettkämpfen aus. „Daher bietet sich jetzt die passende Gelegenheit, die Fahrt zum Gardasee in Angriff zu nehmen", sagt Ludwig.

Begleitet wird er von Trainingspartner Max Hoffmann, dem 29-jährigen Deutschen Meister im Triathlon aus Roth. Auch Hoffmann befindet sich derzeit in einer Wettkampfpause. Aufgrund mentaler Probleme hatte er sich im Frühjahr für einen Klinikaufenthalt entschieden und setzt sich bewusst dafür ein, dass Profisportler offen über psychische Belastung sprechen. Am Startsonntag könnte sich der Zeitpunkt wetterbedingt um einen Tag verschieben. „Wir müssen das Wetter aber immer im Blick behalten", erklärt Ludwig. Ein Support-Team im Begleitfahrzeug begleitet die beiden und dokumentiert das Projekt mit der Kamera.
Freising ist eine Große Kreisstadt in Oberbayern und liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von München.
Rekordchance bei 70 Prozent – und danach ab in den Gardasee
Seine Erfolgsaussichten beziffert Ludwig auf rund 70 Prozent. „Auf der Strecke kann von viel Gegenwind über geplatzte Reifen bis zu körperlichen Problemen alles passieren", sagt er. Besonders die Nachtfahrt bereite ihm Respekt: „Das ist für mich eine absolute Unbekannte." Trotzdem überwiege die Vorfreude – auch bei seinem Großvater: „Er steht voll dahinter und drückt uns die Daumen", erzählt Ludwig. Und was passiert bei der Ankunft am See? „Als Erstes springen wir sicherlich in den See." Eines stehe allerdings fest: „Mit dem Rad werden wir auf jeden Fall nicht zurückfahren." Für eine Spenden-Aktion haben sich zwei Münchner auch auf den Weg nach Peking gemacht – mit dem Riesenrad.