Vom Volksfesteinzug über Seniorennachmittag bis zu beliebten Sportevents: Die Stadt hat alle Hände voll zu tun
StartseiteLokalesFreisingFreisingStand: 24.08.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenDie inhaltliche Gestaltung des Standkonzerts liegt bei der Stadtkapelle. Das Ordnungsamt ist als Sicherheitsbehörde fü...
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Stand: 24.08.2026, 19:00 Uhr
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Rund ums Freisinger Volksfest ist viel zu tun. Die Stadt richtet dabei auch selbst einige Programmpunkte aus. Ein Überblick.
Freising – Das Freisinger Volksfest ist mehr als das Festzelt und der Vergnügungspark. Rund um das Volksfest finden zahlreiche weitere Veranstaltungen statt, die von der Stadt organisiert, begleitet und genehmigt werden. Für das Freisinger Ordnungsamt beginnt die Arbeit dabei lange vor dem ersten Festtag und endet auch nach dem Abbau nicht. Neben den formellen Genehmigungen geht es um Verkehrsführung, Sicherheit, Abstimmungen mit Polizei, Feuerwehr, Bauhof, Stadtwerken, Veranstaltern und Schaustellern sowie um die konkrete Betreuung vor Ort. Magdalena Treptow vom Ordnungsamt Freising hat für die Tagblatt-Serie sämtliche Veranstaltungen zusammengefasst.

Einzug und Anzapfen
Der Volksfesteinzug (Start Freitag, 4. September, 16 Uhr, Marienplatz) gehört laut Magladena Treptow zu den sichtbarsten Veranstaltungen der Volksfestzeit. Hinter dem rund 60-minütigen Einzug steckt eine umfangreiche Vorbereitung.
Das Ordnungsamt übernimmt hier die inhaltliche und sicherheitsrechtliche Abwicklung. Dazu gehören unter anderem die Abstimmung der Zugstrecke mit der Polizei, die Koordination der teilnehmenden Vereine, Gruppen und Musikkapellen, die Organisation der Kutschen, die Dekoration der Wägen sowie die Begleitung des Festzugs.

Am Veranstaltungstag selbst müssen zahlreiche Beteiligte zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Gleichzeitig müssen Verkehrs- und Sicherheitsmaßnahmen funktionieren. Sollte sich kurzfristig etwas ändern, muss unmittelbar reagiert werden. Nach dem Einzug schließt sich mit dem Anzapfen direkt der nächste Höhepunkt an.
Standkonzert
Die inhaltliche Gestaltung des Standkonzerts (Freitag, 4. September, 15 Uhr, Kriegerdenkmal) liegt bei der Stadtkapelle Freising, insbesondere bei Jürgen Wüst und Odilo Zapf. Das Ordnungsamt ist hierbei als Sicherheitsbehörde für die formelle Genehmigung und organisatorische Dinge zuständig.
Gemeinsam mit der Polizei wird der Festumzug im Anschluss (Start 16 Uhr, Marienplatz) zum Festzelt geplant und die Veranstaltungsfläche entsprechend abgesichert. Das Veranstaltungsamt ist bei der Durchführung vor Ort und kümmert sich unter anderem um Getränke, Blumendekoration und Bierbänke. Der städtische Bauhof ist für die Absicherung der Veranstaltungsfläche zuständig und ebenfalls als Ansprechpartner mit dabei.
Seniorennachmittag
Beim Seniorennachmittag beginnt die Arbeit des Ordnungsamts bereits Wochen und Monate vor dem eigentlichen Termin am Montag, 7. September, von 11.30 bis 14.30 Uhr im Festzelt und darüber hinaus ab 14 Uhr in der Weinhalle beim Tanznachmittag.
Zunächst wird anhand der Daten des Einwohnermeldeamts der für die Hendl- und Biermarken berechtigte Personenkreis ermittelt. Anschließend werden die Einladungen vorbereitet und verschickt. Parallel dazu erfolgen die Abstimmungen mit dem Festwirt bezüglich der Bier- und Hendlmarken sowie mit den beteiligten Festzeltbetrieben, damit die Marken überall angenommen werden können.
„Dass der Seniorennachmittag bei den Freisinger Seniorinnen und Senioren sehr beliebt ist, zeigt sich dabei bereits lange vor dem eigentlichen Termin: Die ersten Anrufe, ob die Marken denn schon verschickt worden seien, gehen teilweise bereits im Mai ein“, erzählt Magdalena Treptow. Am Veranstaltungstag ist das Ordnungsamt Ansprechpartner für die Seniorinnen und Senioren im Festzelt. Wer seine Marken nicht erhalten hat, kann sich vor Ort gegen Vorlage des Personalausweises Ersatz ausstellen lassen.
Festgottesdienst
Auch der ökumenische Gottesdienst am Mittwoch, 9. September, um 10.30 Uhr, ist ein fester Bestandteil der Volksfestzeit – und gerade weil er jedes Jahr stattfindet, könnte man leicht denken, dass er sich inzwischen von selbst organisiert. Tatsächlich steckt auch hier einiges an Vorarbeit dahinter.
Das Ordnungsamt arbeitet eng mit Diakon Walter Schwind zusammen, der die inhaltliche Vorbereitung gemeinsam mit den katholischen und evangelischen Geistlichen übernimmt. Das Veranstaltungsamt stimmt die organisatorischen Rahmenbedingungen ab und baut gemeinsam mit dem Bauhof die Veranstaltung auf. Dazu gehören unter anderem Altar, Kreuz, Kerzen und Blumenschmuck.
Der Gottesdienst wird auch als Schaustellergottesdienst bezeichnet. Dahinter steht ein besonderer Gedanke, wie Treptow erzählt: „Für die reisenden Schaustellerinnen und Schausteller bietet er die Möglichkeit, während der Volksfestzeit einen Gottesdienst besuchen zu können.“ Der Programmpunkt sei also „ein Stück gelebte Volksfestgemeinschaft.“
Rundgang
Ein besonderer Termin ist der gemeinsame Rundgang mit Menschen mit Beeinträchtigung am Dienstag, 8. September, in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Freising. Die Schaustellerinnen und Schausteller ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kostenlose Fahrten. Treptow: „Der Rundgang ist damit ein schöner Gegenpol zum sonst oft hektischen und schnelllebigen Volksfestbetrieb.“ Das Veranstaltungsamt begleitet den Rundgang und steht als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.
Volksfestlauf
Der Volksfestlauf am Samstag, 12. September, wird vom LC Freising veranstaltet. Das Ordnungsamt übernimmt als Sicherheitsbehörde die erforderlichen formellen Genehmigungen und stimmt die Rahmenbedingungen mit den beteiligten Stellen ab. „Als Veranstaltungsleitung des Volksfestes sind wir vor Ort und unterstützen den Veranstalter“, sagt Treptow. Der Bauhof setzt die erforderlichen technischen Sperren um, die Polizei begleitet das Ganze. Besonders bei den Kinderläufen ist die Polizeibegleitung mit Fahrrädern ein kleines Highlight für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Eine zusätzliche Herausforderung ist die Abstimmung mit den Stadtwerken, da durch die Laufstrecke der Busverkehr teilweise eingeschränkt werden muss – wie auch beim Radrennen.
Radrennen
Auch das Radrennen am Sonntag, 13. September, wird von einem externen Veranstalter, dem Radsportverein Freising, durchgeführt. Das Ordnungsamt ist für die erforderlichen sicherheits- und verkehrsrechtlichen Genehmigungen zuständig und begleitet die Veranstaltung federführend vor Ort.
Wie beim Volksfestlauf müssen auch hier verschiedene Stellen koordiniert werden. Dazu gehören insbesondere Polizei, Bauhof und Stadtwerke. Der Bauhof ist schon Wochen vor der Veranstaltung mit der Beschilderung der Veranstaltungsfläche beschäftigt, die Polizei begleitet das Rennen.
Pressegespräche
Die Kommunikation rund um das Volksfest gehört zu den Vorbereitungen des Ordnungsamts. Die Pressegespräche zu verschiedenen Themen rund um das Volksfest werden inhaltlich vorbereitet, die relevanten Gesprächspartner eingeladen und die notwendigen Informationen und Zahlen zusammengetragen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem Presseamt der Stadt Freising. Gerade bei einem Volksfest mit zahlreichen Beteiligten ist es wichtig, Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen und für die Öffentlichkeit verständlich aufzubereiten.
Das Fazit
So unterschiedlich die einzelnen Veranstaltungen des Volksfests Freising auch sind: Hinter den Programmpunkten, die für die Besucherinnen und Besucher selbstverständlich erscheinen, steckt eine Vielzahl von Abstimmungen, Vorbereitungen, Arbeit.
„Das Ordnungsamt ist dabei nicht ausschließlich ‚Genehmigungsbehörde‘, sondern, je nach Veranstaltung, auch Veranstaltungsleitung, Koordinationsstelle und Ansprechpartner vor Ort. Wir arbeiten eng mit Polizei, Bauhof, Stadtwerken, Presseamt, Festwirten, Schaustellern, Vereinen und weiteren Partnern zusammen“, betont Magdalena Treptow in ihrer Zusammenfassung.
Und auch wenn vieles Wochen oder Monate vorher geplant wird, lasse sich bei Veranstaltungen nicht alles vorhersehen. Deshalb muss während der Volksfestzeit immer auch kurzfristig auf Änderungen, Fragen oder Probleme reagiert und es muss direkt vor Ort eine Lösung gefunden werden.
„Das Volksfest ist für das Ordnungsamt eine intensive Zeit – und ein großer Teil der Arbeit findet dort statt, wo die Besucherinnen und Besucher sie unmittelbar erleben: mitten im Geschehen.“