"Es brennt!": Menschenketten am Tag der Deutschen Einheit

Zusammenstehen für den Erhalt der Lebensgrundlagen: Nach dem Aufruf eines breiten Bündnisses haben sich am Tag der Deutschen Einheit in zahlreichen Städten Menschenketten gebildet. Auch in Hessen fand die Aktion statt.

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"Es brennt!": Menschenketten am Tag der Deutschen Einheit

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Von Kassel bis Darmstadt Menschenketten am Tag der Deutschen Einheit

Zusammenstehen für den Erhalt der Lebensgrundlagen: Nach dem Aufruf eines breiten Bündnisses haben sich am Tag der Deutschen Einheit in zahlreichen Städten Menschenketten gebildet. Auch in Hessen fand die Aktion statt.

Menschenkette

Die Menschenkette soll symbolisch durch weite Teile Deutschlands reichen. Bild © hr

Unter dem Motto "Es brennt!" haben sich am Tag der Deutschen Einheit in bundesweit rund 100 Städten Menschen zu Menschenketten zusammengeschlossen. Die Organisatoren wollten damit für die Umsetzung des Grundgesetzes protestieren, das den Staat verpflichtet, die Lebensgrundlagen für alle zu erhalten.

Videobeitrag Eine Menschenkette

Bild © hr

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Ein Bündnis aus mehr als 25 Organisationen, unter anderem Deutsche Umwelthilfe, Extinction Rebellion, Fridays for Future und die "Omas gegen Rechts" München hatten dazu in bundesweit mehr als 100 Städten aufgerufen.

"Es brennt!": Menschenketten in mehreren Städten in Hessen

Auch in Hessen haben sich Menschen zu Menschenketten zusammengeschlossen. In Kassel beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 500 Menschen an der Menschenkette, in Frankfurt waren es rund 150. In Darmstadt und Marburg kamen jeweils etwa 100 Teilnehmende zusammen.

In Friedberg zählte die Polizei rund 40 Menschen, in Homberg/Ohm (Vogelsberg) waren es mehr als 30 Menschen. Aktionen gab es außerdem in Fulda, Friedrichsdorf (Hochtaunus), Gelnhausen (Main-Kinzig) und Bebra-Imshausen (Hersfeld-Rotenburg).

Das zentrale Symbol der Aktion war ein weißes Blatt Papier. Nach zehn Minuten Schweigen hielten die Teilnehmenden die Blätter hoch. Sie stehen nach Angaben der Organisatoren für einen Neuanfang.

Immer mehr Menschen sterben durch Hitze

Die Teilnehmenden wollten die Aufmerksamkeit auf mehrere Krisen lenken, beispielsweise auf die etwa 15.000 Hitzetoten im Sommer, anhaltende Brände und die Erdüberhitzung. In Hessen starben in diesem Sommer rund 2.200 Menschen durch die Folgen der Hitze.

Parallel eskaliert nach Angaben des Bündnisses die soziale Ungerechtigkeit. Seit 2020 soll das globale Vermögen der Milliardäre um 80 Prozent gestiegen sein, während alle 13 Sekunden auf der Welt ein Kind an Hunger sterbe.