Waldbrand am Möhnesee: B229 bleibt weiter gesperrt, Einsatz wird noch lange andauern

wa.deNRWStand: 14.08.2026, 09:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Feuerwehr ist auch am Freitagmorgen im Einsatz, um den Waldbrand am Möhnesee zu löschen. © Tamara BuckenauerAm Möhnesee ist ein Waldbrand a...

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Waldbrand am Möhnesee: B229 bleibt weiter gesperrt, Einsatz wird noch lange andauern

Stand: 14.08.2026, 09:30 Uhr

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Die Feuerwehr ist auch am Freitagmorgen im Einsatz, um den Waldbrand am Möhnesee zu löschen.

Die Feuerwehr ist auch am Freitagmorgen im Einsatz, um den Waldbrand am Möhnesee zu löschen. © Tamara Buckenauer

Am Möhnesee ist ein Waldbrand auf einer Fläche von rund 60.000 Quadratmetern ausgebrochen. Am Freitagmorgen ist das Feuer unter Kontrolle. Ein Ende ist aber nicht absehbar.

Möhnesee – Update vom 14. August, 9.30: Rund 60.000 Quadratmeter Wald sind derzeit von dem Waldbrand betroffen, erklärt Christian Böddeker, Leiter der Feuerwehr Möhnesee. Derzeit sind rund 60 Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt, weitere Einsatzkräfte werden im Laufe des Tages hinzukommen.

„Die Einsatzmaßnahmen müssen immer noch sehr intensiv durchgeführt werden“, erklärt Böddeker. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Die Feuerwehr rechnet damit, mindestens bis in den Nachmittag hinein im Einsatz zu bleiben.

Wegen der anhaltenden Löscharbeiten bleibt die B229 zwischen Delecke und Arnsberg-Breitenbruch noch für mehrere Stunden voll gesperrt.

Wegen der anhaltenden Löscharbeiten bleibt die B229 zwischen Delecke und Arnsberg-Breitenbruch noch für mehrere Stunden voll gesperrt. © Joel Hunold

Für die Brandbekämpfung wurde eine gesicherte Wasserversorgung aufgebaut. Über eine lange Schlauchleitung wird Wasser von der B229 in den Wald transportiert. Rund 3000 bis 3500 Liter Wasser pro Minute werden in den Wald gepumpt, sagt Böddeker.

Die B229 ist im Bereich des Einsatzortes, zwischen Delecke und Breitenbruch, weiterhin vollständig gesperrt. Die Feuerwehr bittet darum, den Bereich zu meiden. „Wir haben im Moment immer noch eine sehr hohe Waldbrandgefahr und jeder Mensch ist eine zusätzliche Waldbrandgefahr“, warnt Böddecker. „Je weniger hier los ist, desto besser können wir arbeiten.“ Das Restaurant Torhaus bleibt heute voraussichtlich bis mittags geschlossen, verkündete das Team auf Instagram.

Die Delecker Brücke/B229 bleibt wegen eines Waldbrandes am Möhnesee vorerst gesperrt.

Die Delecker Brücke/B229 bleibt wegen eines Waldbrandes am Möhnesee vorerst gesperrt. © Tamara Buckenauer

Update vom 14. August, 8.34 Uhr: Während die Feuerwehr am Möhnesee weiter den Waldbrand in Schach hält, sind die Einsatzkräfte auch an anderen Orten in NRW gefordert. Im Hürtgenwald musste sogar ein ganzer Ort evakuiert werden.

Update vom 14. August, 6 Uhr: Feuerwehrsprecher Marc Schlunz beschreibt die Lage am Freitagmorgen als unverändert: „Die Situation ist so wie gestern Abend. Das Feuer hat sich nicht weiter ausgebreitet.“ Der Waldbrand sei weiterhin unter Kontrolle. In der Nacht waren Löschzüge aus Geseke, Hamm und Unna im Einsatz. Sie sicherten die Brandstellen und die Flanken, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Löscharbeiten werden noch Stunden andauern

Mit Tagesanbruch nimmt die Feuerwehr Möhnesee die Brandbekämpfung im Wald wieder auf. „Gegen 6.30 Uhr werden die Kräfte wieder in den Wald gehen“, erklärt Schlunz. Aufgrund der schwierigen Bedingungen – insbesondere der Topografie und der Dunkelheit im Wald – wurde in der Nacht bewusst auf einen Einsatz im unübersichtlichen Gelände verzichtet.

Für die weiteren Löscharbeiten werden voraussichtlich erneut überörtliche Kräfte benötigt. Bis zum Mittag sollen diese vermutlich in regelmäßigen Abständen nachalarmiert werden. Am Torhaus bleibt die Sammelstelle eingerichtet. Dort war auch die Einsatzleitung während der Nacht durchgehend vor Ort.

Die Wasserversorgung der Einsatzkräfte ist weiterhin sichergestellt. Die Schlauchleitung verläuft über die B229 bis zum Wald. Die B229 bleibt wegen der Löscharbeiten daher „mindestens bis zum Mittag“ und möglicherweise darüber hinaus gesperrt.

Update vom 14. August, 5.45 Uhr: Seit inzwischen mehr als 15 Stunden kämpft die Feuerwehr gegen den Waldbrand am Möhnesee. Am frühen Freitagmorgen teilten die Einsatzkräfte mit: „Die Lage ist weiter statisch.“ Bereits vor Einbruch der Nacht war es gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Waldbrand am Möhnesee

Das Feuer am Möhnesee konnte am späten Abend unter Kontrolle gebracht werden. © Joel Hunold

Von dem Brand sind rund 58.000 Quadratmeter Waldfläche betroffen. Wegen der anhaltenden Löscharbeiten bleibt die B229 zwischen Delecke und Arnsberg-Breitenbruch weiterhin voll gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr wird die Sperrung mindestens bis zum heutigen Mittag aufrechterhalten.

Mehr als 400 Kräfte im Einsatz

[Erstmeldung] Seit Donnerstagnachmittag läuft am Möhnesee ein Feuerwehreinsatz mit hunderten Kräften. Ein Waldbrand hat sich auf eine Fläche von 58.000 Quadratmetern ausgebreitet. Zwischenzeitlich waren rund 480 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen, dem THW und der Polizei vor Ort.

Für den Bereich des Arnsberger Waldes wurde über die App Nina eine Warnung vor Geruchsbelästigung herausgegeben. Diese konnte am Abend wieder zurückgenommen werden. Das Feuer konnte gegen 21 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Eine Entwarnung gab es jedoch noch nicht.

Feuer am Möhnesee: Keine nächtlichen Arbeiten im Wald

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Marc Schlunz kann sich die Lage durch drehende Winde wieder verschärfen. Die örtlichen Kräfte wurden am späten Abend abgelöst. Einsatzkräfte aus Geseke, Hamm und Unna machten sich für die Nacht auf den Weg zum Möhnesee. Marc Schlunz erklärte, dass jedoch nachts aus Sicherheitsgründen nicht auf der Waldfläche gearbeitet werde.

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke lobt die Einsatzkräfte in einer Mitteilung: „Es ist herausragend, was die Einsatzkräfte bei der Hitze und der großen körperlichen Anstrengung bei diesem Waldbrand leisten.“ Bei den hohen Temperaturen ist der Einsatz besonders belastend für die Feuerwehrleute. Unterstützt wurden sie anfangs auch von Mitarbeitern von Wald und Holz, die mit Spezialgeräten Schneisen rund um den Brand fräsen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Auch Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem Kreis Paderborn waren vor Ort. Diese legten laut Schlunz eine Schlauchleitung vom Südufer des Möhnesees in den Wald, um für die Nacht eine sichere Wasserversorgung zu gewährleisten. Auf dem Möhnesee-Turm hatte die Drohneneinheit des Kreises Soest die Lage stets im Blick. Von dort aus ließen die Einsatzkräfte immer wieder drei Drohnen fliegen, um stündlich eine Lagemeldung an die Einsatzleitung über die Ausbreitung des Brandes zu geben.