Waldbrand aktuell: Neue Feuer lodern auf – Feuerwehr fürchtet Hitzewelle
Wichtige UpdatesHitze könnte Flammen im Südwesten Frankreichs wieder anfachen15.000 Menschen kehren nach Waldbränden bei Bordeaux zurückWaldbrände: Behörden warnen vor gesundheitlichen RisikenNeue Waldbrände be...
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Wichtige Updates
Hitze könnte Flammen im Südwesten Frankreichs wieder anfachen
15.000 Menschen kehren nach Waldbränden bei Bordeaux zurück
Waldbrände: Behörden warnen vor gesundheitlichen Risiken
Neue Waldbrände betreffen jetzt auch Portugal
Eileen Wagner
Neue Hitzewelle könnte Lage in Frankreich wieder verschärfen
In Frankreich nährt die Wetterprognose die Sorge, dass sich die Lage trotz erster Entspannung erneut zuspitzen könnte. Der staatliche Wetterdienst Météo-France erwartet für Dienstag im Südwesten des Landes extreme Hitze; für Bordeaux werden Höchstwerte von bis zu 41 Grad vorhergesagt. Die hohen Temperaturen könnten die ausgedörrte Vegetation weiter austrocknen und die Löscharbeiten zusätzlich erschweren.
Paulina Cwiartka

Waldbrände bei Bordeaux: Feuerwehr kämpft gegen neue Flammen
Die Feuerwehr hat ihren Kampf gegen wiederaufflammende Brände in der Region bei Bordeaux auch in der Nacht fortgesetzt. Mit dem Start einer neuen Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad fürchten die Einsatzkräfte, dass große Trockenheit und Wind den zwischenzeitlich eingedämmten Brand wieder unkontrolliert auflodern lassen. Der Wetterdienst Météo France warnte vor einem Anstieg des Waldbrandrisikos.
Am Dienstag hatte es tagsüber bereits 14 Neuausbrüche der Brände in der Region gegeben, wie die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, am Abend sagte. Zum Wiederaufflammen der Brände kam es bei Wind und steigenden Temperaturen in Bereichen, in denen das Feuer in den vergangenen Tagen bereits gewütet hatte. „Der Brand ist stabilisiert, aber nicht unter Kontrolle und dehnt sich nicht weiter aus", sagte die regionale Verwaltungschefin.
Weiterhin seien 2.750 Feuerwehrleute, 23 Löschflugzeuge und über 1.400 Polizeikräfte im Einsatz, sagte die Präfektin. 110 Feuerwehrleute wurden demnach inzwischen im Einsatz verletzt.
Und auch ihren Aufruf an Touristen vom Sonntag, am besten gar nicht in die Region zu reisen, relativierte die Präfektin. Im von den Bränden verschonten Norden des Departements Gironde sei Urlaub problemlos möglich. Im Süden müssten Touristen jedoch die Brandgebiete selbst meiden und sich auf eine mögliche Evakuierung gefasst machen.
Maria Kurth
Behörden: Großbrand im französischen Département Gironde „weiterhin stabilisiert“
Der Großbrand im südwestfranzösischen Département Gironde ist trotz eines stellenweisen Wiederaufflammens nach Behördenangaben „weiterhin stabilisiert“. Das Feuer breite sich vorerst nicht weiter aus, teilte die zuständige Präfektin Sophie Brocas am Dienstagabend mit. An 14 Stellen seien die Flammen im Tagesverlauf erneut ausgebrochen. Dort habe es bereits zuvor gebrannt.
Die Bewohner dreier zuvor evakuierter Orte in der Nähe der Großstadt Bordeaux könnten unter Bedingungen nach Hause zurückkehren, teilte die Präfektin weiter mit. „Wenn sie es wünschen“, könnten die Menschen nach Le Haillan, Mérignac und Eysines zurückkehren. Gegebenenfalls müssten sie die Orte bei einer neuerlichen Bedrohung aber wieder verlassen. Die Bewohner der Ortschaften waren in der Nacht zu Samstag aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu begeben.
Der Brand bei Bordeaux hat in den vergangenen Tagen 42.000 Hektar Fläche verwüstet, rund 220.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Am Dienstag wurden rund 4000 Touristen im Badeort Lacanau zur Evakuierung aufgefordert. Auch in Spanien wüten mehrere verheerende Waldbrände.
Tobias Köberlein
Zwei Löschflugzeuge starten aus dem Harz nach Frankreich
Zwei Löschflugzeuge starten aus dem Harz zur Unterstützung im Kampf gegen die Waldbrände nach Frankreich: Die im Landkreis Harz stationierte "Hexe 1" und eine baugleiche Maschine aus Polen sollen von Ballenstedt aus in die Region Bordeaux fliegen.
Das zweite Flugzeug wird zunächst aus dem polnischen Mielec in den Harz überführt. Sobald die letzten Formalitäten mit den französischen Behörden geklärt sind, sollen beide Maschinen weiter nach Frankreich starten, sagte der Chef des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Kai-Uwe Lohse. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.
Maria Kurth
Zwei Löschflugzeuge starten aus dem Harz nach Frankreich
Zwei Löschflugzeuge starten aus dem Harz zur Unterstützung im Kampf gegen die Waldbrände nach Frankreich: Die im Landkreis Harz stationierte "Hexe 1" und eine baugleiche Maschine aus Polen sollen von Ballenstedt aus in die Region Bordeaux fliegen.
Das zweite Flugzeug wird zunächst aus dem polnischen Mielec in den Harz überführt. Sobald die letzten Formalitäten mit den französischen Behörden geklärt sind, sollen beide Maschinen weiter nach Frankreich starten, sagte der Chef des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Kai-Uwe Lohse. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.
Vermittelt worden sei die Unterstützung über das Bundeskanzleramt. Hintergrund sind die Waldbrände in der Region Bordeaux, wo nach Angaben der französischen Behörden Tausende Feuerwehrleute, Militärangehörige und Löschflugzeuge gegen die Flammen kämpfen.
Maria Kurth
Waldbrände in Frankreich: Deutschland fliegt Material in die Krisenregion
Mit einer erneuten Hitzewelle werden ein Anstieg der Temperaturen und ein Absinken der Luftfeuchtigkeit in Frankreich erwartet. Wie die Feuerwehr erklärte, erschweren Hitze und Wind den Kampf gegen die Flammen, die sich seit dem Wochenende zwar nicht weiter ausgedehnt haben. Damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten kann, wurden am Montag an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet.
Im Einsatz sind 2.750 Feuerwehrleute aus ganz Frankreich und einige auch aus anderen europäischen Ländern, 18 Löschflugzeuge, 1.500 Soldaten sowie 1.440 Polizeikräfte. Aus Deutschland waren am Montagnachmittag zwei Transporthubschrauber und ein Transportflugzeug A400M mit Material in der Krisenregion angekommen.
Michelle Kox
Großbrand bei Bordeaux: 15.000 Menschen dürfen zurück nach Hause
Beim kleineren der beiden Waldbrände südwestlich von Bordeaux gibt es erste Entwarnung: Rund 15.000 Evakuierte konnten in ihre Häuser zurückkehren. Der größere Brand in der Gironde bleibt dagegen kritisch. Zwar hat sich das Feuer seit dem Wochenende nicht weiter ausgebreitet, es flammt aber stellenweise wieder auf. Die vorsorgliche Evakuierung von rund 4.000 Menschen im Badeort Lacanau bleibt bestehen. Mit Blick auf die angekündigte Hitzewelle kämpfen 2.750 Feuerwehrleute gemeinsam mit internationalen Einsatzkräften gegen die Flammen.
Tobias Köberlein
Waldbrände bedrohen Rüstungs- und Raumfahrtindustrie nahe Bordeaux
Eine Sprengstofffabrik, ein Raketenwerk und mehrere Forschungszentren: Der verheerende Waldbrand im Südwesten Frankreichs bedroht auch die Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtindustrie. Die Region Bordeaux ist ein wichtiger Standort der Branchen, manche der Einrichtungen liegen mitten im Kiefernwald. Das Feuer, das seit Mittwoch zwischen dem Atlantik und der Metropole wütet, verwüstete bereits mehr als 42.000 Hektar Land.
„Experten und Mittel“ seien „zum Schutz der Industriestandorte“ im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Allein die ArianeGroup hat vier Standorte in dem gefährdeten Gebiet. Zwei davon liegen in Saint-Médard-en-Jalles, einer evakuierten Gemeinde. Dort werden M51-Raketen mit hochentzündlichem Treibstoff befüllt. Eine weitere Produktionsstätte, die vor allem Triebwerke für die Trägerrakete Ariane 6 herstellt, befindet sich in der Kleinstadt Le Haillan, die die Bewohner ebenfalls verlassen mussten.
Tobias Köberlein
Brände in Frankreich erzeugen gewaltige Feuerwolken
Genährt vom Feuer, können über besonders heißen und großen Waldbränden spezielle Gewitterwolken entstehen. Diese stark rußhaltigen Wolken, Pyrocumulonimbus genannt, schaffen ihr eigenes Wetter. Die Feuerwolken sorgen für gewaltige Windböen, aus ihrem Inneren können Blitze zum Boden zucken.
Möglicherweise sind bei den immensen Bränden in der Nähe von Bordeaux in Frankreich solche Wolken entstanden - was absolut außergewöhnlich wäre. "Sie sind in Europa sehr selten", sagte Jason Müller, der am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig diese Wolkenform erforscht. In Portugal habe es 2017 welche gegeben, sonst seien keine bekannt.
Die Feuerwolken entstehen, wenn die Hitze eines extrem intensiven Vegetationsbrandes die Rauchsäule so weit nach oben treibt, dass sich in der Höhe Eis bildet und die Wolken bis in die Tropopausen-Region reichen, also je nach Region mindestens 8 bis 13 Kilometer hoch, auf der Höhe von Langstreckenfliegern. In der Fachliteratur werden solche Wolken vor allem in den USA, Kanada und Australien beschrieben.
Pia Pentzlin

„Kriegsähnliches Szenario“: Das steckt hinter der Feuerwolke in Frankreich
In Frankreich hat sich während der Großbrände eine Feuerwolke gebildet, auch Pyrocumulonimbu. Was bisher nur in den USA oder Australien bekannt war, tritt jetzt erstmals im Süden Europas auf. Wie entsteht so eine Wolke und warum erschwert sie die Löscharbeiten der Feuerwehr? Alle Einzelheiten im Artikel.
Louisa Thönig

Tausende Touristen werden aus Badeort Lacanau evakuiert
Tausende Touristen werden an der französischen Atlantikküste wegen der bedrohlichen Waldbrandlage am bekannten Badeort Lacanau evakuiert. Die Präfektur in Bordeaux ordnete am Vormittag die Räumung von Campingplätzen und Feriensiedlungen in Lacanau und Lacanu Océan an. Die Urlauber sollten sämtliches Gepäck mitnehmen und die Anordnungen der Ordnungskräfte strikt befolgen. Es geht um rund 4.000 Menschen. Der Ort Lacanau und seine Einwohner seien von der Evakuierung zunächst nicht betroffen, hieß es.
Wie die Behörden betonten, handelt es sich um eine vorsorgliche Evakuierung angesichts der weiteren Wetterentwicklung. Mit einer erneuten Hitzewelle wird ein Anstieg der Temperaturen und ein Absinken der Luftfeuchtigkeit erwartet. Wie die Feuerwehr am Vormittag erklärte, erschweren Hitze und Wind den Kampf gegen die Flammen, die sich seit dem Wochenende zwar nicht weiter ausgedehnt haben. Tausende Einsatzkräfte sind aber weiter mit der Bekämpfung von Brandherden beschäftigt.
Pia Pentzlin

Flächenbrand in Süditalien wieder erfolgreich bekämpft
Zum zweiten Mal binnen 30 Tagen ist im süditalienischen Apulien ein bedrohlicher Flächenbrand erfolgreich gelöscht worden, bevor er auf Städte übergriff. Wie das lokale Portal Foggia Today am Dienstag berichtete, gelang es mit einem Großeinsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern, den Brand zwischen den beliebten Küstenorten Vieste und Peschici zu stoppen. Die Orte liegen auf der Halbinsel Gargano, die geografisch als Sporn am Stiefel Italiens bekannt ist.
Das von starken Winden angefachte Feuer hatte am Sonntag zu einer spektakulären Evakuierung von Strandurlaubern auf dem Seeweg durch die Küstenwache geführt. Bereits Ende Juni hatte es auf dem Gargano weiter landeinwärts einen gefährlichen Flächenbrand gegeben. Er drohte, sich wie schon im Vorjahr bis nach San Giovanni Rotondo auszuweiten.
Pia Pentzlin

Hitze könnte Flammen im Südwesten Frankreichs wieder anfachen
Die Waldbrandsituation im Südwesten Frankreichs ist nach Angaben der Behörden nach einer „ruhigen“ Nacht am Dienstagmorgen „stabil“. Mehrere nächtliche Brandentwicklungen nördlich von Le Porge und nördlich von Cap-Ferret konnten „dank des Einsatzes der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden“, erklärte die zuständige Präfektur in der Gironde. Die durch das Feuer vernichtete Fläche habe sich nicht vergrößert.
Den Angaben zufolge sind Helfer weiterhin damit beschäftigt, „Brandschneisen zu schlagen, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern“. Demnach erstreckten sich die „taktischen Schneisen“ bereits über eine Länge von mehr als 103 Kilometern. Weiterhin teilweise gesperrt waren die Autobahn 63 und Bahnstrecken in der Region.
Auch eine neue Evakuierungsaufforderung für rund 4000 Touristen wurde im Badeort Lacanau in der Gironde herausgegeben. Sie würden nach Carcans und Castelnau-de-Médoc geleitet, erklärte die Präfektur.
Der französische Wetterdienst prognostiziert derweil einen Temperaturanstieg auf bis zu 35 Grad Celsius im Landesinneren und auffrischende Südostwinde. Beides könnte die Flammen am Dienstag erneut anfachen.
Tobias Köberlein
15.000 Menschen kehren nach Waldbränden bei Bordeaux zurück
Während ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften weiter die großen Waldbrände bei Bordeaux bekämpft, haben rund 15.000 evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren können. Es handelt sich um Bewohner von Orten eines Gebiets bei Biscarrosse, in dem die Feuerwehr den Brand am Montag unter Kontrolle bekommen hatte, wie die Präfektur des Departements Landes mitteilte. Im flächenmäßig größeren Brandgebiet des Departements Gironde dehnte sich das Feuer in der Nacht nicht weiter aus. Die Situation dort ist somit seit rund zwei Tagen stabil.
Angesichts einer nach wie vor sehr unvorhersehbaren Lage bleibe die Einsatzbereitschaft aber uneingeschränkt erhalten, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. Mit Beginn einer neuen Hitzewelle werde mit einem deutlichen Temperaturanstieg und einem Rückgang der Luftfeuchtigkeit gerechnet. Sport- und Kulturveranstaltungen wurden im gesamten Departement vorläufig untersagt.
Pia Pentzlin

Frankreich: "Feuer des Jahrhunderts"
Gegenüber der "BBC" äußerte sich Jermoe Steffe, Bürgermeister von Cestas, einer Stadt südlich von Bordeaux. Mit Blick auf die anhaltenden Waldbrände sagte er, dass es „das Feuer des Jahrhunderts sein“ werde.
Erst vor zwei Tagen seien nachts 17.000 Menschen in Cestas evakuiert worden. " In meiner Stadt ist die Situation wirklich katastrophal." Gegenüber dem Sender "BFMTV" hatte Steffe gesagt, dass die Stadt mittlerweile "glücklicherweise menschenleer" sei. Es gebe allerdings einige Menschen, die ihr Haus nicht verlassen wollen. In der Region seien laut Steffe bisher 42.000 Hektar Land verbrannt und 240 Häuser zerstört worden. „Angesichts dieser Situation haben wir alle Angst.“
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