Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen notieren uneinheitlich – KI-Zuversicht hilft Nasdaq

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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen notieren uneinheitlich – KI-Zuversicht hilft Nasdaq

Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen notieren uneinheitlich – KI-Zuversicht hilft Nasdaq

Der Technologiesektor gibt den US-Märkten auch am Dienstag Rückenwind. Die Ölpreise fallen weiter und die Hoffnungen auf Gespräche der USA mit dem Iran und China halten an.

Straßenschild an der New Yorker Wall Street. Foto: dpa

New York. Nach einem sehr positiven Vortag zeichnet sich auch am Dienstag ein optimistischer Handelstag an der Wall Street ab. Fallende Ölpreise und neue Zuversicht rund um das Thema Künstliche Intelligenz geben der Wall Street Auftrieb.

  • Der Dow Jones der Standardwerte liegt 0,3 Prozent im Minus bei
    51.879 Punkten.
  • Der breit gestreute S&P 500 liegt unverändert bei 7771 Punkten.
  • Der technologielastige Nasdaq Composite rückt um 0,5 Prozent auf 27.251 Zähler vor.
  • Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, legt 0,7 Prozent zu auf 30.685 Punkte.

Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com, erklärt den Verlauf so: „Die Wall Street profitiert derzeit vor allem von der starken Gewinnentwicklung der US-Technologiekonzerne und neuer Zuversicht rund um das KI‑Thema.“ Dahinter stehe ein einfaches Marktbild: starke Unternehmensgewinne auf der einen Seite, geopolitische Risiken und Zinsunsicherheit auf der anderen. Zuletzt habe am Markt wieder das optimistischere Szenario rund um den KI-Trade überwogen, auch weil die geopolitischen Risiken etwas nachließen, so Rodda.

Ölpreis sinkt wieder

Das KI-Thema ist nach Einschätzung von Rodda jedoch nicht der einzige Treiber. Deutlich fallende Rohölpreise entlasten demnach vor allem konjunkturabhängige Aktien. Am Dienstag verbilligt sich die Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im November leicht und fällt auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Auch das US-Leichtöl WTI liegt mit einem Preis von 92 unter seinem Preis vom Vortag. Am Dienstagmorgen waren die Kosten für ein Barrel Brent noch auf 102 US-Dollar gestiegen.

Grund für den sinkenden Ölpreis dürfte sein, dass der Iran kurz vor Beginn der UN-Generaldebatte in New York eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus in Aussicht gestellt hat, falls die USA ihre Blockade aufheben. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag, das Treffen bei den Vereinten Nationen sei eine „goldene Gelegenheit“, die Diplomatie wiederzubeleben.

Zusätzlich testet Saudi-Arabien Berichten zufolge einen Neustart seiner Ost-West-Pipeline. Die USA müssten offiziell erklären, dass sie das Problem diplomatisch lösen wollten und dann einem Zeitplan für das weitere Vorgehen zustimmen, sagte der iranische Vertreter.

Der Iran habe seinen jüngsten Vorschlag am 16. September über Vermittler an Washington weitergeleitet. US-Außenminister Marco Rubio erklärte im Sender NBC, die USA seien offen für Gespräche mit den Iranern, „insbesondere, wenn sie die Aussicht haben, zu etwas Positivem zu führen“.

Trump spricht bei UN-Generalversammlung

Konstruktivere Signale in den Beziehungen der USA zu Iran und China tragen zur guten Stimmung bei. Bei der UN-Generalversammlung am Dienstag in New York, bei der US-Präsident Donald Trump sprach, klangen hingegen weniger versöhnliche Töne an. Trump thematisierte in seiner Rede insbesondere seine eigene Politik und lobte ein neues Abkommen zwischen den USA und Dänemark bezüglich Grönland.

Trump, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen unterzeichneten am Rande der UN-Generalversammlung eine Vereinbarung, in der es um Sicherheitsinteressen geht.

Die hohe Nachfrage nach Metas neuem Chatbot „Muse“ hat unter den Anlegern zu neuer Zuversicht für die KI-Branche und für Rückenwind im Nasdaq gesorgt. Markus Koch erklärt, warum der neue KI-Chatbot nicht nur dem Facebook-Konzern hilft.

Die drei Parteien hatten vor wenigen Tagen überraschend einen Durchbruch im Streit um die Insel verkündet. Trump zufolge sichern sich die USA mit der Vereinbarung etwa weitreichende Befugnisse zur Verteidigung der Arktisinsel. Die dänische und grönländische Seite hatten die Darstellungen Trumps in dieser Form zunächst nicht bestätigt.

Zum Thema Irankrieg sagte Trump in seiner Rede bei der UN: „Ich muss eine wichtige Entscheidung treffen.“ Soll er entweder einen Deal abschließen oder „soll ich sie zur Hölle schicken“? In seinen Augen sei letzteres nicht notwendig, weil der Iran sich auf einen Deal einlassen würde.

Die Führung in Teheran würde warten, bis die Midterm-Wahlen am 3. November durch seien und dann einen Deal mit ihm abschließen. „Ich renne nicht“, sagte Trump. „Ich glaube, wir werden direkt nach der Wahl eine Einigung erzielen, weil es für sie keinen Sinn ergibt, dies nicht zu tun“, sagte Trump. Die iranische Delegation bei der Versammlung verließ während der Rede des US-Präsidenten den Saal.

Zuvor hatte sich Trump offen für ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gezeigt. Seit dem Scheitern eines Interimsabkommens zur Beendigung des Krieges im Juli hat es keine bekannten direkten Gespräche zwischen beiden Seiten gegeben.

Besonderes Gewicht erhält bei der UN-Generalversammlung nun noch das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping am Donnerstag. „Chinas politische Prioritäten dürften vorwiegend innenpolitisch bleiben, jedoch könnte ein Treffen, das für mehr Vorhersehbarkeit in den bilateralen Beziehungen sorgt, das Vertrauen der Wirtschaft stärken und das Risiko einer abrupten Eskalation verringern“, schreiben die Analysten der Großbank UBS.

Die USA und China sind derzeit aufeinander angewiesen: die USA auf seltene Erden aus China, und die Volksrepublik auf KI-Chips aus Amerika. Beide Länder dürften daher versuchen, das fragile Gleichgewicht zwischen ihren Nationen zu bewahren.

Notenbank im Blick

Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in der vergangenen Woche den Leitzins angehoben hatte, stehen für Dienstag Reden gleich mehrerer Notenbanker an: Fed-Vizepräsident Philip Jefferson, John Williams, Chef der New Yorker Fed, sowie Tom Barkin, Chef der Fed in Richmond. Marktteilnehmer erhoffen sich davon Hinweise, ob weitere Schritte gegen die weiterhin zu hohe Inflation folgen.

Am Markt wird die Ausgabe neuer US-Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit im Volumen von 69 Milliarden Dollar erwartet. Seit der jüngsten Fed-Zinserhöhung muss die US-Regierung mit höheren Zinskosten kalkulieren. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe fiel am Dienstag auf 4,93 Prozent.

Einzelwerte im Fokus:

On: Der Sportartikelhersteller On kündigt eine neue Langfristprognose an. Außerdem will das Unternehmen bis Ende 2029 eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar zurückkaufen. Die in den USA notierten Aktien des Schweizer Unternehmens legen zum Handelsstart um 10,3 Prozent zu.

GameStop: Ein erneuter Aktienkauf des Konzernchefs Ryan Cohen gibt der Aktie des Videospielhändlers Auftrieb. Cohen hatte am Montag etwa 1,15 Millionen Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 22,95 Dollar erworben, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Der Wert des Zukaufs beläuft sich auf circa 26,4 Millionen Dollar. Bereits Anfang des Monats hatte der Vorstandsvorsitzende den Kauf einer Million Aktien offengelegt. Sein direkter Anteil erhöht sich damit auf rund 40,5 Millionen Aktien. Rechnet man Optionsscheine hinzu, beläuft sich sein Anteil auf etwa 8,7 Prozent. Die GameStop-Aktie steigt um 4,2 Prozent.

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Shopify: Eine Partnerschaft mit Meta im Bereich Künstlicher Intelligenz beflügelt die Aktien von Shopify. Der neue KI-Assistent „Muse“ des Instagram-Mutterkonzerns soll künftig für Nutzer Einkäufe im gesamten Netzwerk der Shopify-Händler abwickeln können, wie die Unternehmen mitteilten. Die Aktie notiert 7,2 Prozent im Plus.

Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters.

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