So anders spielt sich das neue D&D-Abenteuer Warlock

Nach dem gewaltigen Erfolg von Baldur's Gate 3 wird sich vermutlich jedes neue D&D‑Spiel erst einmal mit Larians Rollenspiel messen lassen müssen. Warlock: Dungeons & Dragons versucht allerdings gar nic...

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So anders spielt sich das neue D&D-Abenteuer Warlock

Nach dem gewaltigen Erfolg von Baldur's Gate 3 wird sich vermutlich jedes neue D&D‑Spiel erst einmal mit Larians Rollenspiel messen lassen müssen. Warlock: Dungeons & Dragons versucht allerdings gar nicht, diesen Vergleich zu gewinnen.

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Invoke Studios entwickelt kein klassisches Party-Rollenspiel mit Würfeln, aufwendigen Charakterbögen und unzähligen Dialogentscheidungen. Stattdessen erwartet euch ein düsteres Singleplayer-Action-Adventure über eine Heldin, deren große Macht offenbar einen ebenso hohen Preis hat.

Und genau das macht Warlock für uns schon jetzt so spannend. Invoke versucht gar nicht erst, das komplexe Regelwerk von Dungeons & Dragons möglichst vorlagegetreu ins Spiel zu pressen. Stattdessen nimmt sich das Studio eine der spannendsten Klassen des Fantasy-Universums, ihre besondere Magie und eine düstere Welt voller D&D‑Lore und baut daraus ein eigenes Abenteuer.

Im Mittelpunkt stehen Kaatri, ihr Pakt mit Tasha und vor allem ihre Magie, mit der sich offenbar weit mehr anstellen lässt, als Bösewichten den Garaus zu machen. Genau das gibt Warlock für uns schon jetzt eine eigene Identität, statt einfach nur Baldur's Gate 3 mit mehr Action sein zu wollen.

  1. Seite 1 Warlock zeigt endlich Gameplay und seine beste Idee steckt in der Magie

    1. 1.1 Nach Baldur’s Gate 3 geht Invoke bewusst in die andere Richtung

    2. 1.2 Warlock spielt nicht in Faerûn, sondern in einer Horrorwelt

    3. 1.3 Tasha macht Kaatris Pakt viel spannender

  2. Seite 2 So funktioniert die Magie im Gameplay

    1. 2.1 Magie kann viel mehr, als nur Gegner explodieren zu lassen

    2. 2.2 Die Kämpfe wirken manchmal wie kleine Rätsel

  3. Seite 3 Fortschritt, Open World und das Potenzial von Warlock

    1. 3.1 Die Open World soll lieber dicht als riesig werden

    2. 3.2 Und genau jetzt wird Warlock wirklich interessant

    3. 3.3 Ein paar Gedanken zum Gameplay

  4. Seite 4 Bildergalerie

Auf der Gamescom 2026 hat Invoke erstmals ausführlich gezeigt, wie sich Warlock tatsächlich spielt. Bei der Opening Night Live bekamen wir nicht nur Tasha vollständig zu sehen. Das Gameplay zeigt vor allem, wie stark Kämpfe, Erkundung, Rätsel und Kaatris Magie miteinander verbunden sind.

Für uns war das der Moment, in dem aus einer interessanten Idee plötzlich ein Spiel wurde, das wir deutlich besser greifen können. Und einige der neuen Details machen Warlock sogar noch spannender.

Warlock: Dungeons & Dragons soll 2027 für PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S erscheinen. Einen genauen Termin gibt es weiterhin nicht.

Nach Baldur's Gate 3 geht Invoke bewusst in die andere Richtung

Wer bei einem neuen Spiel aus dem D&D‑Universum sofort an eine große Heldengruppe, einen aufwendigen Charaktereditor und stundenlange Gespräche mit Gefährten denkt, muss sich bei Warlock erst einmal umgewöhnen.

Warlock ist kein klassisches Rollenspiel, sondern ein Third Person Action Adventure in einer offenen Dark-Fantasy-Welt. Ihr steuert ausschließlich Kaatri und müsst euch auch nicht mit den typischen Würfelmechaniken des Tabletop-Rollenspiels beschäftigen. Invoke möchte ausdrücklich keine digitale Version des D&D‑Regelwerks bauen.

Das gefällt uns an dem Ansatz tatsächlich gut. Ihr sollt Warlock auch dann verstehen und spielen können, wenn ihr noch nie einen Charakterbogen ausgefüllt oder einen zwanzigseitigen Würfel in der Hand gehalten habt. Auch auf verzweigte Dialogentscheidungen wie in Baldur's Gate 3 verzichtet das Spiel bewusst.

Auf den ersten Blick klingt das natürlich nach weniger Freiheit und einer deutlich stärker geführten Geschichte. Das neue Gameplay zeigt aber ziemlich gut, wohin Invoke diese Freiheit verschieben möchte. Aber beurteilt am besten selbst:

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Warlock soll nicht davon leben, wie viele Gesprächsoptionen ihr anklickt, sondern davon, wohin ihr geht, welche Magie ihr findet und wie ihr eure Fähigkeiten einsetzt. Die Entwickler sprechen inzwischen sogar von einer durch Erkundung bestimmten Open World, in der ihr unterschiedliche Wege einschlagen und Geheimnisse selbst entdecken könnt.

Warlock spielt nicht in Faerûn, sondern in einer Horrorwelt

Die Gamescom-Präsentation räumt außerdem mit einer wichtigen offenen Frage auf. Warlock spielt in Darkon, einer der sogenannten Domänen des Schreckens von Ravenloft. Diese abgeschlossenen Horrorwelten liegen im Schattenfell und werden von allerlei dunklen Mächten geprägt. Darkon gehört quasi zu den klassischen Reichen dieses Settings.

Das passt deutlich besser zu Warlock als die vergleichsweise vertrauten Landschaften der Vergessenen Reiche. Die Welt wirkt im Gameplay feindselig, unheimlich und stellenweise fast schon grotesk. Genau der richtige Ort für eine Geschichte über verbotene Magie und einen Pakt, bei dem wir noch gar nicht wissen, was er Kaatri am Ende kosten wird.

Kaatris erstes großes Abenteuer führt sie direkt vor die Tore von Darkon.
Bildquelle: Invoke

Kaatris erstes großes Abenteuer führt sie direkt vor die Tore von Darkon.

Kaatri selbst stammt offenbar nicht aus Darkon. Sie ist dort auf einer persönlichen Suche nach einem Menschen, der ihr besonders ans Herz gewachsen ist. Dabei gerät sie an Tasha und lässt sich auf den gefährlichen Pakt ein, der ihr ihre Kräfte verleiht.

Ganz allein ist sie übrigens nicht unterwegs. Ein kleiner Imp begleitet Kaatri durch Darkon und hilft ihr dabei, sich in dieser fremden Welt zurechtzufinden. Eine klassische Party wie in Baldur's Gate 3 bekommt ihr dadurch zwar nicht, ganz einsam wird die Reise aber offenbar ebenfalls nicht.

Tasha bietet Kaatri einen Pakt an und weiß genau, dass die verzweifelte Frau in ihrer Lage kaum eine andere Wahl hat.
Bildquelle: Invoke

Tasha bietet Kaatri einen Pakt an und weiß genau, dass die verzweifelte Frau in ihrer Lage kaum eine andere Wahl hat.

Tasha macht Kaatris Pakt viel spannender

Der vielleicht spannendste Unterschied steckt schon im Namen des Spiels. Warlocks, auf Deutsch Hexenmeister, bekommen ihre Kräfte in Dungeons & Dragons nicht einfach durch jahrelanges Studium. Ihre Macht entsteht durch die Verbindung zu einem mächtigen, beinahe gottgleichen Wesen.

Auf den ersten Blick klingt so ein Pakt natürlich verlockend. Große Macht gegen ein kleines Versprechen, was soll da schon schiefgehen? Eine ganze Menge. Denn ein Patron kann Verbündeter, Lehrer oder Beschützer sein. Er kann seinen Hexenmeister aber ebenso gut manipulieren, für die eigenen Ziele benutzen oder irgendwann eine Gegenleistung verlangen.

Genau an diesem Punkt setzt Warlock an. Kaatri ist keine unerfahrene Abenteurerin, sondern eine kampferprobte Kriegerin, die auf ihrer persönlichen Suche einen Pakt eingeht. Ihr Patron ist dabei keine Unbekannte: Kaatri hat sich ausgerechnet mit Tasha verbunden, einer der bekanntesten Figuren der D&D‑Geschichte.

Tasha ist eine der bekanntesten und mächtigsten Magierinnen im D&D‑Universum. Sie wurde von Baba Yaga aufgezogen, wurde später als Iggwilv berüchtigt und beschäftigte sich intensiv mit Dämonen und verbotener Magie. In ihrer langen Geschichte wurde sie schließlich selbst zu einer mächtigen Erzfey.
Bildquelle: Invoke

Tasha ist eine der bekanntesten und mächtigsten Magierinnen im D&D‑Universum. Sie wurde von Baba Yaga aufgezogen, wurde später als Iggwilv berüchtigt und beschäftigte sich intensiv mit Dämonen und verbotener Magie. In ihrer langen Geschichte wurde sie schließlich selbst zu einer mächtigen Erzfey.

Tasha wird in Warlock von Maggie Robertson gespielt, die viele bereits als Lady Dimitrescu aus Resident Evil Village oder Orin aus Baldur's Gate 3 kennen dürften. Kaatri wird von Tricia Helfer verkörpert, die unter anderem EDI in Mass Effect gesprochen hat.

Ihr fangt also nicht bei null an, sondern zieht mit einer erfahrenen Kämpferin und enormer magischer Macht ins Abenteuer. Trotzdem soll Kaatri im Laufe des Spiels noch deutlich stärker werden. Doch Tasha schenkt Kaatri diese gewaltige Macht natürlich nicht einfach aus reiner Freundlichkeit. Was sie dafür verlangt, führt direkt zu einem der wichtigsten Gameplay-Systeme von Warlock und zeigt, wie ungewöhnlich Invoke mit Magie umgehen möchte.

  1. Seite 1 Warlock zeigt endlich Gameplay und seine beste Idee steckt in der Magie

  2. Seite 2 So funktioniert die Magie im Gameplay

  3. Seite 3 Fortschritt, Open World und das Potenzial von Warlock