Was auf dem Konto sein sollte, bevor der erste ETF gekauft wird

StartseiteWirtschaftStand: 06.09.2026, 14:30 UhrKommentareUns auf Google folgenWas auf dem Konto sein sollte, bevor der erste ETF gekauft wird. © IMAGO/Sascha SteinachWer sofort loslegt, überspringt Schritte, d...

  • 3 min read
Was auf dem Konto sein sollte, bevor der erste ETF gekauft wird

Stand: 06.09.2026, 14:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Geldscheine und Buchstabensteine mit dem Schriftzug ETF

Was auf dem Konto sein sollte, bevor der erste ETF gekauft wird. © IMAGO/Sascha Steinach

Wer sofort loslegt, überspringt Schritte, die später fehlen. Was wirklich erledigt sein sollte, bevor das erste Wertpapier gekauft wird.

Der Impuls ist verständlich. Alles gelesen, alles verstanden, jetzt endlich anfangen. Den ETF kaufen, den Sparplan einrichten, loslegen.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Fortunalista ist eine Plattform für Finanzbildung, die sich ausschließlich an Frauen richtet.
Wer die Grundlage gelegt hat und jetzt mit einem echten Plan in den ersten ETF-Kauf starten möchte, findet im kostenlosen Webinar „6 Schritte Anlagestrategie“ von Fortunalista den nächsten Schritt. Sechs Schritte, eine Strategie, die zur eigenen Situation passt. Kein weiteres Recherchieren, kein irgendwie. Endlich Klarheit.
Jetzt kostenlos zum Webinar anmelden

Was dabei manchmal übersehen wird: Ein ETF-Depot ist nicht der erste Schritt. Es ist der dritte oder vierte. Was davor passieren sollte, entscheidet darüber, ob das Depot in einer Krise hält oder nicht.

„Wer investiert, ohne die Grundlage zu haben, riskiert, zum falschen Zeitpunkt verkaufen zu müssen“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Was dabei verloren geht, ist nicht nur Geld. Es ist das Vertrauen ins eigene System.“

Was zuerst da sein muss

Ein schuldenfreies Girokonto.

Was dabei gemeint ist: kein dauerhafter Dispokredit. Wer permanent im Minus lebt, zahlt 10 bis 15 Prozent Zinsen jährlich auf den Negativbetrag. Was ein ETF historisch bringt: rund 7 Prozent jährlich.

Die Rechnung ist eindeutig. Wer Dispozinsen zahlt und gleichzeitig in ETFs investiert, verliert netto Geld. Was zuerst erledigt werden muss: den Dispo auf null bringen.

Was dabei nicht gemeint ist: schuldenfreies Leben um jeden Preis. Eine Hypothek mit niedrigem Zinssatz kann parallel zum ETF-Depot laufen. Was nicht parallel laufen sollte: hochverzinste Konsumschulden.

Ein Notgroschen.

Was dabei die wichtigste Vorbedingung für jedes Depot ist: drei bis sechs Nettomonatsgehälter auf einem separaten Tagesgeldkonto. Liquid, sicher, jederzeit verfügbar.

Was ohne Notgroschen passiert: Die nächste unerwartete Ausgabe, eine Autoreparatur, eine Nachzahlung, eine Kündigung, trifft direkt das Depot. Was dabei das Problem ist: Wenn das Depot gerade im Minus steht, weil der Markt korrigiert, muss trotzdem verkauft werden. Was dabei realisiert wird: ein Verlust, der hätte verhindert werden können.

Was der Notgroschen leistet: Er verhindert den erzwungenen Verkauf zum falschen Zeitpunkt.

Ein grobes Monatsbudget.

Was dabei nicht perfekt sein muss: eine detaillierte Tabelle mit zwanzig Kategorien. Was bekannt sein sollte: Wie viel kommt monatlich rein? Wie viel geht für Fixkosten raus? Was bleibt?

Diese drei Zahlen zeigen, wie viel monatlich in einen Sparplan fließen kann, ohne dass es im Alltag spürbar wird.

Was dabei der häufige Fehler ist: einen Sparplan einrichten, der zu hoch angesetzt ist, weil das Budget nie wirklich analysiert wurde. Was dann passiert: Der Sparplan wird nach zwei Monaten pausiert. Was pausiert wird, läuft meistens nicht wieder an.

Ein Freistellungsauftrag.

Was dabei direkt nach der Depoteröffnung eingerichtet wird: ein Freistellungsauftrag über 1.000 Euro. Was dabei passiert: Die ersten 1.000 Euro Kapitalerträge jährlich bleiben steuerfrei. Was ohne Freistellungsauftrag passiert: Abgeltungssteuer auf alle Erträge, auch wenn der Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist.

Was dabei zwei Minuten dauert und jahrelang wirkt: den Freistellungsauftrag beim Broker einrichten. Direkt bei der Depoteröffnung.

Was nicht abgewartet werden muss

Vollständiges Finanzwissen. Den perfekten Marktmoment. Ein bestimmtes Mindestkapital.

Was gebraucht wird: kein Dispo, ein Notgroschen, ein grobes Budget, ein Freistellungsauftrag. Vier Dinge. Wenn sie vorhanden sind, kann angefangen werden.

Fazit

Ein ETF-Depot ist kein erster Schritt. Es ist das Ergebnis einer Grundlage, die vorher gelegt wurde.

Wer diese Grundlage hat, investiert mit mehr Stabilität, hält in Krisen durch und trifft keine erzwungenen Entscheidungen.