Was die KI nie könnte, können wir schon lang

Ella Kurowski Was die KI nie könnte, können wir schon lang Bei aller Manie um künstliche Intelligenz rücken gefinkelte Kampagnen und gewitzte Videos derzeit den Menschen zurück in den Fokus. Lasst uns ...

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Was die KI nie könnte, können wir schon lang

Ella Kurowski

Was die KI nie könnte, können wir schon lang

Bei aller Manie um künstliche Intelligenz rücken gefinkelte Kampagnen und gewitzte Videos derzeit den Menschen zurück in den Fokus. Lasst uns es ihnen gleich tun!

Kommentar

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Ella Kurowski

Eine Straßenszene in einer Stadt mit einem großen Werbeplakat auf einer Backsteinwand. Auf dem Plakat steht: „A.I. CAN’T GENERATE SAND BETWEEN YOUR TOES“ und zeigt ein Polaroid-Bild einer Person im Sand. Unten steht der Slogan von Polaroid. Autos und Fußgänger sind in Bewegung, die Umgebung zeigt moderne Gebäude im Hintergrund.
Wenn Polaroid sich aktiv gegen die KI positioniert, bedeutet das zweierlei: Erstens eine äußerst gelungene Marketing-Strategie. Zweitens einen Impuls, uns etwas davon abzuschauen.

Große Firmen machen es uns vor und wir sollten hinterherziehen: Sich mit dem Menschlichen brüsten. Anti-AI-Marketing nennt sich das, was Polaroid auf den Straßen New Yorks fabrizierte und gerade immer populärer wird. Während sich die "bösen" Unternehmen eifrig auf die KI stürzen, verhöhnen die "Guten" sie also. Und die jungen Menschen, die der KI gegenüber ohnehin immer skeptischer gegenüber stehen, springen online darauf auf. Recht haben sie.

Denn so sehr die KI auch tobt und wuchert und gedeiht, sie wird vom Wesentlichen, vom schlichten Menschsein, nie etwas verstehen.

"AI could never"

Besonders in der kreativen Sphäre wird das zum Triumph. Egal, ob Musik, Film, Theater, Literatur, Malerei oder auch die Werbung – Kunst braucht den Menschen dahinter. Ja, auch an dieses Terrain wagt sich die KI schon heran. Allerdings ist das ein Widerspruch an sich und das Produkt weit entfernt von dem, was es vorgibt zu sein. Schließlich geht es im künstlerischen Schaffen doch vorrangig um den Prozess und weniger um das Ergebnis. Stecken hinter Kunst keine Eindrücke und Empfindungen, verliert sie ihren Sinn.

Also: Das wertvollste, was wir momentan in jeder Hinsicht besitzen, ist unsere Menschlichkeit. Solange wir uns diese behalten, haben wir der KI so vieles voraus. Soll sie doch halluzinieren, kopieren und immer nur parieren. Wie schön und rebellisch ist es, bei aller Effizienz zu trödeln, bei aller Gefälligkeit launisch und bei aller Kalkulation unberechenbar zu sein. Raubt der KI den Atem und holt selbst tief Luft! (Ella Kurowski, 18.8.2026)

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