Wegebau im Fokus bei Volkmarser Waldbegang

Beim Waldbegang in Volkmarsen besichtigten über 50 Teilnehmer einen frisch ausgebauten Waldweg. Anschließend erklärte Sägewerk-Geschäftsführer Michael Decker, was mit dem geschlagenen Holz passiert.

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Wegebau im Fokus bei Volkmarser Waldbegang

Stand: 16.10.2026, 14:00 Uhr

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Volkmarsen. Der Waldbegang führte an den neuen Waldweg unterhalb der Steigerhütte. Hier erklärte Revierleiter Rainer Götz (rechts) rund 50 Interessierten die Beschaffenheit.

Interessierte Zuhörerschaft: Der Waldbegang führte an den neu aufgearbeiteten Waldweg unterhalb der Steigerhütte. Hier erklärte Revierleiter Rainer Götz (rechts) rund 50 Interessierten die Beschaffenheit. © Foto: Heike Saure

Beim Waldbegang in Volkmarsen besichtigten über 50 Teilnehmer einen frisch ausgebauten Waldweg. Anschließend erklärte Sägewerk-Geschäftsführer Michael Decker, was mit dem geschlagenen Holz passiert.

Volkmarsen – Der Waldbegang der Stadt Volkmarsen traf auf besonders großes Interesse. Mehr als 50 Interessierte der städtischen Gremien, Ortsbeiräte, Nabu-Vertreter, Angehörige von Forstunternehmen, Wildschadenschätzer, Ehrenamtliche der bürgerschaftlichen Liegenschaftsarbeit und der Jagdgenossenschaften kamen der Einladung nach und machten sich mit der Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH auf den Weg zum Waldweg unterhalb der Steigerhütte. Anschließend erklärte Michael Decker, Geschäftsführer der Decker Holz GmbH, was mit dem Holz passiert, nachdem es im Wald geschlagen wurde.

Volkmarsen. Beim Waldbegang erklärte der Geschäftsführer der Decker Holz GmbH, Michael Decker (links), den rund 50 Interessierten, was mit dem Holz passiert, wenn es erst einmal im Wald rund um Volkmarsen geschlagen wurde.

Volkmarsen. Beim Waldbegang erklärte der Geschäftsführer der Decker Holz GmbH, Michael Decker (links), den rund 50 Interessierten, was mit dem Holz passiert, wenn es erst einmal im Wald rund um Volkmarsen geschlagen wurde. © Foto: Heike Saure

Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Waldwegebau von Wirtschaftswegen. Auf die spezielle Maßnahme unterhalb der Steigerhütte hatte die Kommunalwald Waldeck-Frankenberg GmbH als Waldbewirtschafter schon länger gewartet. Doch laut Forstbetriebsleiter André Schulenberg hatte man erst die Förderung für die 27.000 Euro teure Maßnahme abgewartet. Die Pflege und der Erhalt der Waldwirtschaftswege sei auch deshalb so wichtig, weil sie sowohl im Brandfall als Schneisen als auch als Rettungswege dienen. In diesem Fall habe ein ortsansässiges Bauunternehmen den Zuschlag erhalten und die Maßnahme in hervorragender Weise ausgeführt.

Thema Wasser immer wichtiger

Erst am vergangenen Dienstag war laut Revierleiter Rainer Götz die letzte Fuhre Sand auf den Weg aufgebracht worden. Insgesamt wurden auf 800 Metern 680 Tonnen Schotter verbaut. Die obere Sandschicht hilft dabei, den Weg zu binden und Auswaschungen zu verhindern. Der Feind des Waldweges sei dabei immer das Wasser. Hier wird besonders stark darauf geachtet, dass das Wasser so abgeleitet wird, dass es im Wald verbleibt.

Die Wasserthematik habe sich laut Schulenberg in den vergangenen Jahren verschärft. Gerade bei der Buche sei man in großer Sorge, wie sie als Spezialist für gemäßigte Zonen mit der Klimaerwärmung umgehe. Laut des Forstbetriebsleiters Martin Berthold, der für die Vermarktung des Holzes zuständig ist, sehe man bereits jetzt durchaus nennenswerte Ausfälle aus dem Vorjahr. Er ging sogar so weit zu sagen, dass die Buche als stabilste Baumart an allen Standorten an Dominanz verliere. Trockenheitsresistentere Baumarten wie Lärche, Roteiche, Elsbeere und Kiefer, also tendenziell niedrigere Baumarten, gewinnen an Bedeutung und werden auf den 35.000 Hektar Wald der Kommunalwald GmbH zunehmend aufgeforstet.

Vom Klavier bis zum Baseballschläger

Michael Decker, Geschäftsführer in vierter Generation der Decker Holz GmbH, erklärte im zweiten Teil der Veranstaltung, was aus den Bäumen wird, sind sie im Wald erst einmal geschlagen. Das auf Buchenholz spezialisierte Sägewerk beliefert ein Viertel seiner Kunden in Deutschland, ein weiteres Viertel in Europa und zur Hälfte in der ganzen Welt.

Die in Volkmarsen gesägten Buchen werden hauptsächlich im Möbelbau, aber auch als inneres Gerüst in Polstermöbeln, in Treppen und Musikinstrumenten wie Klavieren und sogar als Baseballschläger für Profiligen verwendet. Für die Verarbeitung von 12.000 Festmetern Holz pro Jahr ist das Thema Energiekosten für das Unternehmen ganz entscheidend. Michael Decker hat für sein energieintensives Unternehmen die Flucht nach vorn angetreten und in zwei Holzvergaserblockheizkraftwerke, eine Photovoltaikanlage und einen Speicher investiert. Außerdem wird jeder Rest zur Wärmeerzeugung vor Ort verwertet, anstatt ihn teuer per LKW einer weiteren Nutzung zuzuführen.