Weltmeisterin Marlen Reusser gewinnt Zeitfahren bei vierter Etappe
Marlen Reusser hat das Zeitfahren bei der vierten Etappe der Tour de France Femmes gewonnen und sich damit das Gelbe Trikot geschnappt. In 27 Minuten und 30 Sekunden legte sie die 21 Kilometer von Gevrey-Chambertin bis Dijon zurück.
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Tour de France Femmes "Plan Dijon" geht auf - Reusser rast zum Etappensieg und Gelb
Stand: 04.08.2026 • 19:17 Uhr
Marlen Reusser hat das Zeitfahren bei der vierten Etappe der Tour de France Femmes gewonnen und sich damit das Gelbe Trikot geschnappt. In 27 Minuten und 30 Sekunden legte sie die 21 Kilometer von Gevrey-Chambertin bis Dijon zurück.
Mit vier Sekunden Rückstand auf Reusser landete die Niederländerin Lieke Nooijen auf Platz zwei, gefolgt von Landsfrau Demi Vollering (+18 Sekunden) auf Rang drei.
Reussers Raceplan geht auf
"Ich bin super happy. Schon beim Start der Tour in der Schweiz habe ich an das Zeitfahren gedacht", so Reusser zu ihrem "Plan Dijon", der nach einem Sturz in der ersten Etappe schon fast gescheitert wäre. "Es war das erste Mal, dass ich die Tour de France so als Ziel gesehen habe. Das war unser Plan. Dass es so geklappt hat, ist super", sagte die Zeitfahr-Weltmeisterin Reusser nach dem Rennen, das durch starke Böen und wechselnde Windbedinungen für viele Fahrerinnen zur Herausforderung wurde.
"Ich würde nicht sagen, dass alle die gleichen Bedingungen hatten. Rückenwind, seitlicher Wind, sehr viele Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von 90km/h - das ist nicht ganz ohne", erklärte Rolf Aldag, Sportlicher Leiter des Teams Canyon/SRAM im Sportschau-Interview. Das bestätigte seine Fahrerin Antonia Niedermaier nach dem Rennen: "Das Zeitfahren ist super hart gewesen. Mit diesem Berg hat mir gut gefallen, aber mit Rückenwind und Bergab, das ist für mich schwer ein gutes Pacing hinzubekommen." Die deutsche Hoffnungsträgerin verpasste die Top-Ten Platzierung klar, landete auf dem 24. Platz und war dabei 1:34 Minuten langsamer als die Tagessiegerin Marlen Reusser aus der Schweiz.
Energie-Management für restlichen Tour
Beste Deutsche wurde mit Platz 20 Franziska Koch, die 1:27 Minuten langsamer als die Tagessiegerin fuhr. Für Koch, die bei dieser Tour die Rolle als Edelhelferin für Teamkollegin Demi Vollering einnimmt, ging es beim Einzelfahren deshalb wie bei vielen anderen Fahrerinnen darum, mit den Kräften hauszuhalten.
"So ausgepowert bin ich eigentlich nicht. ich habe es ein bisschen ruhiger angehen lassen", sagte Linda Riedmann am Sportschau-Mikro nach dem Rennen, das sie als 69. (+3:13 Minuten) beendete. "Mein Ziel war es im Zeitlimit zu bleiben. Ich habe mir noch ein paar Kräfte aufgehoben für die nächsten Tage." Ebenso Liane Lippert: "Ich bin es so ruhig wie mögich angegangen", so Lippert, die auf Platz 115 (+04:02 Minuten) landete.
Liane Lippert auf der 4. Etappe der Tour de France Femmes
Harte fünfte Etappe, Konkurrenz lauert Reusser auf
"Ein gutes Cool-Down ist super wichtig, auch für die Tage danach, gerade für morgen", sagte Niedermaier, die sich auf Platz neun der Gesamtwertung verbesserte, "da wird die Etappe richtig hart und da ist es wichtig, dass man gute Beine hat."
Insgesamt 2.850 Höhenmeter erwartet die Fahrerinnen bei der fünften Etappe im Zentralmassiv im Süden Frankreichs. 140 Kilometer liegen zwischen Mâcon und Belleville-en-Beaujolais. Mit acht Anstiegen, inklusive des Mont Brouilly zehn Kilometer vor dem Ziel wird diese Etappe eine für die Bergexpertinnen.
Reusser ist in Gelb dann die Gejagte, die Konkurrenz wittert ihre Chance. Reussers fährt mit wenig Support ihrer Teamkolleginnen, Lippert die wohl größte Unterstützung. Insbesondere Vollering vom Team FDJ United Suez ist der Schweizerin auf den Fersen. Sie belegt Platz 2 im Gesamtclassement, gefolgt von der Französin Cedrine Kerbaol. Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot musste unterdessen einen deutlichen Dämpfer einstecken. Die Mountainbike-Olympiasiegerin von Paris verlor 2:12 Minuten und fiel damit in der Gesamtwertung weit zurück.
Quelle: red/mel