Wer KI will, "muss auch Ja zu Datencentern sagen": Oberösterreichs Energiechef in "ZiB 2"

TV-Tagebuch Wer KI will, "muss auch Ja zu Datencentern sagen": Oberösterreichs Energiechef in "ZiB 2" Vier Terawatt für Google in Kronstorf werden "viel von Importen abhängen", sagt Energie-AG-Vorstand...

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Wer KI will, "muss auch Ja zu Datencentern sagen": Oberösterreichs Energiechef in "ZiB 2"

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Wer KI will, "muss auch Ja zu Datencentern sagen": Oberösterreichs Energiechef in "ZiB 2"

Vier Terawatt für Google in Kronstorf werden "viel von Importen abhängen", sagt Energie-AG-Vorstand Schitter bei Armin Wolf. Windkraft-Ausbau dürfe bei Regen nicht vergessen werden

Harald Fidler

Vier Terawatt Strom pro Jahr für Googles Datencenter in Kronstorf im Endausbau wären ein Drittel des aktuellen Verbrauchs von ganz Oberösterreich. Ist das zu stemmen, fragt Armin Wolf Sonntagabend den Vorstandsvorsitzenden der Energie AG Oberösterreich in der ZiB 2. CEO Leonhard Schitter will "diese enorme Menge Energie nicht kleinreden". Und doch geht er davon aus, dass "wir sie aufbringen können". Nachsatz: "Letztlich wird es viel auch von europäischen Importen abhängen."

Doppelter Strombedarf bis 2040

Gerade hatte Schitter klargemacht: Österreich brauche in den nächsten 15 Jahren so viel Stromproduktion zusätzlich, wie das Land in den vergangenen 140 Jahren aufgebaut hat, seit das erste Kraftwerk ans Netz ging. Denn bis 2040 rechnet er mit einer Verdoppelung des gesamten Strombedarfs in Österreich auf 125 Terawattstunden pro Jahr. "Das ist das größte Investitionsprogramm der Zweiten Republik", sagt Schitter.

Zwei Drittel der Energieproduktion in Österreich kommen derzeit aus Wasserkraft. Die anhaltende Trockenheit im Land macht 2026 zum "schlechtesten Jahr in der Unternehmensgeschichte" der Energie AG Oberösterreich, sagt ihr Vorstandsvorsitzender: "Wir befinden uns mitten in einer klimatischen Zeitenwende." Seine Klimaprognose: "Wir gehen davon aus, dass es sich auch künftig ähnlich entwickeln wird. Daher müssen wir ja in die Aufteilung der Energieeinheiten gehen." Also Energieproduktion insbesondere aus Wind und Sonne ausbauen.

Windkraftausbau: "Müssen schneller werden"

Geht der Ausbau der Windkraft zu langsam voran? "Wir müssen schneller werden, kein Thema", betont Schitter. Immerhin: "Wir haben jetzt einmal gute Energiegesetze", stellt er fest, auch wenn die Branche sie "früher gebraucht" hätte. Doch nun zeige der "Reality-Check": Für rasche Verfahren müsse auch das Personal bei den zuständigen Behörden aufgestockt werden.

Windkraftanlagen etwa stoßen in Teilen Österreichs auf vehementen Widerstand. Schitter macht grundsätzlich klar: "Wir brauchen das Verständnis der Politik, der Bevölkerung, dass wir Ja sagen zum Ausbau der Erneuerbaren hier in Österreich und nicht dann wieder Nein, wenn vielleicht dann hoffentlich doch einmal wieder Regen kommt und die Hitzebilder schon wieder in Vergessenheit geraten. Aber eines ist auch klar: Die nächste Trockenphase kommt ganz bestimmt."

Wer KI sagt, muss auch Datencenter sagen

Mann mit grauen Haaren und dunklem Sakko am blauen Moderationstisch der ZiB 2, spricht mit einem über Display zugeschalteten Mann mit grauem Haar, Brille, dunklem Sakko und Krawatte.
Leonhard Schitter, Vorstandschef der Energie AG Oberösterreich, bei Armin Wolf in der "ZiB 2".

Den Strombedarf des Google-Datencenters in Kronstorf zu stemmen, sei "technisch möglich", sagt Schitter. "Wir werden alle Anlagen bauen, die wir hier zusammenbringen. Aber es ist natürlich so, dass Österreich genauso Import hat. Das ist ja auch der Sinn eines Energie-Binnenmarktes."

Klar ist für den Energie-AG-Vorstand: "Wer A sagt, muss auch B sagen. Wer KI jetzt schon verwendet, und wer es in Zukunft noch mehr verwenden will, und das wollen wir ja alle, dann muss man auch Ja sagen zu diesen KI-Rechenzentren, zu diesen Datencentern." (Harald Fidler, 10.8.2026)

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