Geflohener Windkraftbetrüger Hendrik Holt in Dubai gefasst

Der Anlagebetrüger Hendrik Holt ist in Dubai festgenommen worden. Holt hatte unter anderem Rechte an erfundenen Windpark-Projekten verkauft und saß dafür in Haft. Im August kehrte er nach einem Freigang in Berlin nicht zurück.

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Geflohener Windkraftbetrüger Hendrik Holt in Dubai gefasst

Berliner Gefängnis

Geflohener Windkraftbetrüger Hendrik Holt in Dubai gefasst

Das Namensschild des verurteilten Windkraftbetrügers Hendrik Holt (Quelle: dpa/David Ebener)
Das Namensschild des verurteilten Windkraftbetrügers Hendrik Holt (Quelle: dpa/David Ebener)
  • Windkraft-Betrüger Holt in Dubai gefasst
  • Mann hatte nicht existierende Windparks verkauft
  • 2022 zu neun Jahren Haft verurteilt
  • Holt kehrte im August nach Ausgang in Berlin nicht in Justizvollzugsanstalt zurück

Icon Kommentar

Der geflohene Windkraft-Betrüger Hendrik Holt ist in Dubai festgenommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Zuvor hatten die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und "OM-Online" über die Festnahme berichtet.

Der Gesuchte sei aufgrund der gemeinsamen Fahndungsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft Osnabrück und der Direktionsfahndung der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück am Dienstag festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Holt befinde sich aber noch in Dubai. Nun müssten die Auslieferungsunterlagen übermittelt werden.

Von Ausgang in Berlin nicht zurückgekehrt

2022 hatte das Landgericht Osnabrück Hendrik Holt zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung. Holt hatte unter anderem an ausländische Stromkonzerne angeblich existierende Windparks verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.

Zuletzt saß Holt in einem Gefängnis in Berlin ein - seit Ende Oktober 2024 befand er sich im offenen Vollzug. Am 25. August kehrte er nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurück.

Nach dem aus dem emsländischen Haselünne stammenden Betrüger wurde danach weltweit mit einem europäischen Haftbefehl gefahndet. Einen Tag nach seiner Flucht war bei dem Berliner Gefängnis noch eine E-Mail eingegangen, in der es sinngemäß hieß, Holt werde nicht wieder kommen.

Wo er sich seitdem aufhielt, ist nicht bekannt. In einem von Medien aufgegriffenen Instagram-Post hieß es: "Liebesgrüße aus Moskau sehr schön hier der Kaviar ist fantastisch". Zur Echtheit des Beitrages machte die Staatsanwaltschaft Osnabrück damals keine Angaben.

Sendung: rbb24 Inforadio, 23.09.2026, 19.30 Uhr
Audio: rbb24 Inforadio, 23.09.2026, Werner Schoninger