World Humanoid Robot Games: Roboter unterbietet laut chinesischen Medien 100-Meter-Weltrekord

In China soll ein humanoider Roboter über 100 Meter schneller gelaufen sein als Usain Bolt. Der Sprint endete für den Roboter abrupt vor einer Schutzmatte. Quelle: DIE ZEIT,...

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World Humanoid Robot Games: Roboter unterbietet laut chinesischen Medien 100-Meter-Weltrekord

In China soll ein humanoider Roboter über 100 Meter schneller gelaufen sein als Usain Bolt. Der Sprint endete für den Roboter abrupt vor einer Schutzmatte.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

psc

Aktualisiert am 23. August 2026, 12:28 Uhr

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Wer rennt hier wem davon? In China werden momentan die Weltmeisterschaften humanoider Roboter in Disziplinen wie Sprint, Weitsprung oder Fußball ausgetragen. © Lintao Zhang/​Getty Images

Bei den Weltmeisterschaften humanoider Roboter sollen Roboter aus China Weltrekorde von Menschen im Sprint übertroffen haben. Berichten zufolge rannte ein Roboter beim Auftakt der World Humanoid Robot Games beim Sprint über 100 Meter in nur 9,39 Sekunden ins Ziel – und war damit schneller als Usain Bolt. Der schnellste Mensch der Welt hatte im Jahr 2009 bei den Weltmeisterschaften 9,58 Sekunden für dieselbe Strecke gebraucht.

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Ein humanoider Roboter knackte mit 39,70 Sekunden auch den Weltrekord für die 400-Meter-Strecke. Die menschliche Bestzeit von 43,03 Sekunden war vom Südafrikaner Wayde van Niekerk bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro aufgestellt worden. Im Anschluss an ihren Sprint prallten die Roboter spektakulär in eine Schutzwand.

An der Roboter-WM nehmen laut Angaben der Organisatoren über 660 Teams mit insgesamt mehr als 2.000 Robotern aus 16 Ländern teil. Die meisten Teams kommen aus China und stammen von Unternehmen und Universitäten. Zu den 51 Disziplinen, in denen die Ingenieure ihre Roboter antreten lassen, zählen Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis, Fußball, aber auch alltagsnahe Szenarien wie Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze und Fertigungslinien.

Roboter sind für China Zukunftsindustrie

Der sportliche Wettkampf ist dabei vor allem eine Bühne für die technologischen Errungenschaften Chinas, das Land will seine Innovationskraft demonstrieren und seinen Anspruch auf globale Dominanz im Hochtechnologiebereich untermauern. Chinas Führung hat die Entwicklung sogenannter verkörperter künstlicher Intelligenz als Zukunftsindustrie festgelegt. Firmen und Universitäten investieren viel in die Forschung und den Bau humanoider Roboter. Einige Firmen wollen deshalb an die Börse, um Geld bei Investoren einzusammeln.

Jüngst sorgte der Roboterbauer Unitree mit seinem rasanten Start an der Börse in Shanghai für Aufsehen; die Aktie stieg bei ihrem Debüt 629 Prozent in die Höhe. Unitree stellt vierbeinige Roboterhunde und menschenähnlichen Roboter her, die rennen, tanzen oder Kampfsportbewegungen zeigen können. Gemessen am Umsatz ist das Unternehmen ​der weltgrößte Anbieter humanoider Roboter.

Die USA hatten zuletzt die Einfuhr von humanoiden Robotern aus China verboten. Die Maßnahme solle die heimische Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) vor nationalen Sicherheitsrisiken wie Datendiebstahl und Cyberangriffen ​schützen, teilte die US-Kommunikationsaufsicht FCC mit.