Gestohlene Bronze wieder da – doch der Schaden schockt

Hamburg Zerschnitten und verbogen: Ehrlicher Finder meldet seit Monaten verschwundene Statue Leider in zwei Teile zerlegt – so wurde die Bronze „Trauerndes Kind“ bei einem Schrotthändler en...

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Gestohlene Bronze wieder da – doch der Schaden schockt

Hamburg

Zerschnitten und verbogen: Ehrlicher Finder meldet seit Monaten verschwundene Statue

Leider in zwei Teile zerlegt – so wurde die Bronze „Trauerndes Kind“ bei einem Schrotthändler entdeckt.
Bezirksamt Harburg

Trauerndes Kind am Kriegsdenkmal war ein Jahr lang verschollen. Nun tauchte die Beute von Metalldieben bei einem Schrotthändler wieder auf.

Ein Kind kniet trauernd und verzweifelt zwischen zerschossenen Soldatenhelmen: Die Bronze-Skulptur gegen die Schrecken des Krieges ist wieder da. Metalldiebe hatten sie vor etwa einem Jahr in Harburg gestohlen.

Seit Ende der 80er Jahre kniet das bronzene Kind bereits vor der Johanniskirche (Maretstraße/Ecke Bremer Straße) in Harburg. Es war nach langen Diskussionen aufgestellt worden und sollte ein Gegengewicht schaffen zu der heroischen, martialischen Figur „Der Soldat“, die seit 1932 auf einem großen Sockel am gleichen Standort steht. Die Friedensbewegung hatte dafür gekämpft. Mittlerweile ist der Soldat im Sommer (ungeplant) zusätzlich gut durch einen Baum verdeckt.

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Bronze „Trauerndes Kind“ in Harburg, die Figur fehlt, nur Helme auf dem Pflaster sind zu sehen.
Die Bronze „Trauerndes Kind“ in Harburg. So sah sie viele Jahre lang aus, bis sie im Sommer 2025 gestohlen wurde.
Polizei

Metalldiebe hatten die rund 90 Zentimeter hohe und etwa 100 Kilogramm schwere Skulptur des Künstlers Hendrik-André Schulz Ende Juni 2025 gestohlen. Ein Schrotthändler auf der Veddel hat die Skulptur entdeckt und der Polizei gemeldet.

Skulptur ist stark beschädigt und wird restauriert

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Leider wurde das Kind von den Metalldieben zerteilt und verbogen, sie hatten auch versucht, die Hände und den Kopf abzutrennen und weitere Aktionen, um die Figur unkenntlich zu machen, damit sie eben nicht gemeldet wird. 

Das Bezirksamt Harburg lässt die Skulptur nun aufwendig restaurieren. Die Kosten werden auf etwa 5000 Euro geschätzt. Die Diebe haben für das Metall nach Schätzungen höchstens ein paar Hundert Euro bekommen. Die Gießerei Edel und Stahl wird nun die Restaurierung übernehmen.

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Das zuständige LKA hatte bereits frühzeitig Kontakt zu den einschlägigen Buntmetallverwertern aufgenommen. Helena Kamp vom Landeskriminalamt erläutert: „Da die Täter es oft nur auf den Materialwert abgesehen haben und der künstlerische Wert sowie die Bedeutung dieser Statuen im Hintergrund stehen, entstand schon zuvor eine engere Zusammenarbeit mit möglichen Endabnehmern.“

Die Täter sind noch nicht ermittelt worden

Im vergangenen Jahr war bereits eine Statue, die in Malmö (Schweden) entwendet wurde, in Hamburg wiederaufgefunden worden und konnte so zurückgegeben werden. „Anfang diesen Jahres nahm einer dieser Endabnehmer Kontakt zu uns auf und teilte mit, dass Mitarbeiter die Statue leider in zwei Teilen gefunden haben“, so Kamp.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hamburg konnte die Statue dann an das zuständige Bezirksamt ausgehändigt werden. Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Die Teile der Figur waren offenbar nicht einzeln verkauft worden – das wäre zu offensichtlich gewesen – sondern in einer großen Lieferung versteckt.