Zu teuer: Kranzberg lehnt Freilufthalle an der Grundschule ab

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Zu teuer: Kranzberg lehnt Freilufthalle an der Grundschule ab

Stand: 12.10.2026, 07:00 Uhr

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Der Neubau für die Ganztagsbetreuung steht bereits im Rohbau da. Am Mittwoch findet das Richtfest statt.

Der Neubau für die Ganztagsbetreuung steht bereits im Rohbau da. Am Mittwoch findet das Richtfest statt. © af

Der Neubau für die Ganztagsbetreuung in Kranzberg steht – am Mittwoch wird Richtfest gefeiert. Nun steht auch fest, wie die Außenanlagen gestaltet werden.

Kranzberg – Die 8,7 Millionen Euro teure Erweiterung der Kranzberger Grundschule ist weit fortgeschritten. Der alleinstehende, eigens für die Ganztagsbetreuung notwendige Neubau steht schon in voller Größe da. Am Mittwoch ist Richtfest für das viel diskutierte neue Wahrzeichen der Grundschule. Nach erneuter und langer Debatte hat man sich jetzt im Gemeinderat auf die Gestaltung und die Ausstattung der Außenanlagen geeignet. Bis zuletzt gab es auch starke Bedenken wegen der Oberflächenwasserentsorgung und der Neugestaltung des Allwetterplatzes.

Anton Hierhager (SPD) hatte in der vorvergangenen Sitzung den Bau einer Freilufthalle angeregt, die zwar weitere, hohe Kosten bedeuten würde, aus Sicht von Hierhager aber unschätzbare Vorteile mit sich gebracht hätte (wir haben berichtet). Unter anderem hatte er auf die zunehmenden Hitzeperioden, die Sonneneinstrahlung und das damit verbundene Krebsrisiko für die Kinder im Freien hingewiesen. Am vergangenen Dienstag hat man sich schlussendlich aber gegen den Bau einer Freilufthalle entschieden.

Bürgermeisterin Petra Horneber machte an einer ganzen Litanei von anstehenden Investitionen deutlich, dass man sich die einem Angebot der Firma „McArena“ zufolge 750.000 Euro teure Halle „schlicht und einfach nicht leisten“ könne. „Ein toller Mehrwert“, aber es gehe einfach nicht, gab sie unmissverständlich zu verstehen. Noch dazu hatte Kämmerin Angelika Huber erklärt, sie rechne alles in allem mit Kosten in Höhe von 840.000 Euro. „Da versperren wir uns mehr“, urteilte sie im Hinblick auf künftige Investitionen. Als Beispiele, was in nächster Zeit alles ansteht, führte Horneber etwa kostspielige Projekte wie den Hochwasserschutz in Thalhausen, den Umbau des Mischwasserkanals in Berg und die Regenrückhalte-Maßnahmen in Hoherbercha, Thurnsberg und Gremertshausen an.

Angesichts all dessen half es Hierhager auch nicht mehr viel, dass er die Freilufthalle auch als Veranstaltungsort für die Gemeinde und die örtlichen Vereine anpries. Wenn man Bodenplatten reinlegt, könne so eine „McArena“ praktisch als Bierzelt genutzt werden, gab er zu bedenken. Am Ende hat wohl der Preis den Ausschlag gegeben.

Für den Allwetterplatz, besser gesagt für die angedachten Sportflächen inklusive Laufbahn und Weitsprunganlage, waren zuletzt 340.000 Euro veranschlagt. Als Horneber abstimmen ließ, war Hierhager als einziger für seinen Vorschlag.

Was die von Florian Vierthaler (KGL) angestoßene Oberflächenwasserdebatte anbelangt, einigte man sich auf einen Kompromissvorschlag, den Konrad Neumair (KGL) dem Gremium unterbreitet hatte. Demnach wird es eine Mischung aus beidem, sprich aus Rinnen und einer Mulde an der Oberfläche sowie Gullis und unterirdisch verlegten Rohren und Rigolen, geben. Hierfür entschieden sich zwölf der 16 Rätinnen und Räte. Allerdings nur, wenn diese Variante „bei der weiteren Planung die Kosten in Höhe von gut 166.000 Euro nicht übersteigt“, wie es hieß.