Zukunftswerkstatt hilft zwölf jungen Menschen beim Berufseinstieg

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Zukunftswerkstatt hilft zwölf jungen Menschen beim Berufseinstieg

Stand: 28.08.2026, 14:16 Uhr

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Einige Teilnehmer der Zukunftswerkstatt mit Mirko Sfeir (Integrationsbeauftragter im Landratsamt, 2.v.r.), Petra Gerum (Geschäftsführerin Help4Help, r.) und Anna Osti (Jobcoach bei Help4Help, 4.v.l.).

Einige Teilnehmer der Zukunftswerkstatt mit Mirko Sfeir (Integrationsbeauftragter im Landratsamt, 2.v.r.), Petra Gerum (Geschäftsführerin Help4Help, r.) und Anna Osti (Jobcoach bei Help4Help, 4.v.l.). © tb

Ein Pilotprojekt in Mammendorf hat im August zwölf Jugendliche mit Fluchtgeschichte intensiv begleitet. Dabei ging es um berufsbezogenes Deutsch und Bewerbungstraining.

Mammendorf/Landkreis – Der Bildungspartner Help4Help mit Sitz in Mammendorf hat mit Förderung durch das Landratsamt ein Pilotprojekt namens Zukunftswerkstatt aufgelegt. Es unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre Stärken zu entdecken, berufliche Orientierung zu finden und den passenden Weg in Ausbildung oder Beruf einzuschlagen. Denn auch nach dem klassischen Ausbildungsstart Anfang September werden in vielen Berufen noch Einstiegsmöglichkeiten bestehen – teilweise sogar bis ins Frühjahr.

Zwölf junge Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte wurden in den ersten drei August-Wochen intensiv auf dem Weg in Ausbildung und Beruf begleitet. Sie sollten Antworten auf ihre Fragen finden: Welcher Beruf passt zu mir? Wo liegen meine Stärken? Und wie gelingt der Schritt von der Schule in eine Ausbildung? „Für viele junge Menschen sind diese Fragen mit Unsicherheit verbunden“, sagt Petra Gerum, Geschäftsführerin der Help4Help-GmbH. Mehr als 350 anerkannte Ausbildungsberufe und rund 22.000 Studiengänge würden zwar zahlreiche Möglichkeiten eröffnen – „doch genau diese große Auswahl kann die Entscheidung zusätzlich erschweren“.

In einer kleinen Gruppe erhielten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Raum, ihre persönlichen Stärken und Interessen zu entdecken, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und herauszufinden, welcher berufliche Weg zu ihnen passen könnte. Petra Gerum: „Dabei geht es nicht nur um Informationen, sondern vor allem darum, Selbstvertrauen aufzubauen, eigene Ziele zu entwickeln und Mut für die nächsten Schritte zu gewinnen.“

Gute Sprachkenntnisse seien eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Start in Ausbildung und Beruf. Deshalb verbinde die Zukunftswerkstatt berufliche Orientierung mit gezielter Sprachförderung. An vier Vormittagen pro Woche verbesserten die Teilnehmer ihre berufsbezogenen Deutschkenntnisse, lernten wichtige Begriffe aus dem Arbeitsalltag kennen und übten typische Gesprächssituationen. Auch Themen wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Kommunikation spielten eine wichtige Rolle. Danach ging es an die konkrete Ausbildungsplatzsuche. Gemeinsam erstellten oder überarbeiteten die Jugendlichen ihre Bewerbungsunterlagen, recherchierten geeignete Ausbildungsbetriebe und übten Vorstellungsgespräche.

Mit dem Ende der dreiwöchigen Zukunftswerkstatt ist die Begleitung aber nicht abgeschlossen. Ab September wird Help4Help weitere Aktivitäten starten, um Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gezielt zu unterstützen und sie mit passenden Betrieben zusammenzubringen. Und die Zukunftswerkstatt soll fortgesetzt und weiterentwickelt werden.