Über 41 Grad: Zweiter Tag in Folge mit neuem Höchstwert
Am zweiten Tag in Folge sind in Österreich neue Allzeithöchstwerte gemessen worden. Im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg stieg die Temperatur am Mittwochnachmittag um 15.40 Uhr auf 41,2 Grad, wie Daten der GeoSphere Austria zeigten. In Wien-Stammersdorf wurden – wie schon am Dienstag – 41 Grad verzeichnet.
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Über 41 Grad
Am zweiten Tag in Folge sind in Österreich neue Allzeithöchstwerte gemessen worden. Im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg stieg die Temperatur am Mittwochnachmittag um 15.40 Uhr auf 41,2 Grad, wie Daten der GeoSphere Austria zeigten. In Wien-Stammersdorf wurden – wie schon am Dienstag – 41 Grad verzeichnet.
Online seit heute, 17.54 Uhr
(Update: 18.56 Uhr)
Niemals zuvor in der heimischen Messgeschichte gab es laut den Angaben drei Tage in Folge, an denen die Temperaturen auf 40 Grad und darüber kletterten: Am Montag (3. August) wurden in Wien-Stammersdorf 40,1 Grad gemessen, am Dienstag ebenfalls in Wien-Stammersdorf 41,0 und am Mittwoch in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) 41,2 Grad.
Der Ort übertraf im Laufe des Tages erst seinen eigenen Höchstwert aus 2013 – bis Dienstag waren die damals dort gemessenen 40,5 Grad der österreichische Spitzenwert. Um 15.40 Uhr überholte der niederösterreichische Messpunkt dann auch den Höchstwert vom Dienstag aus Wien-Stammersdorf – mehr dazu in noe.ORF.at.
Auch die Messstationen Langenlebarn und Mistelbach (beide in Niederösterreich) sowie Wien-Innere Stadt registrierten am Mittwoch mehr als 40 Grad. Die GeoSphere Austria hatte für Dienstag und Mittwoch eine rote Hitzewarnung im Osten und Nordosten des Landes ausgegeben.
Wärmste Nacht der Messgeschichte
Schon die Nacht auf Mittwoch brachte neue Spitzenwerte. In Hornstein im Burgenland sank das Thermometer nicht unter 28,5 Grad. Damit wurde die wärmste Nacht der Messgeschichte verzeichnet – mehr dazu in burgenland.ORF.at.
Hitze hält weiter an
Am Donnerstag gibt es dann laut ORF-Wetterredaktion zwar wahrscheinlich keine neuen Höchstwerte mehr, im Osten und Süden ist es aber immer noch extrem heiß mit Höchstwerten zwischen 32 und 38 Grad. Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich wird es dagegen schon kühler, hier erreichen die Temperaturen nur noch 23 bis 31 Grad. Und am Freitag geht die Hitzewelle überall zu Ende.
Extrem belastende Bedingungen
Die extreme Hitze ist für vulnerable Gruppen außergewöhnlich belastend, macht aber selbst Gesunden teils enorm zu schaffen. Darauf machte der Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Wolfgang Schreiber, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien aufmerksam. „Menschen, die an sich gesund sind, werden mit exzessiven Körpertemperaturen von 42 oder gar 42,5 Grad in Spitäler eingeliefert“, schilderte er. Deshalb mahnte das Rote Kreuz gemeinsam mit dem Bundesfeuerwehrverband, gerade in Wetterperioden wie derzeit, achtsam zu bleiben.
Unter anderem sind dabei besonders Menschen gefährdet, die auch bei solchen Temperaturen im Freien arbeiten müssen – Bauarbeiter zum Beispiel. Schreiber wies darauf hin, dass bei solchen Witterungsbedingungen nicht nur die Sterblichkeit, wie unter anderem die AGES dieser Tage ausgeführt hat, sondern auch die Zahl der Einsätze für die Rettungsorganisationen signifikant steigt, um rund zehn bis 15 Prozent. Auch das sei Schwerstarbeit, in Schutzkleidung oft in überhitzten Wohnungen und ohne Abkühlungsmöglichkeiten.
Schreiber und der Präsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Robert Mayer, begrüßten die seit Jänner 2026 geltende Hitzeschutzverordnung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese gelte aber nicht für die freiwilligen Helferinnen und Helfer und auch nicht für ältere und pflegebedürftige Menschen.
Hohe Waldbrandgefahr durch Hitze und Dürre
Mayer warnte vor einem weiteren Anstieg bei Waldbränden und machte darauf aufmerksam, dass bereits jetzt mit rund 280 Wald- und Vegetationsbränden deutlich mehr als im gesamten Jahr 2025 (160) registriert wurden. In den Jahren 1995 bis 2010 gab es den Zahlen des Verbandspräsidenten zufolge rund 1.700 Waldbrände. 2010 bis 2025 wurden rund 3.000 derartige Ereignisse registriert. „Etwa 80 Prozent der Wald- und Vegetationsbrände sind menschengemacht“, sagte Mayer. Der „Klassiker“ schlechthin sei dabei die weggeworfene Zigarette.
Am Mittwoch brach in St. Egyden im Bezirk Neunkirchen ein Großbrand in einem Föhrenwald aus. Die Feuerwehr löste im Laufe des Nachmittags die höchste Brandalarmstufe B4 aus – mehr dazu in noe.ORF.at. Auch in Oberösterreich kam es in der Gemeinde St. Florian (Bezirk Linz-Land) zu einem Waldbrand. Eine Fläche mit trockenem Gras und Jungbewuchs stand in Flammen. Sieben Feuerwehren rückten aufgrund der Ausbreitungsgefahr aus, um die Flammen einzudämmen – mehr dazu in ooe.ORF.at.
Bei Sieggraben im Bezirk Mattersburg im Burgenland löste ein Funkenschlag im Zuge von Mäharbeiten am Dienstag ebenfalls einen Waldbrand aus. Insgesamt brannte eine Fläche von 40.000 Quadratmetern – mehr dazu in burgenland.ORF.at.