Wow Bonner macht Netflix-Film "23.000 Leben" über die Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer

"Es war eigentlich überraschend einfach, die Verantwortlichen bei Netflix zu überzeugen", sagt Christopher Zwickler lachend. Am Abend wird er seine erste Netflixproduktion im Bonner Kino Woki vorstellen. Der 42...

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Wow Bonner macht Netflix-Film "23.000 Leben" über die Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer

"Es war eigentlich überraschend einfach, die Verantwortlichen bei Netflix zu überzeugen", sagt Christopher Zwickler lachend. Am Abend wird er seine erste Netflixproduktion im Bonner Kino Woki vorstellen. Der 42-jährige wirkt glücklich. Er hat auch allen Grund dazu.

Als Kind stand er im Jungen Theater Bonn auf der Bühne, knüpfte erste Kontakte. Mit viel Überzeugungskraft gelang es ihm dann, die Filmrechte für den Buchklassiker "Rolltreppe abwärts" zu sichern.

Kurz nach dem Abi produziert Zwickler den ersten Film

Die Ausrüstung war gesponsert, am Set gab es vor allem jugendliche Laiendarsteller. Doch in nur elf Drehtagen entstand ein Film, der es erfolgreich in die Kinos schaffte.

Über zwanzig Jahre später ist er einen großen Karriereschritt weiter. Die Idee zu "23.000 Leben" hat Christopher Zwickler, als er den Dokumentarfilm über "Jugend Rettet" sieht. Der Film begleitet junge Menschen, die 2015 ein Schiff kauften, um Geflüchtete aus dem Mittelmeer zu retten. "Mich begeistert am Stoff die Energie, mit der junge Menschen die Welt verändern", sagt Zwickler.

Ich war mir sofort sicher, das hat das Zeug zu einem Filmdrama. Christopher Zwickler, Bonner Filmemacher

Den Termin bei Netflix hat er eigentlich wegen anderer Ideen. Als er merkt, dass die lang vorbereiteten Projekte nicht gut ankommen, erwähnt er noch im Türrahmen seine spontanen Gedanken zur Geschichte von "Jugend Rettet".

Für "23.000 Leben" stehen auch echte Geflüchtete vor der Kamera

Die Ansprechpartner bei Netflix sind sofort begeistert: "Erzähl niemandem mehr davon - wir machen den Film." Für die Dreharbeiten dann steht für den Filmemacher fest: Wir machen es nicht ohne die eigentlichen Protagonisten, die Geflüchteten.

Um die traumatischen Erlebnisse am Set in einem sicheren Rahmen rekonstruieren zu können, werden sie extra von Theaterpädagogen geschult. Und so liegen sich während der emotionalen Dreharbeiten immer wieder auch Profischauspieler und Geflüchtete weinend in den Armen.

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Christopher Zwickler

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 03.07.2026, 19:30 Uhr