Kerim Engizek nach OKTAGON 91 sanktioniert – Organisation wird deutlich

StartseiteWeltStand: 17.07.2026, 19:59 UhrKommentareUns auf Google folgenKerim Engizek erhält nach OKTAGON 91 Geldstrafe, Sperre und wartet auf Protestentscheidung. © OKTAGON MMA20.000 Euro Geldstrafe und sechs...

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Kerim Engizek nach OKTAGON 91 sanktioniert – Organisation wird deutlich

Stand: 17.07.2026, 19:59 Uhr

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Kerim Engizek erhält nach OKTAGON 91 Geldstrafe, Sperre und wartet auf Protestentscheidung.

Kerim Engizek erhält nach OKTAGON 91 Geldstrafe, Sperre und wartet auf Protestentscheidung. © OKTAGON MMA

20.000 Euro Geldstrafe und sechs Monate Suspendierung: OKTAGON zieht nach dem Vorfall in Köln deutliche Konsequenzen gegen Kerim Engizek.

Nach dem aufsehenerregenden Ende von OKTAGON 91 in Köln hat die Organisation ihre Konsequenzen bekannt gegeben. Kerim Engizek trifft dabei die höchste Geldstrafe. Doch auch drei weitere Beteiligte werden sanktioniert. Engizeks Protest gegen das Ergebnis des Titelkampfes ist von dieser Entscheidung ausdrücklich nicht betroffen.

OKTAGON verhängt harte Strafe gegen Kerim Engizek

Kerim Engizek muss nach dem Vorfall im Anschluss an den Hauptkampf von OKTAGON 91 eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. Zusätzlich suspendierte ihn die Organisation für sechs Monate.

Als Begründung nennt OKTAGON Engizeks Beteiligung an dem Vorfall nach dem Titelkampf gegen Krzysztof Jotko. Die Organisation berücksichtigte bei der Höhe der Sanktion allerdings auch mildernde Umstände.

Demnach handelte es sich um Engizeks erstes disziplinarisches Fehlverhalten während seiner Zeit bei OKTAGON. Die Organisation bezeichnete ihn zudem als bislang vorbildlichen Profi und Botschafter. Im internen Verfahren habe er Einsicht gezeigt und uneingeschränkt kooperiert.

Die Sanktion fällt dennoch deutlich aus: Engizek erhält von allen namentlich genannten Beteiligten die höchste Geldstrafe.

Nach OKTAGON 91 folgen Sanktionen, Sperren, Entschuldigungen und ein separates Protestverfahren.

Nach OKTAGON 91 folgen Sanktionen, Sperren, Entschuldigungen und ein separates Protestverfahren. © OKTAGON MMA

Rahmani nach Angriff auf Jotkos Trainer gesperrt

Auch Pouya Rahmani wird von OKTAGON sanktioniert. Gegen ihn verhängte die Organisation eine Geldstrafe von 7.500 Euro sowie eine Suspendierung für neun Monate.

OKTAGON begründet die Entscheidung mit einem körperlichen Angriff auf den Trainer von Krzysztof Jotko. Zudem habe Rahmani zur weiteren Eskalation des Vorfalls nach dem Hauptkampf beigetragen.

Seine Sperre fällt damit drei Monate länger aus als die von Engizek. Die Geldstrafe ist dagegen deutlich niedriger.

Metin Engizek erhält Geldstrafe und neunmonatige Sperre

Kerim Engizeks Bruder Metin Engizek muss 2.500 Euro zahlen und wird ebenfalls für neun Monate suspendiert.

Die Organisation wirft ihm unsportliches Verhalten gegenüber Jotko vor. In ihrer offiziellen Mitteilung auf Instagram nennt OKTAGON ausdrücklich das Bespucken mit Wasser nach dem Hauptkampf.

Damit wird auch sein Verhalten nach dem sportlichen Ende des Abends Teil der offiziellen Disziplinarentscheidung.

Nicht genannter Zuschauer für zwei Jahre ausgeschlossen

Neben den drei namentlich genannten Personen sanktionierte OKTAGON auch einen Zuschauer. Dessen Identität wird nach Angaben der Organisation aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.

Die Person erhält ein zweijähriges Verbot der aktiven Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen von OKTAGON. Nach Darstellung der Organisation hatte sie eine körperliche Auseinandersetzung initiiert und mit ihrem Verhalten zur anschließenden Eskalation des gesamten Vorfalls beigetragen.

Das Verbot betrifft laut Mitteilung die aktive Teilnahme. Weitere Angaben zur Identität oder Funktion der Person machte OKTAGON nicht.

OKTAGON spricht von schwerwiegenden Regelverstößen

In seiner Erklärung findet die Organisation deutliche Worte. Das festgestellte Verhalten stelle einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Regeln von OKTAGON dar.

Nach Auffassung der Organisation wurde dadurch der ordnungsgemäße Ablauf der Veranstaltung beeinträchtigt. Zudem seien die Sicherheit von Athleten, Offiziellen, Teammitgliedern und weiteren Beteiligten sowie die Integrität des sportlichen Wettbewerbs gefährdet und beschädigt worden.

OKTAGON bekräftigte in diesem Zusammenhang eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verhalten, das die Sicherheit bei Veranstaltungen gefährdet, den Ablauf des Wettbewerbs stört oder die Integrität des professionellen Sports beeinträchtigt.

Die unterschiedlichen Sanktionen sollen nach Angaben der Organisation sowohl der Schwere der jeweiligen Verstöße als auch den individuellen Umständen und der Verantwortung der einzelnen Beteiligten Rechnung tragen.

Metin Engizek entschuldigt sich öffentlich und übernimmt Verantwortung.

Metin Engizek entschuldigt sich öffentlich und übernimmt Verantwortung. © OKTAGON MMA

Metin Engizek entschuldigt sich ohne Einschränkung

Unter dem Instagram-Beitrag mit der Disziplinarentscheidung meldet sich Metin Engizek selbst zu Wort. Dabei entschuldigt er sich ausdrücklich für sein Verhalten.

„Ich will mich auch nochmal offiziell für mein Verhalten entschuldigen“, schreibt er. Für ein solches Verhalten gebe es keine Rechtfertigung. Er bezeichnet sein eigenes Auftreten als „unter aller Sau“.

Zugleich hebt er die sportliche Leistung von Kerim Engizek und Krzysztof Jotko hervor. Beide hätten 25 Minuten lang „wie Krieger“ gekämpft und dafür den höchsten Respekt verdient.

„99 Prozent der Menschen hätten wahrscheinlich nicht mal eine Minute ausgehalten“, erklärt Metin Engizek weiter.

Für alles, was nach dem Kampf passiert sei, wolle er sich entschuldigen. Er betont außerdem, dass sich niemand an einem derart schlechten Verhalten ein Beispiel nehmen solle.

Engizeks Protest läuft in separatem Verfahren weiter

Von besonderer Bedeutung ist die Trennung zwischen der Disziplinarentscheidung und dem Protest gegen das offizielle Kampfergebnis.

OKTAGON stellte ausdrücklich klar, dass sich das interne Verfahren ausschließlich mit dem Vorfall nach dem Hauptkampf beschäftigt habe. Engizeks Protest gegen die Wertung des Kampfes ist davon nicht umfasst.

Über diesen entscheidet die unabhängige Instanz GEMMAF in einem eigenen Verfahren. GEMMAF soll ihre Entscheidung selbstständig bekannt geben.

Die Geldstrafe und Suspendierung bedeuten daher nicht, dass Engizeks sportlicher Einspruch bereits zurückgewiesen wurde. Wie die unabhängige Instanz darüber entscheidet, bleibt abzuwarten. Auch interessant: OKTAGON eröffnet das Jahr 2027 in Stuttgart