Brisante Warnung von US-General in Europa: Israels Schutz gegen Irans Raketen in Gefahr
StartseitePolitikStand: 01.08.2026, 21:09 UhrKommentareUns auf Google folgenDie US-Streitkräfte geraten im Iran-Krieg an ihre Grenzen: Ein General warnt, dass nicht genug Kriegsschiffe für den Schutz Israels be...
- 3 min read
Stand: 01.08.2026, 21:09 Uhr
Kommentare
Die US-Streitkräfte geraten im Iran-Krieg an ihre Grenzen: Ein General warnt, dass nicht genug Kriegsschiffe für den Schutz Israels bereitstehen.
Washington, D.C. – Der Krieg mit dem Iran bringt die US-Streitkräfte zunehmend an ihre Grenzen. General Alexus Grynkewich, Oberbefehlshaber des US-Europakommandos, hat das Pentagon nach Angaben von Regierungsvertretern gegenüber der Washington Post in dieser Woche schriftlich gewarnt, dass ihm nicht genügend Marinekräfte zur Verfügung stehen, um Israel weiter vor iranischen Raketenangriffen zu schützen.

US-Armee unter Druck: General mit eindringlicher Warnung an Pentagon
Grynkewich teilte hochrangigen Pentagon-Verantwortlichen demnach mit, dass er ohne einen weiteren Zerstörer gezwungen sein werde, den Schutz des US-amerikanischen Festlands gegenüber der Verteidigung Israels zu priorisieren. Die Warnung verdeutlicht, wie stark der seit Monaten andauernde Krieg die militärischen Ressourcen der USA beansprucht.
US-Zerstörer im östlichen Mittelmeer sind seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der israelischen Raketenabwehr. Die mit leistungsfähigen Radarsystemen und Abfangraketen ausgerüsteten Schiffe haben wiederholt ballistische Raketen abgefangen, die von Iran auf Israel abgefeuert wurden. Auch gegen die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen kommen sie zum Einsatz.
Gleichzeitig muss das Europäische Kommando seine Kräfte für mögliche russische Bedrohungen in Europa bereithalten. Russland verfügt zudem über ballistische Raketen, die das US-Festland erreichen können. Der Spielraum für Grynkewich wird durch Wartungsprobleme bei den verfügbaren Zerstörern zusätzlich eingeschränkt.
Nicht genügend Zerstörer für Israels Verteidigung gegen Irans Raketen
Die US-Marine verfügt über fünf Zerstörer, die vom spanischen Rota aus eingesetzt werden; ein sechstes Schiff soll später in diesem Jahr hinzukommen. Zwei davon, die USS Paul Ignatius und die USS Roosevelt, befanden sich am Freitag im Mittelmeer. Drei weitere lagen in Rota.
Weitere US-Kriegsschiffe sind näher am Iran gebunden. Im Arabischen Meer befinden sich unter anderem die Flugzeugträger USS George H. W. Bush und USS Abraham Lincoln sowie mindestens 15 weitere Kriegsschiffe, darunter elf Zerstörer. Sie sind an der von Washington verhängten Blockade iranischer Häfen sowie am Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. Ein weiterer Zerstörer, die USS Gonzalez, befindet sich im Roten Meer.
Die Belastung der US-Streitkräfte wächst damit an mehreren Fronten gleichzeitig. Tom Karako vom Center for Strategic and International Studies sagte der Washington Post, die Warnung Grynkewichs zeige die Herausforderungen für das Pentagon. Der Kriegseinsatz werde sich auf die Einsatzbereitschaft und die Bestände an Munition auswirken. Die entscheidende Frage sei nun: „Was ist die Strategie?“
Iran-Krieg: Teheran droht Nachbarn
Nach Medienberichten über eine bevorstehende große US-Angriffswelle auf den Iran droht Teheran Nachbarländern in der Region. Muslimische Länder sollten ihre Kooperation mit den USA überdenken, andernfalls könnten sie zum Ziel iranischer Angriffe werden, sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.
Erst am frühen Morgen (Ortszeit) hatte sich das Militär im Golfstaat Kuwait nach eigenen Angaben gegen iranischen Drohnenbeschuss verteidigt. Durch herunterfallende Trümmerteile sei es zu Sachschäden gekommen, hieß es weiter. Kuwait – wie auch andere muslimische Länder in der Region – beherbergt US-Militärstützpunkte.
Zuletzt hatten US-Medien berichtet, dass US-Präsident Donald Trump erwäge, noch an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele im Iran zu starten. Das Wall Street Journal berichtete, Trump habe bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen, könnte seine Meinung aber noch bis zur letzten Minute ändern. (Quellen: Wall Street Journal, Washington Post, Tasnim, dpa) (bb)