Schwimm-EM in Paris: EM-Silber vom Turm: Pfeif und Wassen erlösen Wasserspringer

Stand: 01.08.2026 • 21:36 Uhr Die Wasserspringerinnen Pauline Pfeiff und Elena Wassen haben bei der Schwimm-EM für die erste deutsche Medaille gesorgt. Nach ihre...

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Schwimm-EM in Paris: EM-Silber vom Turm: Pfeif und Wassen erlösen Wasserspringer
Deutschlands Pauline Alexandra Pfeif (vorne) und Elena Wassen holen Silber im Turmspringen

Stand: 01.08.2026 • 21:36 Uhr

Die Wasserspringerinnen Pauline Pfeiff und Elena Wassen haben bei der Schwimm-EM für die erste deutsche Medaille gesorgt.

Nach ihrem letzten Sprung fielen sich Pauline Pfeif und Elena Wassen überglücklich in die Arme, am Beckenrand jubelte Bundestrainer Christoph Bohm erleichtert. Nach dem verpatzten EM-Auftakt erlöste das DSV-Duo mit Silber vom Turm die deutschen Wasserspringer am Samstagabend in Paris und schrammte dabei nur knapp am großen Coup vorbei.

"Ein ganz kleines bisschen" ärgere sie sich über die knapp zwei Punkte, die am Ende zum Titel fehlten, erklärte Vizeweltmeisterin Pfeif, aber "es ist einfach so herrlich - Silber. Wir freuen uns so sehr und sind einfach nur glücklich." Nur Maisie Bond und Lois Toulson aus Großbritannien (300,06 Punkte) waren im Centre Aquatique Olympique besser als die beiden Deutschen (298,20). Bronze ging an Xenia Bailo und Sofijia Wystawkina aus der Ukraine (286,20).

EM-Start ist missglückt

"Wir wollen in jedem Wettbewerb eine Medaille holen", hatte Bohm im Vorfeld der Wettkämpfe betont. Doch der Start in die europäischen Titelkämpfe war am Freitag missglückt. Nach einigen Patzern hatten sich die Mitfavoriten Pfeif, Lena Hentschel, Moritz Wesemann und Jaden Eikermann mit Platz sieben im Mixed-Team-Wettbewerb zufriedengeben müssen. Auch Pfeif hatte im Synchrondurchgang gewackelt.

An der Seite von Wassen lief es nun besser. Von Beginn an lagen Pfeif, die im vergangenen Jahr bei der WM Silber im Einzel gewonnen hatte, und Wassen auf Medaillenkurs. Mit der Startnummer eins mussten die Berlinerinnen in den fünf Durchgängen jeweils vorlegen und dementsprechend lange zittern. Am Ende zogen die Britinnen noch knapp vorbei. Die Ukrainerinnen, die als letzte Springerinnen antraten, konnten das DSV-Duo vom zweiten Rang aber nicht mehr verdrängen.

Mutmacher für Olympia 2028

"Es ist wirklich schön, so zurückzuschlagen", sagte Pfeif mit Blick auf die Enttäuschung im Teamwettbewerb: "Ich glaube, das gibt uns Kraft und einen richtig schönen Push für die nächsten Wettkämpfe."

Im vergangenen Jahr hatte Pfeif bei der Einzel-EM der Wasserspringer mit Carolina Coordes Bronze geholt, Elena Wassen hatte mit ihrer Schwester Christina 2023 die bislang letzte Goldmedaille in dieser Disziplin für Deutschland gewonnen. In Paris wurde es für beide gemeinsam nun Silber.

Im Anschluss wagte Wassen auch einen Blick voraus. Wie es mit den Olympischen Spielen 2028 aussehe? "Wenn wir so weiter trainieren wie die letzten eineinhalb, zwei Jahre und gesund bleiben, dann können wir auf jeden Fall auf einen Quotenplatz und einen Start in Los Angeles hoffen", sagte

Quelle: sid/dpa