Gerüchte über angeblich betrügerische Handwerker in Burgwald kursieren auf Whatapp

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Gerüchte über angeblich betrügerische Handwerker in Burgwald kursieren auf Whatapp

Stand: 18.07.2026, 06:30 Uhr

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Sprachnachricht. Über den Messenger-Dienst Whatsapp verbreiten Nutzer im Frankenberger Land derzeit Verdächtigungen - hier ein Symbolbild. Die Polizei sieht das problematisch.

Über den Messenger-Dienst Whatsapp verbreiten Nutzer im Frankenberger Land derzeit Verdächtigungen (hier ein Symbolbild). Die Polizei sieht das problematisch. © Karl-Josef Hildenbrand

In Sozialen Medien verbinden Nutzer Diebstähle in der Gemeinde Burgwald mit Verdächtigungen gegen Handwerker. Was sagt die Polizei dazu?

Frankenberger Land – In Sozialen Medien, insbesondere auf Whatsapp, sind im Frankenberger Land derzeit Warnungen vor drei Handwerkern im Umlauf, die angeblich an Haustüren klingeln, um ihre Dienste anzubieten. Dabei – so die Warnungen – wollten sie ausspionieren, in welchen Häusern sich in der Urlaubszeit gerade keine Bewohner aufhielten. Die Männer werden in Verbindung gebracht mit zwei Taten in Wiesenfeld – dem Diebstahl von Elektrogeräten aus einer Feldscheune und Dieseldiebstahl aus einem Trecker. Ein Zusammenhang, den die Polizei nicht sieht.

Fakt ist: In Wiesenfeld wurden laut Polizeisprecher Daniel Kalus-Nitzbon zwei Straftaten verübt: Dabei handelt es sich zum einen um einen Einbruch in eine Feldscheune in der Waldenserstraße, der sich zwischen Samstag, 11. Juli, 12 Uhr und Dienstag, 14. Juli, 8 Uhr ereignete und bei dem ein Rasenmäher, eine Kettensäge sowie eine Motorsense entwendet wurden. Zum anderen wurde zwischen Montag, 13. Juli, 21 Uhr und Dienstag, 14. Juli, 5.30 Uhr Dieselkraftstoff aus einem in der Johanniterstraße abgestellten Traktor entwendet.

Ob diese beiden Taten miteinander in Zusammenhang stehen, ist laut Polizei unklar. Die weiteren Ermittlungen werden bei der Polizeistation Frankenberg beziehungsweise der Kriminalpolizei Korbach geführt.

Hinweise auf kriminelles Vorgehen der Handwerker, vor denen über Whatsapp gewarnt wird, sind der Polizei bislang nicht bekannt. „Ein solcher Sachverhalt wurde der Polizei in Frankenberg bislang nicht gemeldet“, sagt der Sprecher. Die über den Messengerdienst verbreiteten Warnungen hatten sich am Donnerstag geradezu überschlagen. Es sollen zwei bis drei Männer durch Orte im Frankenberger gehen und handwerkliche Dienste anbieten, heißt es. Sogar Fotos von den Männern, offensichtlich ohne deren Einverständnis aufgenommen, machen die Runde. In den Whatsapp-Nachrichten werden nicht verifizierte Verdächtigungen verbreitet und in Windeseile von vielen Menschen weitergeleitet.

Die Whatsapp-Nutzer, die die Nachrichten verbreiteten, wollen allem Anschein nach vor eventuellen Einbrechern und schrägen Haustür-Geschäften warnen. Ob die drei verdächtigen Männer allerdings kriminelle Absichten haben, ist nicht bewiesen. Ein Whatsapp-Nutzer schreibt: „Die haben meinen Hof gekärchert, die sind in Ordnung.“ Aber auch diese einzelne Einschätzung ist keine belastbare Information.

Die Polizei sagt dazu: „Grundsätzlich gilt: Werden verdächtige Personen oder Situationen wahrgenommen, sollte die Polizei umgehend über den Notruf 110 informiert werden. Sofern Bild- oder Videoaufzeichnungen von verdächtigen Personen vorliegen, sollten diese der Polizeistation Frankenberg zur Verfügung gestellt beziehungsweise dort gemeldet werden.“

Polizeisprecher Kalus-Nitzbon macht deutlich: „Unabhängig von diesem Fall möchten wir darauf hinweisen, dass die Weiterverbreitung von Aufnahmen mutmaßlich tatverdächtiger Personen über Messenger-Dienste oder soziale Medien grundsätzlich problematisch sein kann. Entsprechende Aufnahmen sollten stattdessen der Polizei übermittelt werden.“

Die Verbreitung solcher Inhalte, zumal der Wahrheitsgehalt nicht überprüft ist, ist nicht nur rechtlich bedenklich. „Mir macht das unheimlich Angst“, sagte am Donnerstagabend eine Frau unserer Zeitung, nachdem sie die Whatsapp-Nachricht mit der Warnung erhalten hatte.

Die Weiterverbreitung von Aufnahmen mutmaßlich tatverdächtiger Personen über soziale Medien kann grundsätzlich problematisch sein.