Urlaubsreporter Peter Giesel deckt Schwindel um „erste Starbucks-Filiale“ auf

TV-Moderator Peter Giesel reist in der neuen Staffel von „Achtung Abzocke“ nach Seattle und Vancouver und nimmt bekannte Touristenattraktionen ins Visier. Dabei prüft er die Geschichte hinter der ersten Starbucks-Filiale und trifft auf eine unschöne Überraschung.

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Urlaubsreporter Peter Giesel deckt Schwindel um „erste Starbucks-Filiale“ auf

Stand: 18.07.2026, 08:00 Uhr

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"Achtung Abzocke" - TV-Moderator Peter Giesel reist in der ersten Folge der neuen Staffel von "Achtung Abzocke" nach Seattle und Vancouver.

"Achtung Abzocke" - TV-Moderator Peter Giesel reist in der ersten Folge der neuen Staffel von "Achtung Abzocke" nach Seattle und Vancouver. © Joyn

TV-Moderator Peter Giesel reist in der neuen Staffel von „Achtung Abzocke“ nach Seattle und Vancouver und nimmt bekannte Touristenattraktionen ins Visier. Dabei prüft er die Geschichte hinter der ersten Starbucks-Filiale und trifft auf eine unschöne Überraschung.

Die Metropolen Seattle und Vancouver stehen bei vielen Nordamerika-Reisenden ganz oben auf der Wunschliste. Beeindruckende Skylines und unberührte Natur im Umland versprechen unvergessliche Erlebnisse. Doch nicht alles, was Touristen teuer verkauft wird, hält auch, was es verspricht. In der neuen Staffel von „Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ nimmt Peter Giesel beliebte Attraktionen genauer unter die Lupe und stößt dabei auf eine fragwürdige Geschichte.

"Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur" - Peter Giesel deckt zum Auftakt der zwölften Staffel "Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur" (immer donnerstags, 20.15 Uhr) die Maschen von Betrügern in Seattle und Vancouver auf.

„Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ - Peter Giesel deckt zum Auftakt der zwölften Staffel „Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ (immer donnerstags, 20.15 Uhr) die Maschen von Betrügern in Seattle und Vancouver auf. © Joyn / Robin Ahne

Zwischen Bergen und Hochhäusern wurde 1971 in Seattle die erste Starbucks-Filiale gegründet. Vor einem Store bildet sich eine riesige Schlange. „Gibt es hier irgendwas umsonst? Schön wärs“, scherzt Giesel zunächst. Die Wartenden erklären ihm, sie stünden für die erste Starbucks-Filiale der Welt an. Nach einigen Recherchen und einem Besuch im Laden, bei dem Giesel mehr als 50 Euro für vier Kaffees und einen Becher bezahlt, folgt jedoch die Ernüchterung. In Wahrheit befand sich der erste Store rund 200 Meter entfernt. Das Original wurde später verlegt. Ein Besuch im Stadtarchiv bestätigt den Verdacht. Doch die geschönte PR-Geschichte lockt Besucher bis heute.

„Kellerbummel mit Flohmarktcharme“

Auch bei einer weiteren Sehenswürdigkeit lohnt sich ein genauer Blick. Nach dem großen Brand von 1889 wurde Seattle auf den Trümmern der alten Stadt neu aufgebaut und die Straßen wurden angehoben. Unter ihnen entstand eine Untergrundstadt, die heute als Touristenattraktion vermarktet wird.

Doch Vorsicht bei der Auswahl der Führung! Giesel erlebt zunächst vor allem die Selbstdarstellung eines Tourguides und „eine Runde um den Block“, bevor es endlich unter die Erde geht. Dort erwartet ihn statt historischem Flair lediglich ein „Kellerbummel mit Flohmarktcharme“. Eine andere Tour, die genauso rund 30 Euro pro Person kostet, führt dagegen tatsächlich durch die ursprüngliche Underground City. Der Grund ist einfach. Dieser Anbieter hat die Kellerräume bereits vor Jahren angemietet und besitzt dadurch Zugang zur historischen Untergrundstadt.

Hoch hinaus geht es anschließend auf die Space Needle. Der 184 Meter hohe Aussichtsturm zählt mit mehr als 1,3 Millionen Besuchern jährlich zu den beliebtesten Attraktionen Seattles. Rund 55 Euro kostet die Fahrt nach oben. Nach etwa zehn Minuten ist der Rundgang allerdings schon beendet. Für ein Dosenbier zahlt Giesel weitere zehn Euro. „Ich dampfe vor lauter Empörung“, so Giesel. Hinsetzen darf er sich mit seinem Bier allerdings nicht. Wer einen Sitzplatz für eine Stunde möchte, muss zusätzlich 73 Dollar (circa 64 Euro) pro Person bezahlen.

Stattdessen empfiehlt Giesel den Columbia Tower in der Innenstadt. Dort kostet die Auffahrt lediglich rund 20 Euro pro Person und ein frisch gezapftes Bier ist mit fünf Euro nur halb so teuer. Auch der Kerry Park sei eine hervorragende Alternative, um das Panorama der Stadt zu genießen.

Touristenfallen in Vancouver

Für Giesel geht die Reise schließlich weiter nach Kanada, in die Westküstenstadt Vancouver. Neben der Filmindustrie ist die Stadt vor allem für ihre Wasserflugzeuge bekannt. Fast 150 Mal täglich heben sie hier ab. Mit den Bergen im Norden, dem Pazifik im Westen und den zahlreichen Inseln verspricht der Flug spektakuläre Ausblicke.

Nach 20 Minuten und umgerechnet rund 125 Euro pro Person fällt Giesels Fazit eindeutig aus. „Das war echt super“. Doch auch hier folgt schnell die Erkenntnis, dass es günstiger geht. Wer zunächst mit einem Linienflug auf eine Insel fliegt und anschließend die Fähre zurück nach Vancouver nimmt, erlebt eine ähnliche Kulisse für rund 50 Euro pro Person.

Noch kritischer fällt Giesels Urteil über die berühmte Capilano Bridge aus. Für rund 50 Euro pro Person soll sie ein unvergessliches Naturerlebnis bieten. Tatsächlich erwartet ihn vor allem eine überfüllte Hängebrücke. Mehr Handykameras als Bäume prägen das Bild. „Kannst du machen, musst du aber nicht“, lautet sein Fazit. Seine Empfehlung ist stattdessen der Lynn Canyon Park. Fernab des Massentourismus, mitten in der Natur und komplett kostenlos.

Die erste Folge der zwölften Staffel ist bereits bei Joyn zu sehen. Alle weiteren fünf Folgen sind wöchentlich donnerstags, 20.15 Uhr, bei Kabel Eins sowie Joyn zu sehen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)