Kaffeearten erklärt: Espresso macchiato, Crema, Americano, Cafe Latte – was ist der Unterschied?
wa.deLebenEinfach TastyStand: 18.10.2026, 13:00 UhrKommentareUns auf Google folgenCafé Crema, Americano, Caffè Latte und Cappuccino stehen oft nebeneinander auf der Karte. Wer die Kaffeebegriffe kennt, findet s...
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Stand: 18.10.2026, 13:00 Uhr
Café Crema, Americano, Caffè Latte und Cappuccino stehen oft nebeneinander auf der Karte. Wer die Kaffeebegriffe kennt, findet schneller den passenden Kaffee.
Zu Hause oder im Büro kommt meist nur Filterkaffee, Cappuccino oder Espresso aus der Maschine. Doch wer sich in Cafés plötzlich mit zehn verschiedenen Optionen von Espresso macchiato, über Americano bis Caffè Latte konfrontiert sieht, denkt sich vielleicht: „Ich will doch einfach nur Kaffee.“ Damit Sie beim nächsten Café-Besuch genau wissen, was Sie wollen, hier eine Übersicht über die gängigsten Kaffeearten.
Der kleine Schwarze unter den Kaffees

Wer schwarz trinkt, oder nur einen Schuss Milch in sein koffeinhaltiges Heißgetränk kippt, bestellt vermutlich entweder Filterkaffe, Americano, Café Crema, Espresso oder Lungo. Doch wie unterscheiden sich diese Sorten?
Filterkaffee entsteht, wenn heißes Wasser ohne Druck, nur mit Schwerkraft, durch gemahlenen Kaffee läuft. Die verwendeten Bohnen sind oft heller geröstet und dadurch nicht so intensiv. Diese Kaffeeart hat keine sogenannte „Crema“ – also eine Schaumschicht.
Der Café Crema hingegen besitzt, wie der Name vermuten lässt, eine solche Schaumschicht. Der Café Crema wird zubereitet, indem heißes Wasser mit Druck durch grob gemahlenen Kaffee gepresst wird – ein ähnlicher Ablauf wie beim Espresso, aber mit mehr Wasser, gröberem Kaffee und einer längeren Laufzeit. Die verwendeten Bohnen sind oft etwas dunkler geröstet und vollmundiger im Geschmack.
Der Espresso ist die Grundlage sehr vieler Kaffee-Mischgetränke und Kombinationen. Beim Espresso wird heißes Wasser unter hohem Druck durch fein gemahlenen Kaffee gepresst. Dabei entsteht ein intensiver, konzentrierter Kaffee. Die Bohnen sind dunkel geröstet und der fertige Espresso bildet ebenfalls eine Crema aus.
Americano ist im Grunde gestreckter Espresso. Der konzentrierte Espresso wird nachträglich mit heißem Wasser verlängert. In Österreich nennt man diesen deshalb auch „Verlängerten“, wenn dieser auch mit etwas weniger Wasser gestreckt wird.
Der Lungo ist ebenfalls ein „verlängerter“ Espresso, allerdings wird dabei nicht nachträglich aufgeschüttet, sondern gleich im Vorneherein mit der doppelten Menge Wasser aufgebrüht. Deshalb hat er eine weniger ausgeprägte Crema und schmeckt milder, jedoch etwas bitterer.
Der Mokka ist ein Sonderfall. Er wird auch als türkischer oder orientalischer Kaffee bezeichnet. Das feine Kaffeepulver wird direkt im Wasser gekocht, komplett ohne Filter. Dafür gibt es spezielle Mokkakännchen, auch Cezve genannt, die direkt auf dem Herd oder über der Flamme erhitzt werden. Dadurch bleibt etwas Kaffeesatz in der Tasse zurück. Der Geschmack ist stark, traditionell und aromatisch.
Welche Kaffeespezialitäten mit Milch gibt es?
Milch, ob heiß, aufgeschäumt oder als Schaum, verwandelt Espresso in eine ganze Welt von Varianten. Der Unterschied liegt vor allem im Verhältnis von Milch und Milchschaum sowie der Reihenfolge, in der sie aufeinandertreffen.
Jeder kennt den Cappuccino, doch nicht jeder weiß, was in ihm steckt. Die Basis ist ein Espresso, darauf folgen warme, aufgeschäumte Milch und cremiger Milchschaum. Er wird aus einer bauchigen Tasse getrunken. In Italien wird er traditionell getrunken. Weil der Espresso direkt auf die Milch trifft, verbindet sich seine Crema mit dem Schaum, und die Oberfläche wirkt haselnussbraun. Baristas können aus dieser Oberfläche sogar kunstvolle Bilder gestalten.
Der Latte macchiato, zu Italienisch so viel wie „gefleckte Milch“ kommt dagegen im hohen Glas, sodass seine drei prominenten Schichten sichtbar sind. Durch das langsame Einfließen des Espressos entstehen klar getrennte Ebenen: unten die heiße Milch, mittig der Espresso, oben fester Milchschaum.
Der Caffè Latte geht den umgekehrten Weg. Ein Espresso, oft ein doppelter, wird mit reichlich heißer Milch und einer dünnen Schicht Schaum in einer großen Tasse übergossen. Das Ergebnis ist von Anfang an gleichmäßig durchmischt und hat keine Schichten.
Die Wiener Melange ist eine österreichische Spezialität, die geschmacklich zwischen Latte und Cappuccino liegt. Als Basis dient ein milder Kaffee oder ein Espresso, je nach Vorliebe. Dazu kommt heiße Milch mit etwas Milchschaum, wodurch das Getränk weicher wirkt als ein reiner Espresso.
Eine andere Basis hat der französische Café au Lait. Er wird nicht mit Espresso, sondern mit Filterkaffee zubereitet, der mit heißer Milch gemischt wird. Traditionell kommt er ohne Milchschaum aus und wird in einer großen Tasse oder einer henkellosen Schale serviert. In Deutschland entspricht er am ehesten dem herkömmlichen Milchkaffee.
Der Espresso Macchiato ist der kleinste Vertreter dieser Gruppe, auch wenn nach ihm sogar ein ESC-Song benannt ist. Auf einen Espresso kommt nur ein Hauch Milchschaum, sodass sein kräftiger Charakter erhalten bleibt.