Neue Vorwürfe gegen LG: Wie viel Kontrolle hast du wirklich über deinen Fernseher und Monitor?

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Neue Vorwürfe gegen LG: Wie viel Kontrolle hast du wirklich über deinen Fernseher und Monitor?

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Der Hersteller von Fernsehern und Monitoren erregte schon mehrfach wegen unerwünschter Funktionen Aufsehen. Jetzt sorgt ein neues Update für Zündstoff, das ungefragt Software installieren soll.

Von Noëlle Bölling

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LG erntet Kritik: Ein Update soll unerwünschte Software installieren

Was steckt hinter den Vorwürfen gegen LG? (Foto: Luca Lorenzelli / Shutterstock)

Bestimmte LG-Monitore sollen über ein Windows-Update Software nachladen, die anschließend ohne Nachfrage und ohne Zustimmungsdialog Werbung für McAfee einblendet. Der US-Kanal Gamers Nexus hat in einem Youtube-Video ausführlich darüber berichtet. LG selbst bestreitet, dass Programme ohne Zustimmung der Nutzer:innen installiert werden.

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LG: Werbung sei schon entfernt worden

Für die Recherche kaufte das Team von Gamers Nexus einen Gaming-Monitor von LG, genauer gesagt das Modell Ultra Gear 34GX900A-B für 1.200 Dollar. Nach dem Anschließen habe Windows zunächst den Treiber und kurz darauf auch den App Installer installiert. Bei 32 aufeinanderfolgenden Systemstarts sei in 31 Fällen ein McAfee-Pop-up erschienen, das eine 30-tägige Testphase bewarb. Danach koste das Abo 39,99 Dollar. Laut den Informationen im Microsoft-Store fordere die App zudem Zugriff auf „alle Systemressourcen“ – wozu laut Techradar potenziell alle Online-Aktivitäten und mehr gehören.

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Wie Game Star berichtet, weist LG die Vorwürfe von Gamers Nexus zurück. Die automatische Installation basiere auf dem „Hardware Support App“-Framework von Microsoft, einer offiziellen Windows-Funktion, über die Hersteller Geräte-Apps im Microsoft-Store bereitstellen. Der App Installer sei laut LG keine Neuerung, sondern laufe „bereits seit 2024” – auch in Deutschland. Die McAfee-Werbung sei allerdings zum 13. Juli 2026 vollständig aus der Anwendung entfernt worden, so das Unternehmen laut Game Star.

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Kritik am mangelnden Datenschutz bei LG

Offen bleibt allerdings der Vorwurf hinsichtlich des Datenschutzes. Gamers Nexus verweist darauf, dass die Datenschutzbestimmungen das Sammeln von Daten zum Standort, zu Geräten, Kontakten und Zugangsdaten erlauben würden. In Deutschland ist die Lage anders als in den USA: Die DSGVO verbietet die Installation einer App ohne Zustimmung sowie die Erhebung von Daten ohne Einwilligung innerhalb der EU. Ob die LG-Monitore tatsächlich Daten sammeln, ist noch unklar. Gamers Nexus will das in Zusammenarbeit mit unabhängigen Sicherheitsforscher:innen prüfen lassen.

Völlig neu sind die Vorwürfe gegen LG nicht. Wie Game Star berichtet, wirft der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton dem Unternehmen in einer Klageschrift vor, mithilfe einer Technik zur Bildinhaltserkennung heimlich das Sehverhalten auf Smart-TVs zu erfassen. Auch eine unerwünschte Spracherkennung wurde schon mehrfach kritisiert. Techradar berichtet, dass die neuen Nutzungsbedingungen von LG darauf hinweisen, dass Gespräche mit der neuesten webOS-Version auf Monitoren und Fernsehern „aufgezeichnet und verarbeitet” werden können. LG bestreitet das. Die Spracherkennung sei eine optionale Funktion, die von den Nutzer:innen selbst aktiviert werden müsse.

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