Nächster Kontinentalverband schießt gegen Infantino
Online seit gestern, 21.38 Uhr Der nächste Kontinentalverband hat mit einer scharf formulierten Stellungnahme den Druck auf den Präsidenten des Internationalen Fußballverbands (FIFA), Gia...
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Online seit gestern, 21.38 Uhr
Der nächste Kontinentalverband hat mit einer scharf formulierten Stellungnahme den Druck auf den Präsidenten des Internationalen Fußballverbands (FIFA), Gianni Infantino, weiter erhöht. Der ursprünglich geplante Investorendeal der FIFA sei „Symptom für eine Führung, die aufgehört hat, den Fußball an erste Stelle zu setzen“, teilte die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige CONCACAF in einer Stellungnahme mit.
Die 41 Mitglieder der CONCACAF begrüßten die Rücknahme des vorgeschlagenen Projekts, sehen das Thema damit aber alles andere als abgeschlossen an. „Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung, die von schlechter Regierungsführung und Führungsschwäche zeugt, reiht sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten. Eine umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft ist unerlässlich.“
Zuvor hatte bereits der Europäische Fußballverband (UEFA) mit harschen Worten eine solche Aufarbeitung gefordert. „Diese Überprüfung muss gründlich und umfassend sein. Keine Option darf von vornherein ausgeschlossen werden“, hieß es in einer Mitteilung. „Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen.“
CONCACAF lobt Vorgehen von Verbänden
Die CONCACAF lobte das entschiedene Vorgehen der Verbände gegen die FIFA-Pläne. „Die in dieser Woche von unseren Mitgliedsverbänden gezeigte Einheit hat bestätigt: Wenn Mut, Integrität und solide Führung im Vordergrund stehen, bleibt der Sport dort, wo er hingehört – in den Händen des Fußballs – und nicht in den Händen einer einzelnen Person“, hieß es in Richtung Infantinos. „Wir alle sind lediglich Verwalter, die einem Spiel dienen, das uns allen gehört.“
Die Pläne der FIFA um Infantino hatten vorgesehen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Für die Umsetzung wollte die FIFA das Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. In der Nacht auf Samstag hatte der Weltverband die Pläne nach vehementem Widerstand unter anderem der Kontinentalverbände aufgegeben.