Schöne Aussicht: Die spektakulärsten Panoramastrecken in Italien

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Schöne Aussicht: Die spektakulärsten Panoramastrecken in Italien

Stand: 02.08.2026, 13:01 Uhr

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Was für ein Blick! Die Bergstraße auf den San Biagio in Basilikata.

Was für ein Blick! Die Bergstraße auf den San Biagio in Basilikata. © IMAGO/yuriyb

Neun Straßen in Italien, bei denen niemand fragt, wie lange man noch braucht. Wer im Navi „schnellste Route“ eingibt, verpasst in Italien häufig was.

Campo Imperatore – Die interessantesten Straßen sind fast nie die kürzesten. Was sich gerade noch wie ein unnötiger Umweg anfühlte, kann schnell zur unverhofften Panoramatour werden. Hier die 9 spektakulärsten Strecken durchs Bel-Paese, vorgestellt von la-bella-vita.club – große Augen garantiert.

9. Abruzzen: Campo Imperatore (SS17bis)

„Klein-Tibet“ in Italien: die spektakuläre Route SS17bis durch die Abruzzen.

„Klein-Tibet“ in Italien: die spektakuläre Route SS17bis durch die Abruzzen. © IMAGO/imageBROKER/Markus Beck

Die Route: Die SS17bis führt über die Hochebene des Campo Imperatore im Gran-Sasso-Massiv. Wegen ihrer kargen Landschaft wird die Region oft „Klein-Tibet“ genannt. Der höchste Gipfel, der Corno Grande, ist mit 2.912 Metern die höchste Erhebung der Apenninen. 
Was man sieht: Weite Hochflächen, kaum Bäume, Schafherden und ein unendliches Bergpanorama.

8. Sardinien: Strada Panoramica della Costa del Sud (SP71)

Vogelperspektive auf die Buchten von Chia auf Sardinien.

Vogelperspektive auf die Buchten von Chia auf Sardinien. © IMAGO/DaLiu80

Die Route: Die SP71 verläuft auf etwa 20 mehr als Kilometern zwischen Chia und Teulada an der Südküste Sardiniens. Der Küstenabschnitt liegt größtenteils im Landschaftsschutzgebiet und ist bis heute kaum bebaut.
Was man sieht: Sandbuchten, türkisfarbenes Wasser und mediterranes Buschwerk wie Rosmarin oder Ginster.

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7. Basilikata: Strada Statale Tirrena Inferiore 18 (SS18)

Die Küste von Maratea in Basilikata – sieht der Amalfiküste zum Verwechseln ähnlich.

Die Küste von Maratea in Basilikata – sieht der Amalfiküste zum Verwechseln ähnlich. © IMAGO/RudiErnst

Die Route: Die SS 18 von Neapel nach Reggion Calabria geht auch entlang der nur gut 30 km kurzen Küste von Maratea, dem einzigen Meereszugang der Region. Die optische Alternative zur Amalfitana. Bei Maratea steht die 21,3 Meter hohe Christo Redentore-Statue (1965 fertiggestellt), zweitgrößte Christusstatue der Welt nach der in Rio de Janeiro.
Was man sieht: Steilküste, Brücken, kleine Buchten und die weithin sichtbare Statue.

6. Apulien: Salento-Küstenstraße (SP358)

Santa Maria di Leuca ist der südlichste Zipfel des italienischen Stiefels.

Santa Maria di Leuca ist der südlichste Zipfel des italienischen Stiefels. © IMAGO/kilmermedia

Die Route: Die Straße führt an der Ostküste des Salento entlang bis zur Südspitze des italienischen Stiefels, vorbei an den historischen Wachtürmen, die im 16. Jahrhundert gegen Piratenüberfälle gebaut wurden. Otranto hat eine beeindruckende Kathedrale (54 mal 25 Meter großes Bodenmosaik) und ist die östlichste Stadt Italiens. Santa Maria di Leuca ist der südlichste Punkt des italienischen Stiefels, wo Adria und Ionisches Meer aufeinandertreffen.
Was man sieht: Kalkfelsen, alte Wachtürme, kleine Badebuchten, Otranto und Santa Maria di Leuca.

5. Südtirol/Trentino/Venetien: Große Dolomitenstraße (SS48)

Die Paradiesstraße für alle Bergfreunde: einmal quer durch die Dolomiten.

Die Paradiesstraße für alle Bergfreunde: einmal quer durch die Dolomiten. © IMAGO/UWE KRAFT

Die Route:  182,1 Kilometer zwischen Auer in Südtirol und Auronzo di Cadore in Venetien. Auf der Strecke passiert man den Sellajoch (2.218 m), den Pordoijoch (2.239 m) und den Falzaregopass (2.105 m).
Was man sieht: Berge, Berge, Berge – die Pässe Pordoi und Falzarego, das Sella-Massiv sowie die Marmolata, den höchsten Gipfel der Dolomiten, außerdem Cortina d’Ampezzo.

4. Toskana: Strada del Val d’Orcia (SP146)

Das Val d‘Orcia um Pienza: Zypressenalleen und sanfte Hügel.

Das Val d‘Orcia um Pienza: Zypressenalleen und sanfte Hügel. © IMAGO/Sepp Spiegl

Die Route: Das Tal wurde 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt – als „Sinnbild für die Schönheit gut gepflegter Agrarlandschaften der Renaissance“. Die Route verbindet Pienza, San Quirico d’Orcia und Montalcino auf wenig befahrenen Provinzstraßen durch Ton- und Kalkhügel, die seit dem Mittelalter kaum verändert wurden.
Was man sieht: Zypressen, Weinberge und Hügel und Orte wie Pienza, San Quirico d’Orcia und Montalcino.

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3. Südtirol: Stilfser Joch / Passo dello Stelvio (SS38)

Im Zickzack durch die Alpen: Der Stelvio-Pass ist auch bei Radfahrern sehr beliebt.

Im Zickzack durch die Alpen: Der Stelvio-Pass ist auch bei Radfahrern sehr beliebt. © IMAGO/UWE KRAFT

Die Route: 2.758 Meter Passhöhe, 48 durchnummerierte Kehren allein auf der Nordrampe von Prad aus – jede mit eigenem Kilometerstein. Auf gut 24 Kilometern werden dabei über 1.800 Höhenmeter überwunden. Zweithöchster asphaltierter Alpenpass nach dem Col de l’Iseran.
Was man sieht: Gletscher und schroffe Felswände – Alpenpanorama satt.

2. Lombardei: Strada della Forra (SP38), Gardasee

Auch mal spektakulär eng: die Strada della Forra am Gardasee.

Auch mal spektakulär eng: die Strada della Forra am Gardasee. © IMAGO

Die Route: Die Straße führt durch die enge Brasa-Schlucht hinauf nach Tremosine oberhalb des Gardasees. Winston Churchill bezeichnete sie einst als das „achte Weltwunder“. Gebaut zwischen 1908 und 1913 unter Leitung von Arturo Cozzaglio, einem autodidaktischen Ingenieur, Hydrologen und Geologen aus Tremosine. Nur knapp 6 Kilometer lang, überwindet dabei einen Höhenunterschied von etwa 200 Metern, mit mehreren in den Fels gehauenen Tunneln. Diente 2008 als Kulisse für die Verfolgungsjagd in „James Bond – Ein Quantum Trost“.
Was man sieht: in den Fels gehauene Tunnel, steile Schluchtwände und Aussichtspunkte über dem Gardasee.

1. Kampanien: Die Amalfitana (SS163)

So sieht Vietri sul Mare vom Meer aus: die Amalfiküste in Kampanien.

So sieht Vietri sul Mare vom Meer aus: die Amalfiküste in Kampanien. © IMAGO

Die Route: Die SS163 verläuft etwa 50 Kilometer entlang der Amalfiküste zwischen Vietri sul Mare und Positano – hoch über dem Tyrrhenischen Meer und direkt am Steilhang. Die Bauarbeiten dauerten 20 Jahre und endeten am 26. April 1850. Die Amalfitana musste komplett in den Fels gesprengt werden. Vorher gab es hier nur schmale Pfade für Fußgänger, Esel und Maultiere – das Schiff war das wichtigste Verkehrsmittel entlang der Küste. Eine der bekanntesten Straßen der Welt und deshalb auf Platz 1. 
Was man sieht: Hinfahren und selbst schauen – es sieht in echt noch viel spektakulärer aus als auf den Fotos – steile Küsten, steil bebaute Hänge, Zitronenterrassen und blaues Meer. So schön, dass man gar nicht auf den Stau achtet.