Reisezentrum in Harburg dicht: Was Fahrgäste jetzt wissen müssen
Hamburg Das DB Reisezentrum in Harburg war direkt in der Eingangshalle des Bahnhofs zu finden. Nun ist es geschlossen. (Archivbild) picture alliance/dpa | Marcus Brandt Das DB-...
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Hamburg
Das DB-Reisezentrum am Bahnhof Hamburg-Harburg ist dauerhaft geschlossen – und das sorgt für Ärger. Was Fahrgäste nun wissen müssen.
Ob online, am Automaten oder am Schalter im DB Reisezentrum: Wer ein Bahnticket kaufen will, hat viele Möglichkeiten. Am Bahnhof Hamburg-Harburg ist nun allerdings eine davon Geschichte. Das DB-Reisezentrum ist dauerhaft geschlossen, wie eine Bahnsprecherin bestätigte.
„Zukünftig übernimmt die HVV Servicestelle der S-Bahn im DB Service Store im Auftrag der metronom Eisenbahngesellschaft GmbH auch den Verkauf der weiteren Tarife, wie zum Beispiel DB Fernverkehr, Deutschlandtarif, Niedersachsen-Tarif“, so die Sprecherin. Der Service Store befindet sich im Untergeschoss des Harburger Bahnhofs.
FDP-Fraktion Harburg kritisiert Schließung des Reisezentrums
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Hinter der Schließung steckt eine Neuvergabe: „Der Grund ist, dass die Nahverkehrsbeauftragung für den Standort Hamburg-Harburg für die DB Vertrieb GmbH am 30. Juni 2026 auslief.“ Seitdem ist die Metronom Eisenbahngesellschaft für den Fahrkartenverkauf in Harburg verantwortlich. Die HVV-Servicestelle wurde von ihr mit dieser Aufgabe betraut.
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Die Schließung des Reisezentrums sorgt für scharfe Kritik aus der Harburger FDP-Fraktion. „Der Harburger Bahnhof erfüllt eine wichtige Entlastungsfunktion für den Hamburger Hauptbahnhof und bietet Hunderttausenden Menschen einen direkten Zugang zum Fernverkehr“, so Fraktionsvorsitzender Dirk Kannengießer. Diese Bedeutung müsse bei allen zukünftigen Planungen der Bahn und des Hamburger Senats angemessen berücksichtigt werden.
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Für die FDP gehören ein verlässliches Fernverkehrsangebot ebenso wie eine angemessene persönliche Fahrgastberatung und eine langfristige Strategie für den Bahnhof als südliches Fernverkehrstor Hamburgs zur Stärkung des Standorts. „Wer den Hauptbahnhof entlasten will, darf Hamburg-Harburg nicht zum Provinzbahnhof degradieren“, warnt Kannengießer abschließend. Die Frage der MOPO, wie die Bahn diese Kritik bewertet, blieb unbeantwortet.