Ritterschlag für Eintracht-Rückkehrer: „Der Mann, der hier gebraucht wird“

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Ritterschlag für Eintracht-Rückkehrer: „Der Mann, der hier gebraucht wird“

Erster Eintracht-Tag in Grassau liefert drei Erkenntnisse

Stand: 24.07.2026, 20:40 Uhr

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Eintracht Frankfurt absolviert sein Trainingslager in Grassau. Trainer Adi Hütter schaltet bei sommerlichen Temperaturen in den nächsten Gang.

Grassau – Als Trainer Adi Hütter seine Mannschaft vor elf Tagen erstmals zum Training zusammenhatte, waren Tempo und Intensität noch im gemächlichen Bereich angesiedelt. Das hat sich spätestens im Trainingslager in Grassau in eine andere Richtung gedreht. Nach rund 100 schweißtreibenden Minuten beendete der Österreicher die Einheit am Vormittag. Absolut Eintracht war bei sommerlichen 25 Grad dabei und sammelte drei Erkenntnisse.

1.) Die meisten Fans haben Adi Hütter wieder in ihr Herz geschlossen

Kurz vor Beginn der um 10.30 Uhr beginnenden Einheit lief Hütter an den Fans vorbei auf das satte Grün. Er lächelte in das weite Rund und versprach: „Ich komme später zu euch!“ Etwa 500 Anhänger waren dabei, als die Frankfurter erstmals auf der prächtigen Anlage des ASV Grassau trainierten. Hütters vor fünf Jahren getätigter Satz, beim Wechsel von Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach würden sich „nur die Farben ändern“, ist beim größten Teil verziehen.

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Bereits in der Heimat gab es bei den drei öffentlichen Trainingseinheiten laute „Adi, Adi“-Rufe. Nach den unruhigen Monaten im Klub sehnt sich das gesamte Umfeld nach Stabilität. Die Hessen, die im Jahr 2026 erst vier Erfolge gefeiert haben, wollen in die Erfolgsspur zurückfinden. Hütter ist dabei der Hoffnungsträger.

2.) Die Innenverteidigung benötigt dringend Verstärkung

27 Mann umfasst der Kader im Trainingslager. Sorgen bereitet allerdings der Blick auf die Abwehr. Robin Koch war am Freitagvormittag der einzige fitte Stamm-Innenverteidiger. Nnamdi Collins musste kürzer treten und am Nebenplatz individuell üben, Arthur Theate ist noch im WM-Urlaub und Verkaufskandidat. Jeremiaha Maluze und Niklas Scheller aus dem U-Bereich helfen aus.

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Das ist keine optimale Situation für Hütter, der zudem auf Neuzugang Noel Aseko verzichten musste. Der 20-Jährige lief aus Gründen der Belastungssteuerung einsam seine Runden. Wie schnell Aseko einsteigen kann, ließ sich noch nicht absehen. Umso wichtiger wäre eine stabile Mitte. Doch noch befindet sich Sportvorstand Markus Krösche auf der Suche nach neuem Personal für die Abwehr.

3.) Kommunikation ist unter Hütter enorm wichtig

Unterbrechen, erklären, loben und auch mal tadeln: Hütter ist während der Einheiten im ständigen Austausch mit seinen Profis. In einigen Momenten zieht er sich zurück und beobachtet aus der Ferne das Geschehen. Dann aber ist er wieder ganz nah dran. Er bildet immer wieder einen großen Mannschaftskreis, in dem er bestimmt, aber ruhig den Takt vorgibt.

Hütter verriet, wie wichtig ihm das Thema Kommunikation ist: „Meine Aufgabe lautet, Beziehungen aufzubauen. Hinter jedem Spieler steht der Mensch. Deshalb will ich bis zum Ende des Trainingslagers die Zeit nehmen, mit allen Spielern zu sprechen. Das wird den Jungs und mir helfen.“ Mario Götze stellte fest: „Adi Hütter ist der Mann, der hier gebraucht wird.“

Allerdings wäre es zu einfach, nur auf den Faktor Hütter zu hoffen. Nach den Abgängen von Aurele Amenda, Nathaniel Brown und Rasmus Kristensen ist das Konto zwar voll. Doch die sportliche Qualität ist trotz der Verpflichtungen von Aseko und Talent Malik Pimpong aktuell nicht höher als in der vergangenen Saison. Es wartet noch viel Arbeit auf Krösche, der seinem Trainer noch einige Verstärkungen zur Verfügung stellen muss.