Magdeburg: Hunderte demonstrieren bei Wahlkampfauftakt der AfD Sachsen-Anhalt

Die AfD Sachsen-Anhalt ist in den Wahlkampf zur Landtagswahl gestartet. Die Veranstaltung auf dem Messegelände wurde von Hunderten Demonstranten begleitet. Quelle: DIE ZEIT,...

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Magdeburg: Hunderte demonstrieren bei Wahlkampfauftakt der AfD Sachsen-Anhalt

Die AfD Sachsen-Anhalt ist in den Wahlkampf zur Landtagswahl gestartet. Die Veranstaltung auf dem Messegelände wurde von Hunderten Demonstranten begleitet.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

sk

  1. Juli 2026, 20:44 Uhr

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AfD Sachsen-Anhalt Wahlkampf Magdeburg Demonstrationen
Demonstranten protestieren an einer Zufahrtsstraße zum Messegelände gegen die AfD. © Klaus-Dietmar Gabbert/​dpa

In Magdeburg haben mehrere Hundert Menschen gegen den Wahlkampfauftakt der AfD Sachsen-Anhalt demonstriert. Auf dem Messegelände versammelten sich Anhänger der Omas gegen Rechts, der Kulturszene in Sachsen-Anhalt sowie Mitglieder der Kirchen. Eine Vertreterin der evangelischen Kirche Mitteldeutschland sagte, man trete für Werte wie Demokratie, Menschlichkeit und Solidarität ein. Wo sie angegriffen würden, wolle man Haltung zeigen.

Angemeldet worden war die Kundgebung vom Bündnis Solidarisches Magdeburg. Nach Schätzungen des MDR versammelten sich bis zu 300 Menschen. Die Demonstration fand in einiger Entfernung der AfD-Veranstaltung statt, hinter einer Polizeiabsperrung.

Die AfD Sachsen-Anhalt startete am Nachmittag auf dem Messegelände ihren Wahlkampf zur Landtagswahl am 6. September. Neben dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund trat auch die Bundesvorsitzende Alice Weidel auf. Sie schwor die rund 3.000 Anhänger darauf ein, dass Siegmund der erste Ministerpräsident ihrer Partei werde.

Umfragen sehen AfD in Sachsen-Anhalt vor der CDU

Derzeit regiert eine Koalition aus CDU, SPD und FDP das Land, Ministerpräsident ist der CDU-Politiker Sven Schulze. Die CDU lag zuletzt in Umfragen mit etwa 23 Prozent auf Platz zwei hinter der AfD, die zuletzt auf 41 bis 42 Prozent kam.

In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Ihr 100-Tage-Programm sieht ein Ende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor, die Partei will »Abschieben ab Minute eins«, Asylsuchende und Geflüchtete »zur Arbeit verpflichten« und Sonderklassen für Kinder von Geflüchteten. Schulen sollen laut AfD-Programm »den Kindern die normale Familie bestehend aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, als Vorbild vermitteln« und »die Kinder im Geist der Liebe zu Volk und Heimat erziehen«.