Deutsche Showstars sind entsetzt über den CSD-Anschlag
Von Sarah Connor bis Ikkimel, vom Bundeskanzler bis zum Bischof: Die deutsche Prominenz drückt ihr Entsetzen über den Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin aus und ruft zu Solidarität auf.
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Nach dem CSD-Terroranschlag in Berlin sind Stars und Politiker bestürzt
«Mir fehlen die Worte»
Von Sarah Connor bis Ikkimel, vom Bundeskanzler bis zum Bischof: Die deutsche Prominenz drückt ihr Entsetzen über den Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin aus und ruft zu Solidarität auf.
Publiziert: 12:57 Uhr
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Aktualisiert: vor 44 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Showgrössen wie Sarah Connor und Ikkimel sind entsetzt über den Berlin-Anschlag
- Auch Kanzler Friedrich Merz und der Berliner Oberbürgermeister zeigen Solidarität
- Das Bern-Pride-Organisationsteam ist «in Gedanken» in Berlin
Jean-Claude GalliRedaktor People
Nach dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin von gestern Samstag ist die Bestürzung riesig. Besonders betroffen zeigt sich die deutsche Showszene, die beim Grossevent rund um das Brandenburger Tor direkt involviert war.
Um 21.30 Uhr, nur wenige Minuten vor der tödlichen Attacke, trat dort Popstar Sarah Connor (46) auf. Sie spielte gerade ihre Zugabe, als sich ein paar Hundert Meter weiter die Tragödie ereignete. Auf Instagram schwärmte sie danach vom «unfassbar schönen» Auftritt. «Ich habe diese ganze Liebe da gefühlt.»
Dann kippte ihr Tonfall jedoch rasch. «Umso furchtbarer, dass wir kurz danach aus dem Backstage evakuiert wurden, weil wieder irgendein Vollidiot ausgerastet ist und diese Amokfahrt gemacht hat», schreibt sie.
«Mir fehlen die Worte. Ich finde es furchtbar. Mein Beileid allen Angehörigen der Verletzten und des Verunglückten.» Am Schluss ihres Statements heisst es: «Umso mehr Grund, laut zu sein und laut zu bleiben.»
Von Ikkimel bis Merz
Rapperin Ikkimel (29), die am Freitag am Christopher Street Day auftrat, schreibt: «Liebe ist niemals der Fehler, Angst und Hass niemals eine Antwort. Ich hoffe, dass viele Menschen jetzt realisieren, wie wichtig es ist, dass wir streng zusammenhalten – jetzt noch mehr als sonst. Bitte, bitte, bleibt stark! Ich werde immer für uns einstehen.»
Und die Sängerin Luna (23), die wie Connor am Samstag performte, schreibt: «Ich bin schockiert. An alle, die da waren: Ich hoffe, euch geht es gut und ihr seid in Sicherheit.»
Ebenfalls im Samstag-Line-up stand Karaoke Jesus, bekannt für seine Show «Holy Karaoke». Er schreibt: «Eine der schönsten Nächte meines Lebens verwandelte sich nur wenige Minuten später in eine der schrecklichsten Nächte für so viele Menschen. Es tut mir unendlich leid für alle Betroffenen und für unsere Community. Es tut mir leid, dass wir das durchmachen müssen.»
Der Liechtensteiner Samstag-Showact Wavvyboi (28) schreibt: «Mir geht es gut, danke für eure Nachrichten. Meine Kraft gilt allen Betroffenen. Wir haben noch so viel Arbeit vor uns.» Und bei der Berliner Rapperin Mariybu heisst es auf Instagram: «Mein Herz blutet. Ich weiss noch gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin gerade nur am Heulen.»
Der in Berlin lebende Schweizer Opernsänger und Bariton Äneas Humm (31), der zum Zeitpunkt des Geschehens in Kreuzberg war, schreibt: «Ein Tag der Liebe endet im Horror.»
Nicht nur den Showgrössen, auch Politikerinnen und Politikern gehen die Ereignisse nahe. Bundeskanzler Friedrich Merz (70) spricht gemäss der Nachrichtenagentur AFP von einer «abscheulichen Tat».
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56) sagt, die «feige und abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen» erschüttere ihn zutiefst.
«Angriff auf freie und weltoffene Gesellschaft»
Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano (51) bezeichnet den Samstag als «grossen Trauertag». «Alle versuchen gerade ihre Netzwerke zu kontaktieren, um zu erfahren, ob die Menschen safe nach Hause gekommen sind.»
Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (64) reagiert wie folgt: «Ich bin entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben.»
Auch der katholische Berliner Bischof Christian Stäblein (58) meldet sich zu Wort: «Aus einem Tag voller Vielfalt und Liebe wurde eine Nacht voller Entsetzen.»
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (53), teilt in einem Statement mit: «Berlin ist die Stadt der Freiheit – und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden.»
Weiter meint Wegner: «Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Ich danke den Einsatzkräften, die sofort vor Ort waren und alles in ihrer Macht Stehende geleistet haben. Und ich vertraue der Polizei und den Sicherheitsbehörden, die mit Hochdruck ermitteln werden.»
Solidaritätszeichen aus Bern
In Bern fand gestern Samstag zeitgleich zum Christopher Street Day die BernPride statt, an der rund 10'000 Menschen friedlich feierten, unter anderem bei Konzerten auf dem Bundesplatz.
Auf Anfrage von Blick äussert sich der Verein BernPride wie folgt: «Der Vorfall am CSD Berlin erschüttert uns. Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, ihren Angehörigen und allen Menschen, die das Geschehene miterleben mussten. Gerade in solchen Momenten zeigt sich, was Community bedeutet: Wir tragen einander, stehen füreinander ein und lassen niemanden allein.»
Und der Verein schreibt: «An den CSD Berlin und die gesamte Berliner Community: Wir sind bei euch. In Gedanken, in Solidarität und im gemeinsamen Zusammenhalt über Grenzen hinweg. Wir sind viele. Wir sind verbunden. Und wir sind füreinander da.»