Norris nach Mega-Pole von Antonelli: "Das tut schon weh"
(Motorsport-Total.com) - Kimi Antonelli hat im Qualifying zum Grand Prix von Belgien ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der Mercedes-Pilot sicherte sich mit einer Runde in 1:44,361 Minuten seine sechste Polepos...
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(Motorsport-Total.com) - Kimi Antonelli hat im Qualifying zum Grand Prix von Belgien ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der Mercedes-Pilot sicherte sich mit einer Runde in 1:44,361 Minuten seine sechste Poleposition der Formel-1-Saison 2026 und distanzierte die Konkurrenz deutlich.

© LAT Images
Andrea Kimi Antonelli raste der Konkurrenz in Belgien davon Zoom
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Max Verstappen fehlten 0,317 Sekunden, Lando Norris sogar 0,440 Sekunden - der größte Vorsprung auf die ersten Verfolger in einem Qualifying dieser Saison. Vor allem Norris zeigte sich nach der Session beeindruckt von Antonellis Leistung.
Der McLaren-Pilot hatte zwar bereits vor dem letzten Versuch nicht mit der Pole gerechnet, das Ausmaß des Rückstands überraschte ihn aber dennoch. "Ich wusste: Wenn Kimi schneller ist, dann sicher nicht um eine halbe Zehntelsekunde - so war es die ganze Saison nicht", erklärt Norris. "Deshalb tut es schon weh, wenn plötzlich ein Auto vier Zehntelsekunden schneller ist."
Gleichzeitig zollt der Brite seinem Rivalen Respekt. "Er hat einen richtig guten Job gemacht."
Norris: "Wir müssen einfach mehr Performance finden"
Trotz des deutlichen Rückstands wollte Norris seine eigene Leistung nicht schlechtreden. Mit Platz drei sei er grundsätzlich zufrieden, auch wenn dieser wegen seiner Gridstrafe letztlich kaum eine Rolle spielen wird. "Ich bin ehrlich gesagt trotzdem ziemlich zufrieden mit Platz drei", betont er.
"Es ist nur schade, dass ich zehn Plätze Startplatzstrafe bekomme. Deshalb werde ich am Sonntag ohnehin nicht annähernd dort starten." Bereits am Medientag hatte Norris erklärt, dass auch eine perfekte Runde derzeit nicht ausreiche, um Mercedes oder Red Bull sicher zu schlagen. Nach dem Qualifying fühlt er sich in dieser Einschätzung bestätigt.
"Ich habe es schon am Donnerstag gesagt: Selbst wenn du die beste Runde deines Lebens fährst, heißt das noch lange nicht, dass du plötzlich auf Pole stehst." Für Norris ist deshalb klar, woran McLaren arbeiten muss. "Wir müssen dem Auto einfach mehr Performance geben. Das ist eigentlich ganz simpel. Jeder im Werk arbeitet genau daran."
Antonelli findet im entscheidenden Moment eine halbe Sekunde
Während Norris über den Rückstand rätselt, gelang Antonelli im entscheidenden Moment eine gewaltige Steigerung. "Eigentlich habe ich in jeder Kurve etwas mehr Geschwindigkeit mitgenommen", sagt Antonelli über seine zweite Q3-Runde. "Es war teilweise schwierig einzuschätzen, weil das Super-Clipping immer stärker wurde und sich dadurch die Referenzpunkte etwas verändert haben."
Im letzten Versuch habe er deshalb bewusst versucht, überall etwas mehr Risiko zu gehen. "Ich wollte einfach in jeder Kurve ein bisschen mehr Speed mitnehmen - und das Auto hat gehalten. Darüber bin ich natürlich sehr glücklich."
Dabei hatte das Qualifying für Antonelli zunächst alles andere als optimal begonnen. Vor allem der stärker werdende Wind machte dem Mercedes-Piloten in Q1 zu schaffen. "Es war ein merkwürdiges Qualifying", berichtet er. "In Q1 habe ich mich etwas verloren gefühlt, weil der Wind zugenommen hatte und das Auto dadurch deutlich nervöser wurde."
Mit fortschreitender Session fand Mercedes jedoch die richtige Richtung. "Die Session kam dann immer mehr zu uns. Die erste Runde in Q3 war schon ordentlich, auf der zweiten habe ich dann noch einmal sehr viel Zeit gefunden." Auch die äußeren Bedingungen spielten dabei eine Rolle. "Ich glaube, dass die Strecke etwas kühler wurde. Das hat uns ebenfalls ein wenig geholfen."
Mercedes-Paket zahlt sich aus
Antonelli verrät zudem, dass Mercedes in Spa ein kleines Update mitgebracht hatte, das vor allem auf den langen Geraden Wirkung zeigte. "Wir haben ein kleines Paket dabei, das uns auf den Geraden noch etwas geholfen hat", erklärt er. Trotzdem sei der zweite Sektor keineswegs zur Schwachstelle geworden.
"Das Auto hat sich dort weiterhin gut angefühlt. Außerdem haben wir vor Q3 noch kleine Änderungen am Set-up vorgenommen. Dadurch hatte ich mehr Vertrauen und konnte noch stärker pushen."
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Genau dieses zusätzliche Vertrauen machte am Ende offenbar den Unterschied aus. "Es war schön zu sehen, dass wir in allen drei Sektoren konkurrenzfähig waren." Für den Mercedes-Piloten ist das allerdings bereits abgehakt. Der Fokus gilt nun ausschließlich dem Grand Prix. "Jetzt konzentrieren wir uns auf morgen", sagt Antonelli.