Backpapier richtig entsorgen: Diesen teuren Irrtum begehen viele Haushalte
StartseiteVerbraucherStand: 16.10.2026, 18:30 UhrKommentareUns auf Google folgenBackpapier kommt in der Küche sehr häufig zum Einsatz, doch bei der Entsorgung herrscht oft Unsicherheit. © IMAGO/Martin BäumlBack...
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Stand: 16.10.2026, 18:30 Uhr
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Backpapier ist ein unverzichtbarer Helfer in der Küche, doch seine Entsorgung wirft oft Fragen auf. Obwohl der Name „Papier“ enthält, sollte es keinesfalls im Altpapier landen.
Die Mülltrennung ist nicht immer selbsterklärend. Während Joghurtbecher eindeutig in den gelben Sack gehören, Zeitungen ins Altpapier und Bananenschalen in die Biotonne, ist die richtige Entsorgung von Backpapier weniger offensichtlich. Obwohl „Papier“ im Namen steckt, ist die Entsorgung im Altpapierbehälter falsch.
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Backpapier ist kein Altpapier
In vielen Haushalten gibt es eine blaue oder grüne Tonne speziell für Papierabfälle. Wenn Vermietende diese nicht zur Verfügung stellen, bieten viele Kommunen öffentliche Container für Altpapier an.
In der Altpapiertonne sind folgende Materialien richtig aufgehoben:
- Papier
- Pappe
- Karton
Zeitungen, Eierkartons und Mehlpapiertüten sind typische Beispiele. Backpapier hingegen gehört nicht dazu, und das aus zwei triftigen Gründen:
- Backpapier ist mit Silikon oder Teflon (PTFE) beschichtet, um ein Anhaften der Backwaren an der Form oder dem Blech zu verhindern. Diese Beschichtungen lösen sich nicht in Wasser auf, wodurch das Papier nicht wie herkömmliches Altpapier recycelt werden kann.
- Gebrauchtes Backpapier ist oft mit Öl und Speiseresten verunreinigt. Auch diese stellen ein Hindernis im Recyclingprozess von Papier dar.
Gut zu wissen: Nicht nur Backpapier ist beschichtet, sondern auch Kassenbons und Fahrkarten. Daher gehören auch diese nicht ins Altpapier.
So entsorgen Sie Backpapier richtig
Wenn Backpapier nicht ins Altpapier gehört, wohin dann? Die Antwort ist einfach:
- Restmüll (graue oder schwarze Tonne): In diese Tonne gehören alle nicht verwertbaren Stoffe, die weder zu den Wertstoffen (gelbe Tonne/gelber Sack), zum Altpapier (blaue oder grüne Tonne), noch in den Bio-Müll (braune Tonne) passen. Asche, Windeln, Porzellan – und eben auch Backpapier – finden hier ihren Platz.
- Dauerbackpapier und Dauerbackfolie: Auch diese Produkte sind aus Silikon oder mit Teflon beschichtet und müssen daher ebenfalls im Restmüll entsorgt werden.
Backpapier lässt sich so gut wie nicht recyceln. Es wird verbrannt und dient immerhin der Energiegewinnung. Problematisch ist dabei allerdings die Freisetzung von Giftstoffen beim Verbrennen von Silikonen und Teflon. Diese belasten die Umwelt und sprechen für einen sparsamen Umgang mit Backpapier – oder gar einen vollständigen Verzicht.
Umweltfreundlich Backen: Alternativen zu Backpapier
Wenn Sie Backpapier verwenden, können Sie den anfallenden Müll reduzieren, indem Sie folgende Tipps beachten:
- Verwenden Sie Backpapier so oft wie möglich, bevor Sie es im Restmüll entsorgen.
- Solange es nicht beschädigt oder mit angebrannten Speiseresten verschmutzt ist, können Sie das Backpapier einfach erneut benutzen.
- Sie können das Backpapier auch umdrehen und auf der anderen Seite nochmals verwenden.
- Obwohl unbeschichtetes Backpapier weniger problematisch ist, bleibt es ein Wegwerfprodukt.
Noch besser ist es, ganz auf Backpapier zu verzichten. Hier sind die besten Alternativen:
- Fetten Sie das Backblech gründlich mit Kokosöl, Rapsöl oder anderen veganen Fetten ein. Anschließend können Sie das gefettete Blech mit Semmelbröseln oder Mehl bestreuen, um ein Anhaften der Speisen zu verhindern.
- Herkömmliches Butterbrotpapier enthält keine Weichmacher oder andere Chemikalien. Allerdings fällt hier ähnlich viel Müll an wie bei Backpapier.
- Ein langlebiges Backblech mit Antihaft-Beschichtung kann bei richtiger Pflege mehrere Jahre lang verwendet werden, wodurch Sie viel Backpapier einsparen.
Dauerbackfolie oder Dauerbackmatten aus Silikon oder teflonbeschichteter Glasfaser sind ebenfalls nicht unbedenklich. Sie können zum Gesundheitsrisiko werden: Studien haben gezeigt, dass sich bei Temperaturen von 230 bis 270 Grad giftige Dämpfe bilden können (BfR). Außerdem sind sie, wie klassisches Backpapier, problematisch in der Entsorgung.