Baugenehmigungen steigen: Hoffnung für Baubetriebe

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Baugenehmigungen steigen: Hoffnung für Baubetriebe

Stand: 17.10.2026, 08:00 Uhr

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Bauministerin Hubertz

Bauministerin Hubertz will den Bau beschleunigen. (Archivbild) © Kay Nietfeld/dpa

Von Januar bis August wurden 12,1 Prozent mehr Wohnungen genehmigt. Ob daraus Aufträge werden, entscheidet sich bei Finanzierung und Baustart.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland steigt weiter: Von Januar bis August 2026 wurden 169.400 Wohnungen genehmigt, 12,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe deutet das auf mehr potenzielle Projekte hin. Ob daraus tatsächlich Aufträge entstehen, lässt sich aus der Genehmigungsstatistik allerdings nicht ablesen.

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Mehrfamilienhäuser liefern den größten Schub

Mehrfamilienhäuser tragen den größten absoluten Zuwachs im Wohnungsneubau. Von Januar bis August genehmigten die Behörden darin 90.600 Wohnungen – 11.500 mehr als ein Jahr zuvor. Bei Zweifamilienhäusern fiel das prozentuale Wachstum mit 21,7 Prozent besonders kräftig aus; genehmigt wurden 10.000 Wohnungen. Einfamilienhäuser legten um 7,8 Prozent auf 31.500 zu. Gegen den Trend entwickelten sich Wohnheime: Dort sank die Zahl um 2,0 Prozent auf 5.300 Wohnungen. Insgesamt wurden in neuen Wohngebäuden 137.500 Wohnungen genehmigt. 

Auch im Bestand wächst das Potenzial

Umbauten bestehender Wohn- und Nichtwohngebäude sollen 29.100 Wohnungen ermöglichen, 10,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im August stieg diese Zahl um 18,2 Prozent auf 4.200. Für Betriebe, die Bestandsgebäude umbauen oder technisch ausrüsten, lohnt deshalb der Blick über klassische Neubaugebiete hinaus. Die Statistik zeigt jedoch weder das Auftragsvolumen einzelner Gewerke noch die regionale Verteilung der Geschäftschancen.

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Mehr Genehmigungen sind noch keine vollen Auftragsbücher

Baugenehmigungen zeigen einen wachsenden Projektvorrat, garantieren aber keine Umsetzung. Für mittelständische Unternehmen folgt daraus: Bei der Kapazitätsplanung sollten konkrete Vergaben, gesicherte Finanzierung und vereinbarte Baustarts ausschlaggebend bleiben.

Zudem beeinflussen verspätete Meldungen der Baubehörden die Monatswerte. Destatis weist ausdrücklich darauf hin, dass Genehmigungen teilweise erst später statistisch erfasst werden. Der Augustwert bildet deshalb nicht ausschließlich Entscheidungen dieses Monats ab. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 370 vom 16. Oktober 2026.