Nachfolgerin gefunden: Hawobau-Siedlung bekommt ab Januar neue Jugendarbeit

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Nachfolgerin gefunden: Hawobau-Siedlung bekommt ab Januar neue Jugendarbeit

Stand: 17.10.2026, 08:00 Uhr

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Ferienspiele Stadtteilbüro 2026

Ein halbes Jahr war die Stelle für die Jugendarbeit in der Siedlung zuletzt vakant. Ab Januar soll die Stelle wieder besetzt sein. © Hawobau

Nach mehr als einem halben Jahr ohne Fachkraft startet die aufsuchende Jugendarbeit in der Hawobau-Siedlung neu. Details zur Nachfolgerin nennt Hawobau-Geschäftsführer Kazzer noch nicht.

Hattersheim – Die aufsuchende Jugendarbeit in der Hawobau-Siedlung südlich der Bahnlinie ist eine Erfolgsgeschichte. Eine ganze Generation junger Menschen ist seit 2004 unter Begleitung von Eberhard Roth aufgewachsen. Der Pädagoge war immer da, wo sich Jugendliche treffen. Er organisierte Ausflüge sowie Ferienprogramme und leistete bei vielen Fragen Unterstützung. Diese Ära endete im Sommer. Im Juni verabschiedete das Stadtteilbüro Eberhard Roth in den Ruhestand. Am Siedlungsfest im September nahm der langjährige Mitarbeiter nur noch als Besucher teil.

Hattersheim PregelstraßeStadtteilbüro

Hattersheim PregelstraßeStadtteilbüro © Hans Nietner

Dem Team des Stadtteilbüros fehlt seither ein Verantwortlicher für die Jugendarbeit. Leiterin Christine Pfaff führt das Büro derzeit zusammen mit Mitarbeiterin Rabia Malik und einer Teilzeitkraft. Die aufsuchende Jugendarbeit könne sie allerdings nicht zusätzlich übernehmen, erklärte Pfaff dem Kreisblatt im Sommer. Die Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft (Hawobau) hat die Stelle bereits seit Ende 2025 ausgeschrieben. Ein fließender Wechsel von Eberhard Roth auf eine neue Kraft gelang zunächst aber nicht, obwohl es einige Bewerbungen gab. Aus Sicht der Hawobau war die richtige Person noch nicht dabei. Dies führte Mitte des Jahres zu merklichen Verunsicherungen.

Aus dem Umfeld des Stadtteilbüros wurden Befürchtungen laut, dass die Jugendarbeit nicht nach dem bestehenden Konzept weitergeführt werden solle. Hawobau-Geschäftsführer Holger Kazzer erklärte im Juni, dass am bisherigen Konzept nicht gerüttelt werde. Nun scheint es offiziell Entwarnung zu geben: Auf Nachfrage des Kreisblatts teilte Kazzer in dieser Woche mit, dass man sich mit einer Bewerberin geeinigt habe.

Die Nachfolgerin von Eberhard Roth solle zum 1. Januar mit der aufsuchenden Jugendarbeit beginnen und als dritte feste Kraft im Stadtteilbüro mitarbeiten. Details gab der Hawobau-Chef zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt – nur, dass es sich um eine sehr qualifizierte Person handele, die die Kinder- und Jugendarbeit übernehmen werde.

Die neue Mitarbeiterin soll ein offenes Angebot für alle Jugendlichen bieten und neben der aufsuchenden Arbeit auch Sportveranstaltungen und Ferienprogramme organisieren. Mehr als zehn Bewerbungen seien in den vergangenen Monaten bei der Hawobau eingegangen, berichtet Holger Kazzer auf Nachfrage. Aufgrund von unterschiedlichen Vorstellungen sei es bis jetzt jedoch schwierig gewesen, eine geeignete Person zu finden.

Wenn die Jugendarbeit Anfang 2027 wieder volle Fahrt aufnimmt, war die Stelle ein halbes Jahr lang unbesetzt. Diese Unterbrechung hatte auch manche Einschränkung zur Folge.

Neben der Aufgabe der aufsuchenden Jugendarbeit mussten die diesjährigen Herbstferienspiele des Stadtteilbüros abgesagt werden. Die Absage habe mit Personalproblemen zu tun gehabt, räumt Geschäftsführer Kazzer ein.

Die Hawoau habe versucht, das Angebot über einen externen Dienstleister aufrechtzuerhalten. Dies sei jedoch nicht möglich gewesen. Für das kommende Jahr kündigt der Hawobau-Chef allerdings die Rückkehr der gewohnten Programmpunkte an. Die Osterferienspiele sollen wie gewohnt stattfinden. Dann jedoch unter neuer Aufsicht.