Eine Woche nach dem Putin-Deal: Trump bremst Russland-Sanktionen aus

Großes Sanktionspaket gestoppt Trump unternimmt die nächste Ukraine-KehrtwendeVon afp, reutersAktualisiert am 17.10.2026 - 07:52 UhrLesedauer: 2 Min.Nur eine Woche nach dem Diesel-Deal mit Putin stoppt Trump ve...

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Eine Woche nach dem Putin-Deal: Trump bremst Russland-Sanktionen aus

Großes Sanktionspaket gestoppt

Trump unternimmt die nächste Ukraine-Kehrtwende

Von afp, reuters

Aktualisiert am 17.10.2026 - 07:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Nur eine Woche nach dem Diesel-Deal mit Putin stoppt Trump verschärfte Russland-Sanktionen. Das Paket hätte unter anderem Einreiseverbote gegen den Kremlchef vorgesehen.

Eine Woche nach dem Diesel-Deal mit Moskau hat US-Präsident Donald Trump die Anwendung verschärfter Sanktionen gegen Russland vorerst gestoppt. Per Dekret setzte er am Freitag (Ortszeit) ein im September beschlossenes Sanktionspaket aus, das sich insbesondere gegen den russischen Energiesektor richtete.

Das nach dem im Juli gestorbenen US-Senator Lindsey Graham benannte Sanktionspaket war nach langen Verhandlungen Mitte September von US-Kongress verabschiedet und am 18. September von Trump unterzeichnet worden. Es sah Einreiseverbote gegen Kremlchef Wladimir Putin und eine Reihe von Militärvertretern vor, die für den Angriffskrieg gegen die Ukraine verantwortlich sind.

Zudem sollte die sogenannte Schattenflotte ins Visier genommen werden, mit deren Schiffen Moskau internationale Ölsanktionen umgeht. Zudem waren Zollaufschläge von bis zu 100 Prozent für Produkte aus China oder Indien vorgesehen, denn diese Länder gehören zu den fünf größten Importeuren russischen Rohöls oder Erdgases.

Im Video | Trump mit deutlichen Worten über Katie Zacharia

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Trump und seine Republikaner stehen vor Midterms unter Druck

Die Kehrtwende des US-Präsidenten bei den Russland-Sanktionen erfolgt wenige Tage nach dem umstrittenen Abkommen zwischen Trump und Putin über die Lieferung von russischem Diesel und gut zwei Wochen vor den Kongresswahlen in den USA. Bei den sogenannten Midterms stehen Trumps Republikaner wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten und insbesondere der infolge des Iran-Kriegs hohen Spritpreise unter Druck. Analysten zufolge hätten die Sanktionen die Ölpreise weiter in die Höhe treiben können.

Die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine haben sich seit dem Diesel-Deal verschlechtert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj übte scharfe Kritik an der Vereinbarung. Trump forderte daraufhin die Ablösung Selenskyjs.

Der ukrainische Präsident ordnete später neue Angriffe auf russische Ölraffinerien an. Kiew zog sich damit offiziell aus der von Trump zuvor einseitig verkündeten "Energie-Waffenruhe" zwischen der Ukraine und Russland zurück.

Der demokratische US-Abgeordnete Don Beyer kritisierte die Entscheidung scharf. "Trumps jüngste Kapitulation vor Putin verrät erneut unsere ukrainischen Partner und widerspricht dem klaren Willen des Kongresses, Russland für seinen illegalen Angriffskrieg zu bestrafen", erklärte Beyer in einer Stellungnahme.